Foxconn veranstaltet Anti-Selbstmord-Party

Foxconn, der taiwanische Zulieferer von Apple, Microsoft, HP und anderen großen Elektronikherstellern, wird bekanntlich von einer Selbstmordwelle heimgesucht. Darauf reagiert man nun mit dem recht schrägen Mittel eines Betriebsfestes, auf dem T-Shirts mit "I Like Foxconn"-Aufdruck, Pom-Pons und Spider-Man-Kostume ausgeteilt wurden.

Mitarbeiter trugen Schilder mit einem Portrait des Firmengründers Terry Gou, wobei dessen Vorname in einem Herzen steht. Auf dem Schild hält Gou ein Mikrofon in der Hand. Außerdem zeigt es Schriftzeichen, die soviel sagen könnten wie „Eminu Campus – wo wir immer fleißig sind“. Zumindest ist das die Übersetzung dessen, was unsere amerikanischen Kollegen aus den Zeichen herausgelesen haben wollen.

Die Mitarbeiter erhielten außerdem Kostüme, die von eher traditionell chinesischen Outfits bis hin zu Superhelden wie Spiderman reichten. Die Veranstaltung fand auf dem Werksgelände statt, im Schatten der Firmengebäude, die zum Schutz vor Selbstmorden mit Fangnetzen ausgerüstet wurden. Sie soll die dahinsiechende Moral der Mitarbeiter heben. Dass eine kürzlich erfolgte Gehaltsverdoppelung aus dem selben Grund erfolgte, hatte Foxconn bestritten.

Foxconn plant, in China weitere 400.000 Mitarbeiter einzustellen, so dass sich deren Gesamtzahl auf 1,3 Millionen belaufen würde. Viele davon würden in den neuen Fabriken in Henan, Sichuan und Hubei beschäftigt. [Joel Johnson / Tim Kaufmann]

[Bilder: AP Photo/Kin Cheung]

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  1. Als Einzelner kann ich nichts gegen die Bedingungen dort unternehmen und profitieren momentan nur davon, also whatever, ob die Bedingungen schelcht sind oder nicht ist mir egal! :)

      1. hmm, lieber menschenverachtende kommentare, die niemandenm schaden, als daemlicher hypokrit, wie die meisten hier.
        Gegen apple wettern, weils da aufgeflogen ist, und man dort versucht, das problem einzudaemmen … aber die restlichen riesen einfach unbeobachtet weiterlaufen lassen, …
        hoert auf zu heulen, und nehmt es wenigstens mit humor, machen kann man dagegen eh nichts!
        man kann nur hoffen, dass die anstrengungen, derer, die auch wirklich etwas ausrichten koennen, irgend etwas bewirken!

        1. Looool was für ein Scheiß… Erst generiert Apple solche unmenschlichen Praktiken durch seine Vertragspolitik und wenn Steve Jobs dann (angeblich) beim Lieferanten Bonbons verteilen lässt, wird er als sozialistischer Messias gefeiert?

          Jungejunge… wirklich bedauerlich, dass Dummheit nicht wehtut.

        2. Mal überlegen, wer hier unter meinem Namen segelt und so einen Mist verzapft: Peter? Nee, halte ich eigentlich für zu clever,würde aber irgendwie passen. BlubbingBlubb? Zu wenig Rechtschreibfehler …

  2. Da könnte Multimilliardär Steve Jobs doch mal vorbeigucken und ein paar Gadgets verteilen. Aber der glaubt ja, dass die Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken ganz hervorragend sind.
    Typisch Apple eben.

  3. Ein Teufelskreis, gegen den man kaum ankämpfen kann, schuld an alle wie immer die Regierung…

    Was soll Apple dagegen bitte sehr tun? Höhere Löhne Zahlen? Gut, weniger Verkaufszahlen, mehr Entlassungen, Folge noch mehr Selbstmore…

    Teufelskreis…

  4. Die Übersetzung „wo wir immer fleißig sind“ ist nicht korrekt. Auf dem Schild mit dem Firmengründer stehen die Schriftzeichen „ai wo“ und „ai ni“, was soviel bedeutet wie „liebe mich, liebe dich“. In dem zweiten Herzen über seinem Namen ist nochmal das Schriftzeichen für „Liebe“ abgebildet… offensichtlich ein wirklich sehr liebesbedürftiger Chef.

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