Test: Achtung Supermarkt – Auf den Grundpreis kommt es an

Die iPhone-App hilft dabei, sich vom angeblichen Sonderangebot im Laden nicht überrumpeln zu lassen und erlaubt es, ohne Kopfrechnen selbst nachzuprüfen, welche Marke und welche Packung die günstigere ist.

Für 79 Cent bekommt man mit Achtung Supermarkt eine sehr einfache App, die einen klares Ziel verfolgt: Mogelpreise und versteckte Wucherangebote zu identifizieren und generell für mehr Transparenz beim Einkauf zu sorgen. Die Software bietet zwei Eingabebereiche: oben Produkt A und unten Produkt B. Zu beiden trägt man erst den Preis, dann die Menge des Packungsinhalts ein. Die Maßeinheit lässt sich mit einem Fingertipp umschalten, zum Beispiel von Stück zu Gramm oder Liter.

Aus Preis und Füllmenge errechnet die App den Grundpreis, beispielsweise pro Kilogramm. Das klappt auch ohne ein Vergleichsprodukt, beispielsweise wenn die Kennzeichnung am Supermarkt-Regal unvollständig ist. Gibt man jedoch auch ein zweites Produkt ein, markiert Achtung Supermarkt das günstigere durch eine grüne Einfärbung, das teure durch einen roten Farbcode.

Steht man also vor dem Regal mit dem Müsli und hat keine direkte Vergleichsmöglichkeit, weil die eine Cerealienbox 500 Gramm enthält, die andere aber 375 Gramm, und zu allem Unglück kommen die unrunden Preise von 2,15 und 1,29 Euro hinzu, die das Kopfrechnen nicht gerade fördern, genügt ein Griff zum iPhone: Die Hirnakrobatik kann man sich mit Achtung Supermarkt sparen. Und einiges Geld noch dazu.

Bildergalerie

Fazit
Die App Achtung Supermarkt ist so simpel wie nützlich. Auf umständliche Eingaben und viele Parameter verzichtet man bewusst – schließlich will niemand im Supermarkt Wurzeln schlagen. [Jacqueline Pohl] [Im App Store kaufen]

errechnet Grundpreise

vergleicht Grundpreis mit zweitem Produkt

simple Bedienung für sofortige Ergebnisse

Schnell-Tasten für 99, 49 und 50

Packungsgrößen nach Stück, Liter, Milliliter, Gramm und Kilogramm

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  1. Unglaublich. Ich kann mich leider bei diesem ernst gemeinten Review nicht mehr zurückhalten:

    In jedem Supermarkt steht (zugegeben, klein geschrieben, aber vorgeschrieben nach § 2 PAngV) der ml/g/kg/m²-Preis mit auf dem Preisschild, was einen Vergleich unglaublich einfach macht, ohne irgendein elektronisches Gerät zücken zu müssen. Außerdem braucht man kein Programm für ein Telefon um den Kram mal eben im Kopf zu überschlagen. Hilft auch dagegen, dass man das Kopfrechnen ganz verlernt und die graue Masse endgültig degeneriert.
    Das gleiche gilt für Navis etc.

    Leute, mal ehrlich. Schaltet bitte das Hirn wieder ein.

    1. Genau das gleiche hab ich auch grade gedacht.
      Im Rewe, Lidl oder Aldi steht es zu 95% dort,
      wenn es nicht grade ein Computer oder so ist ;)

      1. Tach, das ganz nützt nur nix, wenn da dann bei einem Produkt der Grundwert „Pro Waschladung“ und bei einem anderen Gram ist. Besonders fies ist es, dass „Pro Waschladung“ nicht mal einem Standart entspricht.

  2. Ein weiterer Schritt in Richtung Volksverdummung – Sorry, aber wenn man nicht mehr mal Kopfrechnen kann oder will ist das ein trauriges Zeichen unserer Gesellschaft.

  3. Erst die Sache mit „Amazon-Exklusiv-Vertrieb“ und jetzt diese völlig überflüssige App.. Geht ihr überhaupt mal in den Supermarkt? An JEDEM Preisschild steht klein der Preis / Menge.

