Hitachi LifeStudio: Festplatte mit angehängtem USB-Stick

Hitachi hat an seinen neuen externen Festplatten einen USB-Stick befestigt. Ausgewählte Verzeichnisse werden zwischen Platte und Stick synchronisiert, so dass man den Stick nach der Arbeit nur abziehen braucht, um die Daten mitzunehmen. Kommt man zurück und steckt den Stick an, werden geänderte Daten auf die Platte übertragen.

Eigentlich handelt es sich gar nicht um einen USB-Stick, sondern einen USB-Speicherkartenleser, in dem Hitachi eine microSD-Karte mit 4 GByte untergebracht hat. Das soll dem Nutzer die Flexibilität geben, den Speicher bei Bedarf aufzurüsten. Denn nur der Hitachi-Stick kann mit der Platte Kontakt aufnehmen: an seiner Unterseite befindet sich eine kleine Aussparung für die Kontakte an der Dockingstation, ein Magnet hält ihn in Position. Unter der Kappe des Sticks verbirgt sich ein normaler USB-Stecker, so dass man ihn an jeden anderen Rechner anstecken kann.

Die LifeStudio getauften Platten gibt es im 2,5- und 3,5-Zoll-Format. Hitachi legt ihnen eine Software bei, die Daten organisiert, Verbindung zu Social Networks aufnimmt und Backups anlegt. Sehr clever: weil viele Anwender externe Platten zunächst formatieren und damit eventuell auf den Laufwerken gespeicherte Programme des Herstellers löschen, hat Hitachi den Platten einen kleinen, internen Flash-Speicher spendiert, auf dem man die Software ablegt.

Allerdings bietet die Software noch Raum für Verbesserungen, wie sich bei einer Demonstration in der Redaktion zeigte. So durchforstet sie alle Datenträger nach Musik, Fotos, Videos und Dokumenten, um sie ihren Index aufzunehmen – der Anwender hat keine Möglichkeit, die Datensuche einzuschränken. Zudem werden beispielsweise Fotos nach Jahren sortiert, wobei aber nicht das Aufnahmedatum aus den Metadaten herangezogen wird, sondern das Datum der Datei, das sich durchaus ändern kann, wenn der Anwender das Bild bearbeitet.

Die Anbindung an Facebook, Flickr und Picasa ist praktisch, kann man doch so nicht nur schnell Fotos hoch- und runterladen, sondern auch die Alben von Freunden anschauen und deren Bilder kommentieren. Leider werden aber die Kommentare nicht in der Hitachi-Software angezeigt. Das Unternehmen verspricht jedoch, die Software stetig zu überarbeiten und zu erweitern – es ist also anzunehmen, dass die kleinen Schwächen noch beseitigt werden.

Backups kann die Software übrigens nicht nur lokal auf Festplatten anlegen, sondern auch online. Zu jeder Platte gibt es 3 GByte Online-Speicherplatz, kostenlos und zeitlich unbeschränkt, der gegen Geld erweitert werden kann.

Die Preise der LifeStudio-Festplatten

LifeStudio Mobile (2,5-Zoll-Modell ohne USB-Stick)
250 GByte: 64,95 Euro
320 GByte: 74,99 Euro
500 GByte: 89,99 Euro

LifeStudio Mobile Plus (2,5-Zoll-Modell mit USB-Stick:
320 GByte: 89,99 Euro
500 GByte: 104,99 Euro

LifeStudio Desk (3,5-Zoll-Modell ohne USB-Stick)
500 GByte: 74,99 Euro
1 TByte: 94,99 Euro
2 TByte: 144,99 Euro

LifeStudio Desk Plus (3,5-Zoll-Modell mit USB-Stick)
1 TByte: 109,99 Euro
2 TByte: 159,95 Euro

Im Laufe des Jahres will Hitachi die Platten dann auch einzeln, ohne die Dockingstation verkaufen. [Daniel Dubsky]

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