Meta Cookie schmeckt dank Virtual Reality beliebig

Die Wahrnehmung hat einen großen Einfluss darauf, wie etwas schmeckt. Man schmeckt mehr oder weniger, was man erwartet zu schmecken. Nur deshalb kann ein Virtual-Reality-Helm den Geschmack eines Kekses ändern.

Meta Cookie wurde von Forschern der Universität Tokio entwickelt. Es besteht aus einem großen, alten Helm mit Videobrille und einer Duftquelle, die sich mit verschiedenen Gerüchen bestücken lässt. Im Experiment zeigt sich, dass diese beiden Elemente und unterschiedlich texturierte Kekse ausreichen, um geschmacklich eigentlich identische Kekse sehr unterschiedlich schmecken zu lassen.

Ich würde mir dann aber doch wünschen, dass daraus kein marktfähiges Produkt wird. Es ist doch ein Unterschied, ob man eine Sardine für Steak hält, oder ein echtes Steak isst. Auf der anderen Seite, wenn ich so an den Kantinenfraß denke … [Adam Frucci / Tim Kaufmann]

[Via Discoblog, io9]

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  1. Alles gut und schön, aber selbst Videobrille und Duftsprüher können den verbrannten Geschmack von mit Lötkolben markierten Keksen nicht überlagern.

  2. Wenn man bedenkt, dass der Geruchssinn dem Geschmackssinn sehr aehnlich ist und einen grossen Einfluss auf den Geschmack hat – es sind definitiv unterschiedliche Geschmaecker, wenn man zum keks unterschiedliche Geruchsstoffe in die Nase bekommt. Das hat mit VR nix zu tun und klappt auch ohne Helm.
    Umgekehrt: wenn man sich die Nase zuhaelt (also den Geruchsteil abschaltet), schmecken oft auch Dinge, die man sonst nicht runterkriegen wuerde.
    Statt VR-Helm und Duftsprueher koennte man auch verschiedene Saucen ueber den cookie giessen. Das waere sensorisch gesehen dasselbe.

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