Australischer Zoll durchsucht Laptops nach Sex-Filmen

Die australische Sex Party, bei der es sich um eine Handelsvereinigung und nicht um einen vergnüglichen Samstagabend handelt, beschwert sich über eine neue Richtlinie für den australischen Zoll. Sie erlaubt es den Grenzern, mitgeführte elektronische Geräte nach Pornos zu durchsuchen.

Wer sich auf die Reise nach Down Under begibt, der muss ein Formular ausfüllen in dem er darüber Auskunft gibt, was er so alles mit sich führt. Seit einigen Monaten enthält dieses Formular auch die Kategorie „Pornografie“. Füllt man sie nicht aus, obwohl man nicht jugendfreies Bildmaterial mit sich führt, dann ist das ein Gesetzesverstoß. Gibt man den Behörden hingegen einen entsprechenden Hinweis, dann gehen sie die Sammlung durch …

Die Angabepflichten erstreckt sich auch auf privat aufgenommene Videos. Die Vorsitzende der Australian Sex Party, Fiona Patten, weist darauf hin, dass sogar gemeinschaftliches Plantschen in der Badewanne – auf Video festgehalten – ein Häkchen unter „Pornos“ in besagtem Formular erfordert.

Naja, die Regel gibt es seit letztem Herbst und erst jetzt kommt es zu öffentlicher Kritik. Das deutet meiner Meinung nach darauf hin, dass die australischen Grenzer es damit nicht besonders genau nehmen könnten. Dennoch bedeutet die Richtlinie einen dramatischen Einbruch in die Privatsphäre, der hoffentlich korrigiert wird, wenn sich die öffentlichen Proteste nun verstärken. Bis dahin sollte man seine Festplatte besser sorgfältig aufräumen, bevor man sich auf die Reise ins Land der Kängurus und Koalas begibt. [Brian Barrett / Tim Kaufmann]

[Via Sydney Morning Herald, Reddit]

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