Zehnter Suizid bei Foxconn: Weitere Mitarbeiter springen

Obwohl Foxconn seine Mitarbeiter angeblich Verträge unterzeichnen ließ, die ihnen das Versprechen abrangen, sich nicht umzubringen, ist ein weiterer Arbeiter aus einem Fenster des Firmengebäudes gesprungen und dabei ums Leben gekommen. Und das Stunden nachdem Foxconns CEO vor der Presse von den „hervorragenden Einrichtungen“ innerhalb der Fabriken geschwärmt hatte.

Offenbar reicht der riesige Swimmingpool jedoch nicht aus, um die Arbeiter bei Laune zu halten. Der 23-jährige sprang gestern gegen Mitternacht lokaler chinesischer Zeit und ist der zehnte Suizid-Fall innerhalb der Firma.

Laut einer Übersetzung von NowNews, teilte der Foxconn CEO Guo Tai-ming der versammelten Presse gestern mit, er „bräuchte Therapie“. Außerdem ordnete er das Anbringen von Sicherheitsnetzen um alle Firmengebäude an.

Reuters berichtete am frühen Morgen, dass in der Nacht eine weitere junge Frau gesprungen sei, jedoch überlebt habe. Diesen Monat gab es bei Foxconn somit 13 Suizidversuche mit drei Überlebenden. [Kat Hannaford / Florian Zettel] [NowNews and Xinhuanet via MIC Gadget]

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  1. 238 EUR für einen Monat buchstäbliche Vollzeitarbeit…

    3744 Arbeitsstunden (365 Arbeitstage – 52 “Feier-” Tage @ 12 Stunden Tagesarbeitszeit) pro Foxconn-Arbeiter pro Jahr bei 238 EUR monatlich … das macht dann, (12 x 238 EUR =>) 2856 EUR Jahresgehalt bei insgesamt 3744 Jahresarbeitszeit, insgesamt also 0,7628205128205128 EURO pro Arbeitsstunde in der Foxconn-Fabrik, iPods und wer weiß was bearbeiten… für 0,76 … 1-EURO-Job-Arbeiter bekommen hierzulande das doppelte bei weniger als der halben Arbeitszeit, letztenendes dasselbe Gehalt (zuzüglich Hartz4, etc.). Mir scheint, als würden wir wirklich mit den Chinesen konkurrieren… nur dass diese rechnerisch gesehen die doppelte Arbeit für’s halbe Geld machen, also einen mehr als vierfachen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Deutschen Hartz4-Arbeiter bieten. Die tradtitionelle chinesische Medizin lässt grüßen …:-)

  2. das ist wirklich hart wenn man sich das mal vor augen führt, aber wer weiß was dort ansonsten noch für krumme dinger hinter den kulissen ablaufen, ich finde man sollte da mehr hinter her sein…

    aber das würde ja dann wieder die macs und dells teurer machen:(

  3. Wenn die ordentlich bezahlt werden, dann müssten wir ja deutlich mehr für Apple Produkte zahlen :O
    *ironie off*
    Mal ganz ehrlich, wenn’s die Chinesen nicht mehr machen dann sucht sich Apple nen neuen Standort…
    Als wenn 700-800€ nicht schon genug für ein iPhone sind… Wenn das iPhone “sozial” hergestellt werden würde, dann müsste man bestimmt 1500€ dafür blechen…

  4. @inico

    die doppelmoral von apple ist doch erstaunlich. ihnen passt es auf der einen seite nicht dass die foxcon leute ausgebeutet werden, aber mehr zahlen wollen sie auch nicht, denn das würde heißen die überteuerten ipods noch teurer zu machen (was ja nicht gerade den umsatz steigert) oder bei der extrem übertriebenen gewinnspanne abstriche zu machen.

    also geht man lieber zu foxcon und sagt “macht was!” – und überlässt ihnen die probleme.
    wenn das so weiter geht springt der CEO von foxcon auch bald.

  5. so n quatsch. das hört sich an als ob die teile so teuer sind weil die produktionskosten so hoch sind. apple ist schlau, kaum einer kauft ein handy für 1,5k€.

  6. Apple ist so toll!!! Sie verbannen nicht nur Microsoft auf einen Platz hinter sich, wenn es um Börsenwert und Kapitalakkumulation geht, nein, sie tun auch noch effektiv etwas gegen die Überbevölkerung in China!!! Apple, you hipsters, we love you!!!

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