Wie man eine Fata Morgana nachbaut

Eine Fata Morgana - also eine Luftspiegelung irgendwo in der Wüste, die suggeriert, dass da eine Oase ist, wo gar keine existiert - kann man schlecht nachbauen. Aber man kann etwas schaffen, was genau so deplatziert wirkt. Genau hier kommt dieser Lastkahn ins Spiel. Er schwimmt in der Lagune vor Venedig und trägt etwas, das aus 32 Tonnen verschweißtem Drahtgeflecht besteht.

Das Konstrukt ist Kroatiens Pavillon für die Biennale in Venedig, ein Event für zeitgenössische Kunst, das alle zwei Jahre stattfindet. Die Skulptur wurde von 14 der führenden kroatischen Architekten entwickelt und aus 30 Tonnen Draht geformt, die in 40 Schichten übereinander liegen. So soll eine Art architektonische Fata Morgana entstanden sein.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube schon, dass dieser Pavillon die Shanghai Expo Seed Cathedral aussticht. Er wirkt fast so, als sei das Raum-Zeit-Gefüge auseinander geraten. [Kyle VanHemert / Tim Kaufmann]

Erstes Bild: Zelimir Grzancic

[Via Pavilion.hr, Arch Daily]

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    1. Nee, nicht so ganz. Mit Biennale ist hier nicht ein Ort sondern ein Zeitbegriff gemeint.
      Biennalen sind alle zwei Jahre stattfindende Ausstellungen, Festivals oder Schauen. Der Begriff ist vom Biennium abgeleitet, einem Begriff für den Zeitraum von zwei Jahren.
      (die Viennale gibt es aber trotzdem und ist wirklich in Wien)

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