Aquamation – die Öko-Beerdigung

Beerdigungen verbrauchen Land - eine endliche Ressource. Krematorien produzieren CO2 und andere giftige Chemikalien, was der Umwelt schadet. Wie verabschiedet man sich auf ökologisch verträgliche Weise? Mit Aquamation, der Verbrennung mit Wasser.

Aquamation ist ein vierstündiger Prozess, für den man die Leiche gemeinsam mit Kalium und Wasser in einen Stahltank gibt. Das Wasser wird auf 93° Celsius erhitzt, was offensichtlich die effizienteste Temperatur ist um Fleisch und Organe zu zersetzen. Die Knochen bleiben übrig, aber das ist in Krematorien ja auch nicht anders. Der Vorteil von Aquamation ist, dass sie nur 10 Prozent der Energie einer Verbrennung benötigt und keine Gifte emittiert werden. Außerdem bleiben Prothesen, beispielsweise die von Knie und Hüfte übrig und lassen sich zumindest theoretisch wiederverwerten.

Für mich klingt das nach einem wohlüberlegten und sehr friedlichen Weg, aus dieser Welt zu scheiden. Mein Gehirn werde ich aber trotzdem einfrieren lassen. [Casey Chan / Tim Kaufmann]

[Via New Scientist]

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  1. Seid wann hat eine Beerdigung was friedliches?

    Ob ich jetzt in einem Ofen gebrutzelt werde oder in der Erde lande und die Würmer und Maden an mir rumknabbern tangiert mich doch eh dann nicht mehr.

    Und wie beschrieben kann man durch die oben genannte Methode dann eben noch künstliche Körperteile wiederverwenden.

    Find die Idee prinzipiell gut.

    [Ironie] Aber warum verwerten wir nicht auch das Fleisch der Toten [Ironie]

  2. Bevor du dein Gehirn einfrierst: Merk dir noch, dass man Wörter wie „Potassium“ auch gerne mit übersetzen kann – unter Kalium können sich die meisten Leute nämlich mehr vorstellen…

  3. Und wo ist jetzt der Laden wo ich mein Kopf in ein Wasserglas mit so nem schildchen darunter Konservieren lassen kann um dem lieben Bender dumme sprüche an den Kopf schmeißen zu können ?

  4. […] Und weil Herr Sensenmann, und im Sinne der Gleichberechtigung, oder Frau Sensenfrau nun einmal vor nichts und niemandem Halt machen, muss ein Blogger der grünen Schiene (Untertitel: “Paul Bögle, ein Blogger sieht grün!”) die Fragestellung erweitern und umformulieren in: “Wie stirbt es sich ökologisch am allerschönsten?” Und so hat mich mein lineares Gedankengut auf den Begriff der “Aquamation” gebracht. Und weil ich die unangenehme Eigenschaft habe, (fast) jeder Fragestellung nachzulaufen, führten mich meine virtuellen Beine hin zu Aquamation – die Öko-Beerdigung. […]

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