OnLive Streaming-Games im Test

OnLive ist endlich gestartet und unsere Kollegen in den USA haben schon damit gespielt. Hierzulande ist der Dienst ja noch nicht verfügbar. Trotzdem ist der Testbericht für jeden Gamer eine Pflichtlektüre.

OnLive ist ein vollständig cloud-basierter Streaming-Service für Computerspiele. Euer Computer (PC und Mac werden unterstützt) nimmt nur noch Eure Befehle entgegen und übermittelt diese an die OnLive-Server. Dort ist die gesamte Spielintelligenz zuhause. Die Server berechnen die Reaktion des Spiels und errechnen daraus kontinuierlich einen Audio- und Videostream, der auf dem PC abgespielt wird. Im Idealfall nutzen Spieleentwickler die von OnLive bereitgestellte API. Alternativ greift man im Rechenzentrum auf echte Konsolen zurück und schickt deren Bild- und Tonsignale per OnLive-Stream auf den Computer.

Damit OnLive funktioniert, darf man – so die Wikipedia – nicht mehr als einige hundert Kilometer vom nächsten OnLive-Rechenzentrum entfernt sein. Im Prinzip ist Euer Rechner ein (gerne auch leistungsschwächerer) ThinClient, der an einer leistungsfähigen Online-Verbindung hängt.

Schnell, aber unscharf

Unser erstes Fazit? Die Antwortzeiten sind viel besser als wir je erwartet hätten. Zwischen dem Drücken einer Taste und der entsprechenden Reaktion des Prince (of Persia) konnte ich kaum ein Lag feststellen. Alles fühlte sich natürlich an und nichts erinnert daran, dass die ganze harte Rechenarbeit auf einem Server in einem entfernten Rechenzentrum erledigt wird. Naja, sofern man die Bildqualität mal außen vor lässt.

Was ihr hier seht ist ein unkomprimierter, in der Größe nicht veränderter Screenshot, den wir bei voller Auflösung angefertigt haben. Klickt ihn an, um ihn in voller Größe zu sehen.

Er ist unscharf. Matschig. Undefiniert. Als ob man auf der PlayStation 2 spielen würde und nicht auf einer aktuellen Konsole. Versteht das nicht falsch. Die Animationen sind flüssig und Bewegungen fühlen sich an, als würde ich direkt vor der Xbox 360 sitzen. Aber um die gewaltige Datenflut durch das Internet zu jagen, muss OnLive offensichtlich Bildqualität opfern.

Diesen Schnappschuss zeigt das mit 720p angelieferte Bild, das wir auf die Monitorauflösung von 2560×1600 hochskaliert haben. Alles was hochskaliert wird, sieht definitiv unscharf aus. In der ursprünglichen Auflösung von 720p sieht’s natürlich besser aus, aber alles andere als perfekt.

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  1. Moment! Sollte man OnLive nicht nutzen, um seinen PC nicht ständig aufrüsten zu müssen um den vollen Spielgenuss neuer Spiele zu erleben? Wenn ich die Grafik runter stelle kann ich es auch auf meinem alten Rechner spielen. Ich sehe den Sinn von OnLive also nicht so ganz.

  2. Danke für diesen Bericht. Darauf warte ich schon lange und auch ich sehe hier keinen Sinn in Onlive. Ich bin sowieso kein großer Freund von digital gekauften Spielen, zumal man hier auch noch ständig auf eine gute Internetverbindung angewiesen ist. Im Grunde wäre das nichtmal schlimm, vorausgesetzt die Qualität wäre besser und der Preis würde stimmen. Ich finde die Mietung in Ordnung, die Kaufpreise aber etwas übertrieben.

  3. Also die preise wären mir schonmal viel zu hoch, vorallem weil ja noch onlive gebühren kommen, und man wenn man kundigt nichts mehr hat, ich denke alle paar jahre nen neune rechner oder ne konsole wird dann mit wieder verkauf nicht teuerer werden.

    Und wie sowas mit lags aussieht wenn mal große menschen mengen zocken, und vielleicht alle zum releastag das neue cysis 2 auf max spielen wollen muss sich ja auch noch zeigen. Auch müssen ja erstmal soviele onlive zentren entstehen die alle alle spiele habe, wenn man nur weniger hundert km entfernt sein darf brauchts wohl alleine für deutschland bestimmt 10 solcher zentren, dazu kommen ja noch das an landesgrenzen die spiele aufhören müssen, damit man halt nur was in seinem land erlaubt ist zocken kann. Und dann kommt noch das problem mit den ab 18 titeln.

    Glaube udn hoffe das es kein erfolg wird.

  4. viel zu teuer viel zu schlechte qualität man kann nicht modden hat sein game nicht bei sich aufm PC

    alles im allen

    absoluter quatsch braucht kein mensch wird sich 100% nicht durchsetzen

  5. so dumm muss man erstmal sein

    ein game kaufen was auf einem anderen computer gespeichert ist loool

    gibt sicher genug deppen die das sogar machen

  6. Oh gott sind die Kommentare wieder dumm und beharren auf altem.
    Natürlich bietet OnLive noch nicht die Qualität die wir von unseren normalen PC-/Konsolenspielen kennen. Dazu ist die Infrastruktur noch gar nicht in der Lage.
    ABer diese Technologie wird sich durchsetzen. Wenn Glasfaser-Internet zum Standard wird, dann geht es rund.

  7. …außerdem liegt der Reiz ja bei den drastisch gesenkten Hardwareanforderungen!
    Ich finde die Vorstellung auf einem kleinem, schlankem net/notebook im Garten aktuelle Spieletitel spielen zu können ziemlich Verlockend.
    Ich denke auch das sich mit einem zukünftigen ausbau der I-net Infrastruktur, sich in diesem Gebeit einiges machen lässt.

