Endlich: Gescheite Touch-Oberfläche für Windows 7

Steve Ballmer versprach ja ein ganzes Füllhorn von Tablet-PCs mit Windows 7, das sich zum Jahresende über uns ausschütten wird. Schützenfhilfe erhält er von der Firma UI Centric, die ihre Macallan genannte Touch-Oberfläche für Windows 7 nun in einem Video präsentiert hat.

Wie das Video zeigt sieht die Oberfläche schon in der aktuellen Entwicklerversion sehr vielversprechend aus und läuft flüssig. Man kann Seiten umblättern, um zum Homescreen zurückzukehren, oder auf eine darunterliegende App zu schauen (Multitasking!), bevor man wieder zur aktuellen Anwendung zurückkehrt.

YouTube Preview Image

In der Demo ist auch von Unterstützung für Flash und Silverlight und Kameras die Rede. Die Jungs bei Neowin hat das so beeindruckt, dass sie von einem „insgesamt einfachen Oberflächenkonzept“ sprechen, „das auch Liebhaber von iOS-basierten Geräten beeindrucken wird.“

Richtig gut: Macallan wird nicht im Labor verstauben. UI Centric hat angekündigt, dass noch im laufenden Quartal ein großer Hersteller ein Tablet mit der Oberfläche veröffentlichen werde. [Jack Loftus / Tim Kaufmann]

[Via Neowin]

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      1. Tja, „Blubb“: wo er Recht hat hat er Recht. Die Trägheit der Bedienoberfläche ist mir auch als allererstes aufgefallen. Auch wenn Dir das nicht gefällt. Schau Dir mal das Umblättern genau an oder wie spät das Scrolling einsetzt.

        Und ja: das iPad eignet sich mit Sicherheit hervorragend als Lektüre auf der Toilette…

        1. Und nur Deppen glauben, dass ein System auf dem gar nix außer der Beta-Software läuft, später unter Vollast und installierter Office-Suite etc. schneller laufen wird. Solche generellen Designfehler kann man wunderbar beim 1&1-Pad und beim Archos-Pad bewundern (das ist dann allerdings wirklich lahm).

    1. was gibts an den designs des Zune HD und des XBMC auszusetzen??!

      ich seh mir meine filme nur im xbmc an. es ist ausserdem das einzige programm, das auf meinem eher lahmen laptop 1080p filme ohne ruckeln abspielen kann, welches mir bekannt ist.

  1. Optisch passt es zu Windows phone 7 series. Diese Richtung sollte Microsoft einschlagen: eine Oberfläche, die vollständig auf Fingerbedienung angepasst ist. Es macht keinen Sinn eine Oberfläche für Finger und Maus gleichermaßen zu designen.

  2. Ich benutze seit einem Viertel Jahr Win7 mit einem Touchscreen (eigentlich zur Steuerung meines MedienPCs). Das ist leider nix halbes und nix ganzes. Ein paar Funktionen sind wirklich wunderbar für Touchscreen ausgelegt, aber alles was mit Dateimanagement zu tun hat, erfordert dann doch wieder die Maus – leider.
    Insofern fände ich einen gescheiten grafischen Aufsatz für Touchsysteme optimal. Aber was ich in dem Video gesehen habe – na ja. Die native Win7-Touchunterstützung ist ja schon eher gemütlich, aber die Performance von dem Tablet im Film ist gruselig. Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht wird dann alles doch schneller und schöner …

  3. Ich seh da eine nicht fertige Version des ui Centric und dem Apple Fanboy fällt nichts besseres ein, als – wie erwartet – erst einmal zu hetzen …

  4. so träge finde ich das nicht.
    das „multitasking-blättern“ hängt zwar ne sekunde hinterher aber sonst schaut das ganu flüssig aus.

    1. Stimmt. Das Media Center funktioniert ganz gut damit, was man von den Add-Ons wie ShoutcastMC etc. nicht behaupten kann. Da ist man wieder auf die Tastatur angewiesen. Und warum Microsoft die wirklich gute Win7 Screen-Tastatur im Media Center nicht nutzt, bleibt mir verschlossen. Für die alphabetische Schnellsuche (nicht die über die Suchmaske) nach Musikalben brauche ich dann doch wieder die Tastatur. Leider. Und der Versuch Dateien zu kopieren, umzubenennen etc., das wird mit Touchscreen fummelig.

  5. Also Ihr könnt Euch ja weiter an Apples langweilig-quadratisches Schachbrettsystem halten. Ich finde die Blätter-Metapher und das Look and Feel schick. Die gelungene Ablösung für Apples in die Jahre gekommene Design mit seinen langweiligen Überblendungseffekten. Die Verzögerung, die in dem Video zu sehen ist, wird mit Sicherheit noch herausoptimiert oder mit stärkerer Hardware ausgeglichen.

