Lockert Apple seine iBook-Zensur?

2008 wies der Apple App-Store die App für „Knife Music“ zurück, einer Novelle von CNet-Editor Dave Carnoy - er wurde gezwungen das Buch zu zensieren um Genehmigung zum Vertrieb zu erhalten. Nun, unterstützt von einem großen Verlag, wurde eine „Knife Music“-App im App-Store veröffentlicht. Inklusive unartiger Sprache.

Um seine App Anfang 2009 veröffentlichen zu dürfen, änderte Carnoy seinen Titel „Fuck me like you mean it“ ins unwesentlich mildere „F me like you mean it“. Zusätzlich änderte er einige „shits“ in „damns“ und „craps“ um.

Nachdem sich die Paperback- und die Kindle-Version schnell verkauft hatten, erschien eine halbierte Version, allerdings unzensiert, im App-Store.

Was bedeutet das nun? Apple scheint seine Zensur-Politik ein wenig zu lockern. Das ist eher überraschend, da ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Apple den Rotstift nur äußerst ungern zur Seite legt. Die unzensierte Veröffentlichung der grafischen Novellen „Ulysses“ und „The Importance of Being Ernest“ zeigt ebenfalls, dass Apple ein wenig von seinem Standpunkt abzurücken scheint.

Man darf gespannt sein, wie Apple sich in Zukunft in Sachen Zensur platzieren wird. Aber der Umgang mit „Knife Music“ lässt zumindest etwas Hoffnung aufkeimen.

Wie dem auch sei: „Knife Music“ ist nun im App-Store erhältlich – samt einiger Schimpfwörter. Schaut es euch an. [Kyle VanHemert / Florian Zettel] [iTunes]

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