Test: Splinter Cell Conviction – Sam Fisher ist endlich zurück

Das neue Splinter Cell ist da – lange haben wir darauf gewartet. Es ist schneller, brutaler und ganz anders als seine Vorgänger. Doch wie schlägt sich Sam in seinem neuesten Abenteuer? Die Antwort darauf gibt es in unserem Test.

Für viele Fans hat die Splinter-Cell-Saga mit dem dritten Teil ihr Ende gefunden. Bereits im vierten Teil durften wir einen ganz neuen Sam Fisher erleben. Eine tragische Gestalt. Tief getroffen vom Tod seiner Tochter. Schleichen bei Tageslicht, neue Waffen und vieles mehr. Kurzum: Das Spiel hat mit dem vierten Teil viel von seinem Charme verloren. Natürlich war Double Agent auch ein gutes Game – aber es kam für mich nie an die ersten drei Teile heran.

Der fünfte Teil zeigt uns wieder einen ganz anderen Sam. Eine neue Gestalt. Er ist nicht länger eine willenlose Marionette. Kein Niemand, der sich in dunklen Ecken versteckt, ab und zu einen Witz reißt und soviel Charakter hat wie ein Stein. Nein, der neue Sam ist menschlich, hat Schwächen und Persönlichkeit.

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Blutiger Rachefeldzug

Sams Tochter wurde von einem betrunkenen Autofahrer umgefahren – ein Unfall. Oder doch nicht? Die Geschichte setzt dort an, wo der vierte Teil aufgehört hat. Der Protagonist erfährt, dass hinter dem Tod seiner Tochter doch mehr stecken könnte als zunächst vermutet. Also macht er sich auf den Weg, um die Wahrheit zu erfahren. Der Weg, den er beschreitet, ist brutal, blutig und voller Rachesehnsüchte.

Splinter Cell Conviction Test

Wenn Sam endlich an seine Zielperson herankommt, darf man sich als Spieler aussuchen, mit welchen Mitteln genau man sie befragen möchte. Dabei ist dem Ex-Spion jedes Mittel recht, um an die gewünschten Informationen zu kommen.

In Conviction erleben wir einen neuen Sam. Einen zornigen und aggressiven Sam. Eine völlig neue Seite von ihm. Stellt euch eine Mischung aus Jason Bourne und Max Payne vor. Dazu einige wenige Splinter Cell Elemente und Voilà: Sam Fisher.

Völlig neues Gameplay

Seien wir doch mal ehrlich: Splinter Cell war immer ziemlich cool. Es war nett sich an Rohren entlang zu hangeln und Kopfüber den Gegner von oben zu packen oder sich von hinten an ihn heranzuschleichen, um ihm im Würgegriff einige pikante Fragen zu stellen. Lichter ausschießen und vieles mehr. Doch sobald die Gegner dich entdeckt haben, warst du aufgeschmissen. Klar, du konntest zurückschießen. Aber sobald der Alarm einmal ausgelöst war, wurde das Spiel deutlich schwerer. Auf irgendeine merkwürdige Art und Weise hatten alle Gegner eine telepathische Verbindung. Wenn einer dich gesehen hat, hört man sofort den Alarm leuten. Außerdem war Sam in den Vorgängern immer träge. Er beherrschte zwar die ganzen coolen akrobatischen Tricks, aber wenn er gegen Gegner antreten musste, sah er dennoch schwach aus. Das alles ändert sich im fünften Teil.

Der neue Sam ist ein Raubtier. Man spürt förmlich die Macht, die von ihm ausgeht. 2 Gegner, 3 Gegner? Ah was wie wärs mit 10 oder 20. Alles kein Problem mehr. Die Stealthelemente sind noch da. Natürlich könnte man sich an ihnen vorbeischleichen und versuchen ungesehen zu bleiben. Oft hat man jedoch keine andere Wahl, als seine Feinde auszuschalten.