  4. da liegst du leider falsch @pyro, wie horst schon sagt: es stet ja eh schon da – so gesehen ist diese software echtes gehirnjogging, denn man muss sich ja daten merken, diese eintippen, das ergebnis abwarten und dann, wenn man zu den mentalen leistungsträgern gehören will, kann man eben dieses auch noch mit der vorgabe am preisschild (ja, da wo das ergebnis in klein vorweggenommen wird) abgleichen und voller stolz sagen: ey, stimmt! also bitte, nicht immer rumschreien, nur weil ihr das volle potential dieser app nicht erkennt. das sollte einem doch 79c wert sein!

    1. Es geht um das Grundlegende, was die App präsentiert. Das 100g/1kg im Preis ausgeschildert sind, ist Gesetz. Wer das App unbedingt als ehiernjogging braucht, bitte, kaufen auch genug leute Dr. Kawashima.
      Ich habe lediglich meinen Standpunkt geäußert, was aus der Gesellschaft wird wenn für jede Kleinigkeit ein App oder sonstiges gemacht/genutzt werden muss.

      (Gibts schon 00 QuickGuid WC als App :P ?)

  5. Neee, wirklich. Wie die Vorredner schon meinten: Steht alles am Regal dran. Nun gut, vielleicht nicht im Asien-Supermarkt. Aber da hat mir bei schwindender Fähigkeit der Division im Kopf der Rechner auf dem iPhone im Zweifel auch weitergeholfen.

  6. @ Horst
    Grundsätzlich hast Du Recht, aber ich habe festgestellt, dass immer mehr Läden die Auszeichnung wohl „vergessen“. Wer dann noch unter Zeitdruck steht kann damit schneller vergleichen und sicher oft sein blaues Preis-Wunder-Schild erleben.
    Überschlagen hilft manchmal, reicht aber nicht immer aus.
    Aber kaufen werde ich es mir auch nicht. :o)

    1. @iRon: Aber dann kannst Du – unter Zeitdruck – genauso schnell den Taschenrechner deines Mobiltelefons jeglicher Bauart seit Anno Dazumal zücken, oder?! Zeit spart das hier nicht so recht.
      Davon abgesehen hat, wer 0,79€ für die App über hat und zufällig auch noch 300-600€ für’n blödes Telefon (so seh ich das nebenbei) ausgegeben hat, auch die 3,5ct über, die er mehr bezahlt.

      Ich mecker auch nicht über Äpfel, Apps oder den technischen Fortschritt, sondern über die Verdummung der Menschheit und wie man aufhört nachzudenken.
      Aber sorry. Wollte nicht hochgeistig daherreden. Es darf weitergeflamed werden… ;)

  7. So langsam erweckt Apple echt immer mehr den Eindruck ne Plattform für Idioten, Denkarme, Legastheniker und anderweitig pathologisch gehandicappte Leute zu sein.

    Also wer solche Minimaloperationen wie den Grundpreis für nen Joghurt oder ne Packung Käse überschlagen nicht kann, ist meiner Meinung zum Einkaufen gänzlich ungeeignet (und wäre ich Chef, würden mir solche Angestellten wirklich angst machen).

    1. Mal ganz ruhig, Meister Peter!
      Keine Ahnung was dich jetzt schon wieder in Rage versetzt hat. Was ist denn so schlimm daran, dass es eben NICHT ganz so einfach ist 475 g zu 3,78 in Relation zu 615 g zu 5,25 zu setzen (bitte nicht ausrechnen! Soll nur ein Beispiel sein). Überschlagen bringt eben nur einen Näherungswert (so man das noch beherrscht). Im Zweifel hilft dann nur echtes Nachrechnen um rauszubekommen, welches Produkt wirklich günstiger ist.
      Was ich als Weitsichtiger an dieser App gut finde ist, dass es auf einem großen Display dargestellt wird. Die 3Punkt-Schriften im Supermarkt kann ich nämlich auch mit Brille leider nicht mehr lesen.
      Also: etwas mehr Besonnenheit, auch in punkto Rumgeflame gegen Apple. Das würde hier so manchem gut zu Gesicht stehen.

      1. Und worum gehts? Um nen Vergleich, welches Produkt mehr kostet, wieviel die Mehrkosten näherungsweise betragen, oder ob ein Produkt generell die Kostenschmerzgrenze überschreitet. Da isses doch für einen Menschen mit intaktem Verstand egal, ob ein Produkt nun pro 100g 48,4539473745 ct kostet oder näherungsweise 50 cent, wenn das andere näherungsweise 60 ct. kostet.