  8. Also ich bin auch der Meinung, dass der Schritt in die richtige Richtung geht. Vor allem muss bedacht werden, dass das ganze System noch nicht ausgereift ist.

    Innerhalb von ein bis zwei Jahren können wir sicherlich mit verbesserter Grafikdarstellung rechnen. Abwarten lohnt sich.

  9. Naja der Test und das Fazit sind ja nicht verwunderlich. Der Dienst ist für Gelegenheitsspieler die keine potente Hardware besitzen, diese Spieler haben bestimmt keinen 720P 2560×1600 Pixel Monitor… den hab ja noch nicht mal ich.

    Die Idee des Dienstes ist gut, man könnte aber den Fokus auch noch etwas mehr auf ältere Spiele legen die dann wirklich zu einem günstigen Preis genutzt werden können.

    Es wird sicherlich noch ein paar Jahre dauern bis da Konzept aufgeht, aber irgendwo muss man ja anfangen, das scheinen einige aber nicht zu verstehen.

  10. Ja, super…

    Befürchte das wird ähnlich wie Steam viele exklusive Titel herausbringen. Dann hört einerseits das DRM-Gegängel auf, aber Kontrolle über das Spiel geht ebenfalls verloren:

    – Savegames nurnoch online verfügbar
    – Im Stadtgarten hat man seinen Spass, auf dem Lande sehe ich schwarz
    – Modden der Spiele fällt vollkommen raus
    – Die Spiele bleiben auf hohem Preisniveau
    – Spiele, die nicht populär sind werden evtl nach ein paar Jahren (ähnlich wie die Multiplayerserver) „abgeschaltet“, das wars dann.

    Lol, ich sehs schon: FIFA 2020 wird nach zwei Jahren abgeschaltet. Wer dann noch Fußball zocken möchte kaufe sich bitte FIFA 2022…

    Schöne neue Welt…

  11. Ihr denkt alle nicht besonders weit. Das Streamen von Spielen eröffnet doch völlig neue phantastische Möglichkeiten.
    Der Client wird unbedeutend, wahrscheinlich gibt es die Konsolen künftig geschenkt zum Vertrag dazu, ihr könnt dann die gleichen Spiele mit gleichen Savegames auf eurem PC, Laptop, Handy, Konsole und Tablet spielen – alle mit perfekter Grafik. Die Rechner werden billiger und ihr müsst nicht dauernd upgraden – das macht onlive für euch. Die Grafik, Logik und Physik der Spiele wird sich drastrisch verbessern. Bisher war ein Spieleentwickler auf 2 bis 4 CPU-Cores, wenige Gig Ram und eine lahme Grafikkarte beschränkt. Künftig können eure Spiele von ganzen Serverfarmen berechnet werden, ich träume schon von Real-Time-Photon-Tracing und grandios detaillierter Physik.
    Raubkopieren geht dann auch nicht mehr, das könnte sich mittelfristig sogar in niedrigeren Preisen für die Spiele niederschlagen.

    Aber meckert nur weiter und sagt, das bräuchte kein Mensch. Ich wette, in drei Jahren habt ihr alle einen Account bei einem Anbieter von Cloud-Based-Gaming.

  12. Kommt Zeit, kommt Rat.
    Ich denke auch das der Dienst durchaus verlockend ist, für Situationen in denen man früher sonst nicht spielen konnte. Auch können so beispielsweise jugendliche WoW-Suchtis im Urlaub mit den verbliebenen Sozialkontakten per Smartphone kurz ein paar Stunden spielen. ;-) Schlechter Gag aber solche oder ähnliche Situationen stell ich mir dabei vor.

  13. Abgesehen von der Hardware die dafür genutzt werden kann, – das ist nur ein Pluspunkt den alle hier als Mega-Argument dafür nutzen, dass OnLive ein Erfolg werden MUSS was ich schonmal lächerlich find.

    Denn OnLive weist mehrere Minuspunkte auf:

    Bildquali, wie gesehen
    Preise, teilweise teurer als im Laden für aktuelle Konsolen
    Virtuell, das Spiel kann jederzeit verloren gehen (Account Kündigung, Zeitablauf)
    Nix in der Hand, das spiel kann nicht gebraucht weiterverkauft werden
    Bei Bezahlung zahlt man nicht für das Spiel, sondern für den Zugang dazu
    Das Spiel selbst liegt woanders, gehört dir nicht, obwohl teurer als im Laden

    Dagegen wie genannt ein Pluspunkt:

    Hardware fast unwichtig, nur die Internetverbindung muss schnell genug sein
    (was eig ein halber Minuspunkt is, denn kaum einer hat gute Leitungen die eine schnelle Verbindung zulassen)

    DAS hat nix mit „auf Altem beharren“ zu tun, das sind einfach nur Fakten die aufzeigen, warum es auf Dauer kein Erfolg werden kann.
    Und Glasfaserkabel sind eig schon Standard, nur werden sie kaum verarbeitet, weil sich das keiner leisten kann preislich gesehen. Davon aber mal abgesehen sind Glasfaserkabel auch anfälliger für Schäden, so ein Kabel geht schonmal schnell kaputt und dann für unheimlich teures Geld ein neues kaufen…

    OnLive lohnt sich imho nicht, da sollte man sich echt überlegen ob man nicht doch bei den echten Konsolen bleibt und ohne schlechtes Gewissen seine echten spiele drauf spielen kann – und das sogar online sowohl als auch offline! :D

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