Dabei ist Fisher ziemlich agil und hat einige sehr coole Moves auf Lager. Mark & Execute nennt sich zum Beispiel eine neue Funktion. Damit kann man bis zu vier Gegner markieren und per Knopfdruck ausschalten. Kombiniert mit Sams neuen und überragenden Nahkampftalenten ist sie eine sehr effektive Waffe.

Splinter Cell Conviction Test

Wenn dich ein Gegner ertappt, ist das Spiel nicht mehr automatisch gelaufen. Man kann immer noch untertauchen und die Gegner wissen nicht mehr auf magische Art und Weise wo du dich versteckt hast, sondern suchen an deiner letzten bekannten Position – ebenfalls eines der neuen Features.

Außerdem gleichen Fishers Klettertalente nun eher denen vom Prinzen aus Prince of Persia – oder Lara Croft – wenn man so möchte. Um es kurz zu machen: Er klettert wie ein Affe.

Die Entwickler haben sich viel Mühe gegeben den neuen Sam beweglicher, gefährlicher und aggressiver zu machen und es ist ihnen sehr gut gelungen.

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  1. Hier nur mal mein ganz kurzer Test:

    – Die KI ist peinlich dumm. Selten was dämlicheres gesehen.
    – Die Steuerung entmündigt den Spieler, Sam kann fast alles alleine machen.
    – Die Präsentation ist klasse, keine Frage.
    – Hat fast nichts mehr mit „Splinter Cell“ zu tun, da man eigentlich kaum schleichen muss, sondern immer mehr ballern.

    Mein pers. Fazit:
    Unglaublich viel Potenzial verschenkt, der bislang schlechteste Teil der Serie.

  2. o.O ihr seit der zeit mit dem test aber schon n bissel hinterher, der test war auf gametrailers schon vor 2wochen oder so… und die schnellsten sind die auch net

  3. dieses spiel wurde letzte woche schon von yahtzee (zero punctuation@the escapist) auseinandergenommen, viel gutes wurde an diesem schmuckstück moderner einfallslosigkeit nicht gelassen.

        1. Danke für den Hinweis. Hab den Brötchenkrümel entfernt und dem Artikel ein paar „c“ spendiert … da fehlten nicht nur zwei :)

  4. Splinter Cell Conviction wird das unsägliche Digital Restriction Management von Ubisoft nutzen und ist somit ein No-Buy.
    Für alle dies noch nicht wissen. Ubisoft verlangt für alle aktuellen Spiele ununterbrochene Internetverbindung und läd Speicherspielstände auf ihre Server statt auf die Festplatte des Spielers.
    Diese Server sich bereits mehrfach ausgefallen und stundenlang unerreichbar gewesen. Ebenso sind korrumpierte Spielstände aufgetreten.

    Jeder Kauf eines Ubisoftspiels ist derzeit ein „Toll! Weiter so!“. Wer sich hingegen nicht auf so einen Schwachsinn einlassen will, der wartet bis Ubifail die Puste ausgeht.

    Es geht ja auch besser, wie Mass Effect 2 zeigt: Onlineaktivierung ist nicht nötig, aber wenn man es tut bekommt man netten, aber nicht essentiellen Content dazu. Ebenso bei Dragonage (beide Bioware). Nach der Verifikation ist Netzzugang nicht mehr nötig. Win – Win also.

    Was Ubisoft betreibt ist hingegen pure Raffgier die mal wieder nur die ehrlichen Kunden trifft. Denn der „unknackbare“ Kopierschutz wurde, wen wunderts, schon längst geknackt. Während die Kunden auf die Ubiserver warteten haben sich die Spieler mit gezogenen Kopien prächtig amüsiert.

    (@gizmodo: So eine zentrale Eigenschaft des Spiels, die für die Kaufentscheidung extrem relevant ist würde ich mir das nächste mal im Artikel wünschen.)

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