Der Vater der Mobiltelefone sorgt sich um seine Kinder

In einem Interview mit CNN äußert Martin Cooper, der Mann, der 1973 für Motorola das erste Handy entwickelt hat, er hätte schon damals gewusst, dass seine Erfindung einmal allgegenwärtig sein würde. Allerdings seien die heutigen Smarthphones komplizierter, als er jemals gedacht hätte.

Cooper gegenüber CNN: „Wir wussten, dass irgendwann jeder eines dieser Telefone haben würde, aber ich konnte mir kaum vorstellen, das dies noch zu meinen Lebzeiten geschehen würde.“ Das tat es aber. Und nun gibt es fast fünf Milliarden Mobiltelefone auf diesem Planeten.

Die Mobilfunkindustrie wurde immer größer und ihre Entwicklungen immer komplexer und vielfältiger. Stetig wurden neue Eigenschaften und Fähigkeiten hinzugefügt. Allerdings auch mehr Komplikationen. Und wenn es nach Cooper geht, oftmals zu viele davon:

„Ich muss sagen, dass auch wenn wir damals große Träumer waren, keiner von uns jemals gedacht hätte, dass man all das in ein einzelnes Gerät packen könnte. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob das eine so tolle Sache ist. Die Telefone sind unglaublich kompliziert geworden, teilweise so schwierig zu bedienen, dass man sich fragt, ob sie für Ingenieure oder normale Leute entwickelt wurden.

Ich glaube, bald werden wir wieder Telefone haben, die einfach nur Telefone sind. Simpel und unkompliziert. Meine Frau und ich haben bereits eine Firma gegründet und sie hat das Jitterbug designt – ein simples Telefon.“

Natürlich bleibt Cooper dennoch auf dem Laufenden, was die neuesten Entwicklungen und Technologien rund um seine Erfindung angeht: Er hatte ein iPhone, gab es allerdings seinem Enkel, und benutzt nun ein Motorola Droid. Und falls ihr euch fragt, was er darüber denkt: „Ich finde, die Android-Geräte holen stark auf. Die neueste Version ist mindestens genauso gut wie das iPhone, wenn nicht noch besser.“ [Kyle VanHemert / Florian Zettel][CNN]

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  1. „Ich finde, die Android-Geräte holen stark auf. Die neueste Version ist mindestens genauso gut wie das iPhone, wenn nicht noch besser.“

    DaDamm

    wo er recht hat, hat er recht :)

  2. der gute mann wird scheinbar alt.
    natürlich wird alles komplexer, komplizierter – stillstand ist rückschritt und fortschritt ist evolution.

    die neuen generationen passen sich dem an, wären die neuen geräte tatsächlich ZU kompliziert würde es keinen markt dafür geben, den gibt es aber – und nicht nur dass: es wächst auch ständig.

    baut telefone für alte menschen. ich will einen taschencomputer!

    1. „stillstand ist rückschritt und fortschritt ist evolution.“

      Wie wär’s mal damit, Deleuze/Guattari zu lesen, statt dummes Gesabbel von Werbeanzeigen zu nachzuquatschen?

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