    1. …Ablösung für Apple im Tablet-Markt?
      Du träumst wohl.
      Microsoft bearbeitet den Markt seit 10 (oder sind’s schon 12 Jahre seit XP?) Jahren
      und kriegt nichts auf die Reihe…

      1. Microsoft kriegt nix auf die Reihe? Große Töne und nie ein Windows-7-TabletPC in den Händen gehabt. Vergleich mal die Handschriftenerkennung von Windows 7 mit der von Apple. Dann wird Dir klar, warum Apple bei einem Gerät, das eigentlich prädestiniert für die Verwendung als digitaler Notizblock ist (Millionen von Studenten warten auf sowas, weil die Windows Tablets zu teuer sind), die Handschriftenerkennung weglassen muss – die Handschriftenerkennung bei Apple ist schlichtweg seit Newton-Tagen (ich hatte einen) eine Farce, die sich bis heute in MacOS fortsetzt (Wacom-Tablet an Snow Leopard anschließen und ausprobieren!). Treibt einem die Tränen in die Augen. Und ne geeignete Applikation für die Organisation von Notizen wie OneNote bei Apple? Auch Fehlanzeige. Die Verknüpfung von handgeschriebenen Texten und Audioaufzeichnung bei Apple? Fehlanzeige. Sprachsteuerung und Sprachtexterkennung aufm iPad? Fehlanzeige. Handschriftliche Notizen, Markerfunktionen in iBooks? Fehlanzeige.

        Das einzige, was Apple gemacht hat, war, die Tastatur vom Netbook als Software nachzubauen und die Hardware wegzulassen. Multitouch gibts bei Windows TabletPCs schon mehrere Jahre (im Lenovo X60t seit 2008).

        Das iPad hat nur Erfolg, weil Apple sich an die Zielgruppe richtet, die bisher mit nem PC überfordert waren, hin und wieder mal der Familie ein Mail schreiben, ihren Stuhlgang twittern und Wetter-Apps benutzen. Microsofts Zielgruppe waren immer ambitionierte Nutzer. Apple kann zwar erfolgreich ein Produkt vermarkten, aber innovativ ist es nicht.

        Ich jedenfalls freue mich auf ein Pad, das (hoffentlich) Wacom-Technologie und Multitouch vereint und sowohl als Schreibblock als auch als Surfmaschine verwendbar zu sein.

        1. Befürchte leider, dass das mit Wacom-Technologie dann doch eine ziemlich teure Angelegenheit wird (s. Cintiq). Aber mal was anderes: Win7 unterstützt ja zwar Multi-Touch, aber für den Alltagsgebrauch (Dateimanagement etc.) ist es nur halbherzig umgesetzt. Wie sieht das denn bei den reinen Tablet-PCs aus. Läuft da ein gesonderter grafischer Aufsatz? Dann könnte man den ja evt. auf einen gewöhlichen Win7-Rechner aufsetzen.

        2. Ich verwende den Stift und weniger Multitouch. Da ich das Tablet ohnehin meistens für Notizen und Mitschriften benötige, ist es für mich umständlich, erst den Stift abzulegen und auf Multitouch umzuschwenken – ist also Usecaseabhängig.

          Mit dem Finger Dateioperationen vorzunehmen, ist aber unproblematisch, wenn man die Dateiansicht auf große Icons umstellt. Die Bedienung des Onscreen-Keyboards ist ebenfalls kein Problem. Die Treffsicherheit in Menüs kann man verbessern, wenn man sie auf große Schrift umstellt. Aber für reine Fingerbedienung ist Windows 7 trotzdem nicht optimiert.

          Wenn sie hingegen eine Oberfläche wie aus dem bekannten Mediacenter anpassen, sollte aus Windows 7 mit der Tablet-Erweiterung die eierlegende Wollmilchsau werden.

          Und ja – Wacom ist teuer, hat aber zahlreiche Vorteile, wie z.B. die Druckempfindlichkeit, mit der man auch mal digitale Zeichnungen anfertigen kann. Ich kann mir hier sehr gut verschiedene Klassen von Pads vorstellen: Billigpads von 1&1 für die, denen iPad zu teuer ist, dann die Geräte im Bereich des iPads und Pads (=Tablets mit entsprechender Rechenleistung) für professionelle Anwender, die Handschriftenerkennung, flexible Installationsmöglichkeiten und Druckempfindlichkeit benötigen.

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