Die Raumsonde Phoenix ist mausetot

Nachdem die auf dem Mars gelandete Raumsonde Phoenix sich auch dem letzten Versuch der Kontaktaufnahme per Funk verweigert hat, war schon klar dass sie tot ist. Eine Luftaufnahme zeigt nun das offensichtlich schwer beschädigte Gerät.

Aufgenommen wurden die Bilder von Orbiter, einer weiteren Sonde, die den Mars im Auftrag der NASA umkreist. Eigentlich sollten darauf hellblau leuchtende Solarpanels zu sehen sein, so wie bei den zum Vergleich herangezogenen Aufnahmen aus dem Jahr 2008. Nun aber sind die Panels schwarz. Die NASA geht davon aus, dass die Panels durch Frost zerstört wurden, nachdem im im vergangenen Mars-Winter mehrere hundert Kilogramm Eis auf ihnen lasteten. Auch der im Frühjahr einsetzende Tau konnte diesen Prozess nicht mehr umkehren.

Eventuell habe ich zu viele Roboterfilme gesehen, aber ein bisschen hoffe ich, dass wir in ferner Zukunft die Reste solch treuer Blechkameraden bergen werden. Schließlich waren es Roboter, die diese mutigen ersten Schritte für uns getan haben. [Mark Wilson / Tim Kaufmann]

[Via NASA, boingboing]

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  1. zum letzten abschnitt:

    sehe ich auch so. wenn es auch „nur“ technik ist, sie hat aber geschichte geschrieben und sollte nicht vergessen.

  2. Aber hallo. Das ist meines Erachtens das mindeste, was wir diesem kleinen Haufen Technik schulden. Das Ding hat weit länger durchgehalten als es sich jemals jemand vorgestellt hat und weit mehr, als man von so manchem Menschen sagen kann. Gehört auf ein Podest. ;)

  3. …wieso können die das knipsen und schaffen es nicht, die originale landefähre vom ersten mondflug zu fotografieren… ich hör schon wieder die verschwörer…

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