Was hat es mit dem Retina-Display fürs iPhone 4 auf sich?

Steve Jobs erwähnte ein neuartiges „Retina-Display“ fürs iPhone 4. Aber was genau ist ein Retina-Display? Abgesehen von einer werbewirksamen Wortschöpfung handelt es sich dabei um ein High-Ende-Display mit vier mal so vielen Pixeln wie bei herkömmlichen Displays gleicher Größe.

Es ist ein Bildschirm.

Ein recht netter. Mit 360dpi-Aufösung. Jobs: „Bei einer Auflösung um die 300dpi ist es dem menschlichen Auge nicht möglich, auf eine Entfernung von 25 bis 30cm einzelne Pixel auszumachen.“ Das offizielle Apple-Statement zum Display:

„All die revolutionäre Technik des iPhone 4 ist zwischen zwei glänzenden Panels aus Aluminium-Silicat-Glas versteckt - dem selben Glas, das für die Windschutzscheibe von Helikoptern und Schnellzügen verwendet wird. Das Glas ist chemisch bearbeitet und dadurch 30 mal härter als Plastik, höchst belastbar und kratzresistenter denn je.“

Es kommt der Qualität des iPad-Displays sehr nahe.
Das Display weist 78% der Pixel des iPads auf, allerdings auf einem wesentlich kleineren Raum. Das heißt Videos, Browsen, Apps – alles wird klarer denn je sein. Vor allem für die Abbildung von kleinen Schriften wird das von großem Vorteil sein.

Natürlich ist es besser als das Display vom iPhone 3GS.
Eine 800:1-Kontrastrate sagt nicht viel aus. Man weiß ja, wie irreführend Kontrastraten sein können – aber es klingt fantastisch für ein iPhone. In jedem Falle wissen wir, dass es eine vier mal besser Kontrastrate als das Display des aktuellen iPhones hat.
Auf dem oben zu sehenden Foto erkennt man den Unterschied.

Und natürlich ist es: ein großer Hype.

Wir kennen dich. Natürlich lässt du dich nicht von billigen Marketingtricks angeln. Letztendlich ist der von Apple veranstaltete Rummel um ihr Retina-Display nur ein Weg um zu sagen: Schaut her, wir haben ein ultrascharfes Display entwickelt. [Kat Hannaford / Florian Zettel]

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  1. Falsch. Die Druckauflösung wird üblicherweise in lpi (lines per inch) bemessen, da für die Simulation von Halbtönen ein Raster und keine Pixel gedruckt werden. Aus der Linienanzahl und Qualitätsfaktor wird dann die Bildauflösung berechnet, die für Strichbilder 1200 dpi und mehr betragen kann.

    Glaubt doch alle die Märchen, die Steve Jobs Euch erzählt. „Retina-Display“ – was für ne Verarsche, selten so gelacht. Ipone 5 hat dann bestimmt ein „Cortex-Display“.

    Ich wette, Jobs verbringt jeden Tag mindestens zwei Stunden in seinem schallgedämmten Büro, in denen er sich über die Dummheit seiner Kunden totlacht – iDioten sozusagen.

  2. Komisch, wenn ich für Printer (Digitaldruck) arbeite dann nehme ich Auflösungen von 300 dpi.

    Klaro, den Kunstkatalog würde man anders bearbeiten.

    Und sicher, die Raster werden nicht direkt aufeinander gelegt sondern verschoben… so kommen dann 4 x 300dpi/lpi = 1200 dpi für Cyan/Magenta/Yellow/Schwarz zusammen …

    Im Druck geht es dabei ja nicht primär um die „Auflösung“ sondern um das „kognitive, auf rezeptor seite stattfindene Mischen der Farben und nicht das physische Mischen auf dem Papierträger

    … also völliger Quatsch ist es nicht was Jobs da sagt. Pixel kann man bei 326dpi wirklich nicht mehr voneinander trennen.

    Aber ich stimme zu, die Wotschöpfung „Retina-Display“ hätten sie sich echt sparen könne.

    Diese Kunstgriffe sind überholt und unsinnig, zumal Apple jede Menge echte Argumente für Ihre Produkte liefert und sowas eigentlich nicht nötig hat.

    Und tatsächlich sollte diese Ortsauflösung bald bei allen übrigen Desktop-Displays ebenfalls erreicht werden.

    Dennis

  3. übrigens: was anderes machen digitale displays auch nicht, als drucke. es gibt auch dort farbmischung, nämlich pro pixel einen Farbpixel für Rot/Grün/Blau… also insofern hat das iPhone 4 Display analog zu Deiner Aufschlüsselung 3 x 326 dpi… 978 dpi…

    es wird also schwachsinnig wenn man hier die jeweiligen funktionalen Eigenschaften der „Bildwiedergabeverfahren“ zugunsten von hohen Zahlen durcheinander bringt….

    dennis

  4. Wow… fachsimpeln auf flachstem Niveau…

    @Wicked: Falsch! Die Auflösung für ein hübsches 60er Raster (übrigens in Linien pro cm bemessen) muss mindesten um die 2400dpi betragen. Ein 60er Raster wäre (wenn man es überhaupt vergleichen kann) equivalent zu ca. 150dpi (wobei dpi und lpi so ziemlich die selbe Größe darstellen, nur in unterschiedlichen Fachbereichen verwendet werden).

    Mal nach „Druckraster Wiki“ googeln… ein Beitrag auf Wikipedia Kapitel 1.1 bringt Licht ins Dunkle ;-)

    @Peter: lpi/dpi siehe Wicked… und auch wenn sie physikalisch nicht Rechteckig sind (was Pixel übrigens auch nur selten sind *G*), so kann man die Punkte auf einem Repro-Film doch mit gutem Gewissen mit Pixeln vergeleichen.

    @dennis: Dein Rechenbeispiel hinkt… 4 x 300dpi/lpi sind leider nur 4 x 300dpi/lpi was dann resultierend 300dpi darstellt. Digitaldrucker arbeiten nicht selten mit frequenzmodulierten Rastern, wodurch im vergleich zu Punktrastern eine subjektiv höhere Auflösung erreicht wird.
    Ein Pixel eine TFT/LCD/oder sonstigen Farbdisplay besteht in der Regel aus 3 (RGB) Subpixeln… erst alle 3 zusammengenommen sind ein Pixel. Es können aber auch durchaus mehr Subpixel ein Pixel ergeben (auch hier einmal bitte nach „Pixel wiki“ googeln).

    … Wikipedia ist so ne feine Sache … warum schaut da keiner vorher rein, bevor so ein Schwachsinn hier verbreitet wird?

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