Interview: Der Mann, der den Iron Man gebaut hat

Wenn ihr den Namen Shane Mahan nicht kennt, entgeht euch etwas. Er ist der echte Tony Stark. Er ist derjenige, der das Team leitet, das den Iron-Man-Anzug für die Iron-Man-Filme gebaut hat.

Wieviele Iron-Man-Anzüge gibt es? Gibt es irgendwelche Extras für den Fall, dass einer kaputt geht oder Teile abbrechen?

Das ist eine schwierige Frage. Man will natürlich immer einen Backup-Anzug haben und wir hatten keinen Backup-Peitschenanzug, weil die Szene in Monako ziemlich heftig war. Es gibt den Anzug mit Gummi und mit Metallarmen, aber Mickey musste am Ende fast immer die Metallarme tragen. Was den Iron-Man-Anzug angeht, hatten wir kaum Backups. Wir hatten einen und ein paar Helm-Backups – das wars. Das Gleiche gilt für War Machine. Wir hatten einen Anzug, der für die ganze Show ausreichen musste.

Du bist also am Set gesessen und hast die Daumen gedrückt?

Ja, natürlich. Die Heldenaufnahmen müssen toll aussehen und wenn man einige Stunts damit macht, dann muss man den Anzug wieder reparieren. Es ist eine Herausforderung. Hoffentlich haben wir im nächsten Film ein paar mehr Einzelteile.

Es ist wie einem Teenager deinen Ferrari anzuvertrauen. Man weiß nicht wo er ist und wenn er zurückkommt fehlt irgendwas. Dieses Gefühl hatte ich die ganze Zeit.

Wieviele Menschen haben wie viel Zeit damit verbracht Iron Man zu bauen?

Das kann man schwer einschätzen. Die Leute kommen und gehen. Ich schätze alles in allem hatten wir so 70 Menschen und etwa vier bis fünf Monate Zeit. Außerdem gab es nicht nur den Iron-Man-Anzug, sondern auch Mickey Rourkes Peitschenanzug, die Drohnen und andere Aspekte, die man mit berücksichtigen musste. Man hatte ganze Teams von Mitarbeitern, die bis zu ihrem Limit eingespannt waren. Der Peitschenanzug war ein Spaß. Allein schon aus dem Grund, dass er so anders als Toni Starks Welt ist.

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Ja, er ist anders. Außerdem ist er sicher praktisch und er hat ihn in jeder Aufnahme getragen.

Oh ja, er hat ihn getragen. Allerdings war die Elektrizität animiert. Aus einem einfachen Grund: Wir wollten den Schauspieler nicht unter Strom setzen. Schließlich kommt tödlicher Strom daraus. Aber der Anzug hatte wirklich das Licht auf der Brust und die Arme und den ganzen Rahmen – das macht für mich den Peitschenanzug aus.

Erzähl uns mehr über den neuen Anzug für Iron Man 2 – den Mark IV

Wir hatten großen Erfolg mit dem Design des Anzugs im ersten Film. Der wurde größtenteils von Marvels Kunstteam entworfen. Eine großartige Horde von Comiczeichnern. Das hat uns sehr weitergeholfen.

Nachdem wir dies geklärt hätten: Wir haben aus dem ersten Film gelernt, was funktioniert und was nicht und wollten die Aspekte auch im zweiten Film mit einfliesen lassen.

Man könnte sich natürlich an dem ersten Film orientieren. In einer perfekten Welt oder in der Industrie baut man einen Prototyp mehrmals. Wahrscheinlich baut man ihn noch ein paar Mal mehr, bis man einen Punkt erreicht an dem man damit zufrieden ist. In der Filmwelt kriegt man eine bestimmte Menge Zeit und Ressourcen und versucht sich zur Ziellinie zu kämpfen. Man hat also nicht viel Zeit für Experimente. Der Vorteil einer Fortsetzung ist, dass man alle in einem Raum versammeln kann und dafür diskutieren was funktioniert hat und was nicht.

Wir haben also gewisse Richtlinien geschaffen, die sich an dem orientiert haben, was Jon Favreau und die Schauspieler von uns wollten. Wir haben die Anzüge leichter gemacht und man kann sie jetzt schneller an- und ausziehen. Das hilft der Produktion und es hilft jedem – außerdem hilft es sicherlich den Schauspielern und ihrem Rücken, wenn sie den Anzug Freitags um Mitternacht tragen müssen.

Außerdem wurden in den Anzügen keine Beine eingesetzt. Wir haben also von der Hüfte aufwärts gebaut. Wenn es Hybridaufnahmen gab, so wurden die Beine digital eingesetzt.

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