Verpasst Amazon den Anschluss an den Tablet-Markt?

Das JooJoo hat eines. Das WePad auch. Selbst das ultragünstige Archos 7 Home Tablet hat eines. Und das iPad sowieso. Nur der Kindle nicht. Über was ich hier so ominös rede? Über ein Farbdisplay. Und wie es scheint müssen sich Fans von Amazons Kindle noch länger gedulden, bis sie Bildbände, Magazine und anderen Content in voller Farbenpracht auf ihrem E-Reader genießen können.

Amazon-Gründer und Chef Jeff Bezos hat alle Gerüchte um eine kurz bevorstehende Einführung eines Farb-Kindles dementiert. Wie MarketWatch berichtet sagte er kürzlich zu dem Thema, dass sein Unternehmen „immer noch ziemlich weit entfernt davon sei, einen Farb-Kindle anbieten zu können“.

Fans von E-Readern werden argumentieren, dass der Kindle ohnehin in einer eigenen Liga spielt und eher mit den Readern von Sony als mit den oben genannten Tablets verglichen werden müsste. Ich wage aber zu bezweifeln, dass die Mehrheit der Kundschaft das genauso differenziert betrachtet. Gut möglich, dass Amazon durch die Verzögerung beim Farb-Kindle gerade seine Chancen auf dem boomenden Tablet-Markt verspielt. [Tim Kaufmann]

[Via MarketWatch]

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  1. Ich bin kein großer Ebook Fan, trotzdem hier es hier mehr als klar das es sich bei EBook Reader definitv um eine andere Klasse handelt.
    Es handelt sich eben um ein EBook Reader und nicht um ein Tablet…Die Mehrheit der Kundschaft wird das genauso sehen und sich das Gerät kaufen das für seine Zwecke am besten ist. Wenn sich jemand mit dem Thema Ebook Reader beschäftigt wird er einen großen Bogen um die „Farb-Tablets“ machen. umgekehrt wird sich jemand der Bilder anschauen will und Surfen kein Ebook Reader holen. Ziemlich einfache sache.

    Ob und wie der komplette EBook Reader Markt nun dasteht und ob die Nachfrage für solche Geräte da ist, das ist ein anderes Thema. Da kann aber auch Amazon nichts dafür. Das Gerät is genau für diese Klasse gut (wenn es auch bessere gibt) und man sollte tunlichst vermeiden diese z.b mit einem iPad zu vergleichen (auch wenn man auf dem iPad Bücher lesen kann, ist es primär dafür nicht nur entwickelt worden)

  2. Ich gebe Dr Gadget vollkommen recht. Wer einen Kindle kauft, der kauft ihn eben zum LESEN und nicht, um damit noch 100 andere Sachen zu machen. Der Vergleich im Artikel ist also echt daneben und überflüssig. Der Kindle ist eben KEIN Tablet.
    Und was soll denn bitte der Rückschluss auf möglicherweise sinkende Marktchancen aufgrund eines nicht vorhandenen Farb-Displays? Ich guck doch bei Hugendubel auch nicht nach ner Bunt-Version von nem Buch?!? Für Kinder vielleicht – aber für Erwachsene beim Lesen überflüssig. Und mal ehrlich: fragt die Leute mal, ob sie lieber 10 Stunden bunt lesen oder 4 Wochen grau.

  3. Tablets werden in Zukunft leichter, leistungsfähiger und günstiger. Der Kindle kann schnell unter die Räder kommen, wenn er nur schon beim Farbdisplay überfordert ist. Reine eReader müssen bald fast gratis sein, um mit Tablets mithalten zu können…

  4. Was die differenzierte Betrachtung anbetrifft, sind die potentiellen Kunden vielleicht schon weiter als Gizmodo-Redakteure.

    Die differenzierte Betrachtung entsteht schon allein dadurch, dass die Kunden unterschiedliche Nutzungsoptionen ins Zentrum stellen bzw. sich fragen, wozu das Gerät dienen soll: Will ich Bücher lesen oder will ich im Internet surfen und Pornos Filme gucken?

    Und genau diese unterschiedlichen Nutzungsoptionen stellen das Gerät zwangsläufig in den Kontext mit anderen Geräteklassen (sei es das heimische Notebook, der TV oder ein eInk-Reader). Für was sich dann letztendlich entschieden wird, ist dann egal und für die Frage nach der Differenzierung zweitrangig. Die nachgelagerte Frage ist dann: Wird der Kunde mit dem Gerät glücklich?

  5. Bei Ebook Reader geht es aber nicht um Leistung…Erst wenn die Tablets eine Batterielaufzeit von 1 Woche haben und man unabhängig vom Lichteinfall das Display einwandfrei ablesen kann, wird es für Ebook Reader vielleicht eng. Der Tag wird sicherlich kommen, soviel ist sicher, aber dafür muss dz.b die neue technologie wie z.b. Farbige E-Ink oder Oled erstmal bezahlbar und serienreif sein. Wenn das dann soweit ist, gibt es sicherlich auch farbige E-Book Reader oder eben Tablet das als E-Book Reader taugt.

    Bis dahin handelt sich hier um weiterhin um völlig unterschiedliche Technologien für zwei verschiedene Zielgruppen. Hier ein Vergleich zu starten ist völliger Blödsinn.

  6. wieso stilisieren die medien das ipad eigendlich zum ebookreader?
    es ist keiner, es arbeitet im additiven farbraum und ist daher zum lesen längerer texte ebenso ungeeignet wie jeder andere laptop/tablet whatever.
    nur weil das teil buchstaben darstellen kann und die bildzeitung hofft ihren schund damit zu retten heisst es nicht dass es sich dafür eignet.

    btw.: glaubt der axel-springer verlag eigendlich ernsthaft das die ipad zielgruppe bildzeitung ließt?

  7. Ein E-Reader ist ein E-Reader ist ein E-Reader.
    Die Zwangsvergleiche mit einem Tablet sind albern.

    Wir sprechen von der Lesbarkeit, von der Akkulaufzeit, vom
    Gewicht und nicht zuletzt auch vom Preis. Dagegen sehen
    alle (!) Tablets alt aus.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir bis jetzt außer einem
    Medienhype noch nicht viel von Tablets gesehen haben. Das iPad
    gibts nur in den USA und sowas wie der Archos 7 ist auch noch
    nicht verbreitet.

    Reden wir in 12 Monaten nochmal drüber. :)

  8. Aber es gibt doch auch schon so ähnliche bildschirme mit farbe bzw. welche die beides können also den modus vom kindle und normales lcd. Denke auch das die mehrheit auf dauer beides will, also ein tablet mit dem man auch gut lesen kann, und die wenigsten 2 geräte, und gegen apple und das ipad wird man sowieso keine chance haben, selbst mit 3d display und geruchsmittel.

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