Erfolgreiche Quanten-Teleportation über 16 Kilometer

In unserem kollektiven Gedächtnis ist Teleportation als der nächste logische Schritt nach fliegenden Autos verankert. Doch berücksichtigt man die jüngsten Erfolge, die Wissenschaftler bei der Teleportierung von Informationen zwischen 16 Kilometern (!) voneinander entfernten Photonen erzielt haben, dann könnte es doch sein, dass wir um die Geschichte mit den fliegenden Autos herumkommen.

Über eines müssen wir uns im Klaren sein: Seit Star Trek gehen wir davon aus, dass Teleportation Materie von A nach B befördert. Bei der Quanten-Teleportation werden allerdings „nur“ Informationen übertragen – im aktuellen Fall der Zustand eines Photons auf ein anderes. Der Effekt beruht auf dem Prinzip der Quantenverschränkung. Zwei miteinander verschränkte Photonen werden wie durch ein unsichtbares Band verbunden, was dazu führt, dass jede Änderung an dem einen Photon automatisch auf das andere übertragen wird.

Bereits früher hatten Wissenschaftler Informationen teleportiert, aber nur über Entfernungen von wenigen Metern. Die jetzt erreichte Strecke von 16 Kilometern bedeutet deshalb einen Durchbruch. Sie bestärkt die Forscher in ihrer Hoffnung, dereinst Informationen abseits traditioneller Signalwege übertragen zu können. Auf das Deck der Enterprise werden wir es mit dieser Technik zwar nicht schaffen. Aber die Sache mit den fliegenden Autos hat ja auch ihren Reiz. [Kyle VanHemert / Tim Kaufmann]

[Via Ars Technica, PopSci]

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  1. das bedeutet also, das man informationen ohne zeitverlust von punkt a zu punkt b uebermitteln kann…
    das wuerde bedeuten, das wenn man auf dem mars sitzt, ohne zeitverlust senden und empfangen koennte?

  2. Ich wüsste auch nicht, was daran auszusetzen ist. Das Prinzip ist zwar stark vereinfacht, aber wer will hier schon hochkomplexe Quantenphysik haben?
    Übrigens: Die Übertragung von Infos könnte man nutzen, um ein unglaublich schnelles Internet aufzubauen.

  3. Ich versteh zwar kaum was von dem Quantenzeugs, aber soviel ich weiß, dreht sich dabei eh alles nur um ein einziges Quant. Zwei Quanten können nicht miteinander verschränkt werden, glaub ich. Dieses eine Quant geht halt gleichzeitig nur zwei Wege bzw. befindet sich währenddessen in zwei Zuständen gleichzeitig. Das ist dann dieser verschränkte Zustand: Entweder Möglichkeit A oder B. Erst beim Messen dieses Zustands entscheidet sich, welcher Zustand es ist.

  4. Ich hätte auch mehr erwartet, allein von der Vermittlung der Grundinfos her.
    Wer hat wann und wo wie was gemacht? Kann man hier vergessen.
    Um keine Ahnung zu haben, brauche ich keinen.
    Die Augen tun mir nicht weh, aber der Kopf.

  5. ja, warum? für laien reicht das doch.

    was ich besonders cool finde: ne „funkverbindung“ zum mond geht so bestimmt auch, und in echtzeit.

  6. Zu eurer Theorie, mit diesem Verfahren instantan zu kommunizieren, könnt ihr euch mal den Artikel in der Wikipedia durchlesen:

    Die praktische Bedeutung der Quantenteleportation liegt nicht etwa darin, dass man Informationen oder gar Gegenstände damit überlichtschnell transportieren könnte. Das ist definitiv nicht der Fall.

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