        Dafür reicht ein Überschlag völlig aus – wenn mans kann. Die dazu notwendigen Rechenoperationen (Runden, Division und Multiplikation) hat man spätestens mit Klasse 6 gelernt.

        Und ich kann die Etiketten im Supermarkt auch aus nem Meter Entfernung noch lesen (inkl. der Grundpreisangabe). Wenns auch bei näherem Rangehen nicht klappt -> Augenarzt, Optiker.

        1. @peter
          hast Du Dich eigentlich von diesem Blubbingblubb anstecken lassen? Bisher waren Deine Beiträge ja noch halbwegs sachlich.
          Deinen hirnrissigen Kommentar wg. Augenarzt – Optiker kannst du dir dann auch getrost hinter die Netzhaut schieben. Es gibt halt einen Punkt, wo alters- oder krankheitsbedingt eine Korrektur einfach nicht mehr möglich ist. Kannst du dir vermutlich nicht vorstellen, ist aber so.

        2. Zumal sehbehinderte Personen mit Sicherheit Geräte bevorzugen, deren Eingabeinterface kein haptisches Feedback gibt. *kopfschüttel*

        3. Mal etwas offtopic – nur weil es mir einfach keine Ruhe lässt.
          Ich gestehe: ich bin 47, ein alter Sack, und die Augen sind leider auch Kacke. Nennt sich Altersweitsichtigkeit und trifft locker die Hälfte aller Über-40-jährigen. Dazu noch die angeborene Kurzsichtigkeit (ist ja auch nicht so selten). Alles soweit es geht natürlich prima korrigiert. Aber wie Trololo richtig bemerkt: irgendwann ist Schluss mit der optischen Korrekturmöglichkeit. D.h. „normal“ große Schriften sind kein Problem, das Kleingedruckte auf der Suppentüte oder eben der minimalistische Preishinweis erfordern dann schon eine Lupe.
          Komischerweise habe ich entgegen der hier vertretenen Meinung kein Problem damit ein Smartphone zu bedienen. In meinem Fall zwar ein Milestone, habe aber auch schonmal erfolgreich ein iPhone benutzt.
          Im Grunde wollte ich ja nur wissen, warum „Sehbehinderte“ (das sind übrigens dann doch die meisten von uns – zumindest früher oder später) ein Problem damit haben sollten. Und was zum Henker soll das mit dem „haptischen Feedback“ jetzt wieder? Ist vielleicht nicht ganz klar was das Wort bedeutet?
          Erleuchtet mich!

        4. Lieber Doc, Dein Schicksal geht mir wirklich zu Herzen, aber ich schätze, in Deinem Fall wird Dir diese App auch nichts nützen, da Du ja die kleine Aufschrift mit der Gewichtsangabe auf der Verpackung lesen und darüber hinaus dann moch rosa Schrift auf rötlichem Hintergrund, bzw. grüne Schrift auf grünem Hintergrund bei einem Display mit Glasoberfläche (Kunstlichtreflexionen) lesen musst (= schwacher Kontrast). Ein einfaches Überprüfen der Eingaben ist auch nicht möglich: Erst die kleine Schrift auf zu kleinem Display und dann auch der Fauxpas mit den Farben…

          Und für die Frage zur Haptik: Schon mal etwas von Google gehört? (Mit Strg + lässt sich die Textdarstellung im Browser vergrößern). Aber kleiner Tipp, mit dem sich das auch ohne Google erschließen lässt: Beim nächsten Geldabheben einfach mal mit geschlossenen Augen Geheimzahl und Bestätigung eingeben und danach das gleiche am Telefon mit berührungsempfindlichen Display versuchen.

        5. Also ich verstehe Eure Probleme nicht. Ich hab ne Zweistärkenbrille, bin alles andere als ein Adler. Trotzdem kann ich damit trotzdem prima Bücher lesen, selbst wenn sie beim Sitzen auf meinem Schoß liegen. Die Beschriftung des Grundpreises in meinen Stammsupermärkten ist schätzungsweise doppelt so groß, wie die übliche Buchschrift nes Suhrkamptitels. Das sind dann wohl 14-16 Pkt. und die sind auch in der untersten Reihe noch lesbar.

          Und selbst wenn ichs nicht lesen könnte. Ich würde eher die Chance nutzen, mit einer charmanten Frau ins Gespräch zu kommen, als mich mit nem Taschenrechner wie ein preussischer Spießbürger vors Kühlregal zu stellen.

  8. @pepe: diesmal meckern hier alle aber über eine aus unserer sicht weitgehend sinnfreie app und nicht über den gizmodo (so als merkhilfe..)
    @peter: auch wenn ich zur „anderen seite“ gehöre, was kann apple für die app? da gibts wohl auf allen systemen noch weit übleres zeug und das kann man im regelfall dann kaum den sys-herstellern anlasten.

    1. Doch das kann man. Man sollte sich einmal den Spaß machen, zu evaluieren, welche Applikationen im Applestore wirklich das Attribut „smart“ verdienen – also nicht nur lediglich Minigames, simple Abfragen von Webdatenbank oder banale Funktionalitäten bereitstellen (hier: das ausrechnen von dem, was ohnehin auf dem Etikett steht).

      Ich behaupte mal, dass der Anteil dieser bei über 90% liegt. Bei derart ungleich verteilten Anteilen muss man von Mechanismen sprechen, die das erzeugen. Und die liegen nunmal in der Hand Apples – schließlich nehmen sie sich mit ner eigenen Abteilung der Steuerung an.

  9. Langsam wird es echt lächerlich!
    Hier wird jede noch so popelige Apple App gefeiert als könnte man damit Kebs heilen. Gibt es sonst keine Themen? Eine Ameise mit Blähungen ist interessanter als dieser Beitrag! Warum lasst ihr euch nicht gleich die Subdomain http://gizmodo.apple.com/de/ geben?
    Früher gab es hier echt interessante Artikel, heute nur noch unwichtiger Apple Mist. Nichts gegen Apple, es gibt sicher auch interessante Themen rund um Apple die hierher gehören aber nicht sowas.

  10. 10 JAHRE zu spät – seitdem muss der Grundpreis nämlich direkt neben bzw. unter dem Endpreis angegeben werden. Knapp verpasst…

  11. Unfassbar, was für Wellen diese an und für sich belanglose Meldung verursacht!
    Man wäre fast geneigt zu glauben, Gizmodo inszeniere das alles, und all die Pyronauten, Peters und BlubbingBlubbs wären nur Ausgeburten des teuflischen Hirns von Maxim Roubintchik.

  12. REWE IST NICHT EMPFEHLENSWERT!

    Wir erhalten als Hausverteilung REWE-Prospekte mit jeweils eine Woche geltenden Angeboten. Der REWE-Laden in meiner Nähe, Arminiusstraße 2-4, 22525 Hamburg, weigert sich, die REWE-
    Angebote anzuerkennen. Es wird behauptet, die REWE-Angebote seien für dieses Geschäft nicht bindend, der Laden sei REWE City. Über dem Eingang steht aber groß REWE. Das ist ein ganz übler Trick, Bauernfang und arglistige Täuschung. Für mich ist REWE auch REWE, wenn der Name über dem Geschäft steht. Für mich ist das arglistige Täuschung, ein ganz übler Trick, Kunden anzulocken.
    Noch eine Frage, wieso werden jetzt keine Kassenbons mehr ausgedruckt, fürchtet man in der Geschäftsleitung Reklamationen? Auch das ist ein Zeichen für mangelhafte Kundenfreundlichkeit. Diese Praktiken verdienen eine Negativkritk im Internet.
    Mich würde schon interessieren, wie die Geschäftsleitung Sie dieses Verhalten und die Volksverdummung erklären können. Auf eine Stellungnahme und Erklärung bin ich sehr gespannt, wenn ich denn überhaupt eine Antwort bekomme.

  13. Ehrlich gesagt finde ich diese App eigentlich recht praktisch. In der Regel ist der Grundpreis pro kg, Liter etc. ja angegeben, aber in vielen Fällen ist das leider nicht der Fall. Besonders in kleineren Läden (Tante Emma lässt grüßen) kann man mit der App den einen oder anderen Euro sparen. Da es in meinem örtlichen Supermarkt diese Angaben gibt, brauche ich die App nicht, aber im Prinzip ist es keine schlechte Sache.

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