Hand in flüssigen Stickstoff getaucht – und nicht erfroren

Bitte liebe Kinder, nicht nachmachen, auch wenn ihr zufällig über Vaters Vorrat an flüssigem Stickstoff stoßt! Der Leidenfrost-Effekt schützt die Hand zwar vor der Temperatur von -195° Celsius, doch hält er nur für den Bruchteil einer Sekunde an.

Theodore Gray, experimentierfreudiges Team-Mitglied von PopSci, hat so viel Vertrauen in die Wissenschaft, dass er den Effekt am eigenen Leib ausprobiert hat. Seine Hand kam tatsächlich unverletzt aus dem Stickstoff zurück. Er gibt aber auch zu, dass die Hand nur so kurz eingetaucht war, dass er die Kälte kaum spürte.

Den Leidenfrost-Effekt, dank dem Luftbläschen rund um die Hand letztere vor Erfrierungen schützen, kennt Ihr übrigens auch von zu Hause. Wenn Wassertropfen auf einer heißen Herdplatte nicht sofort verdampfen, sondern auf einer dünnen Dampfschicht tanzen, dann ist ebenfalls Leidenfrost im Spiel. Wer hat’s „erfunden“? Der deutsche Doktor Johann Gottlob Leidenfrost. Dem Namen nach zu urteilen ist das aber schon eine Weile her. [Sam Biddle / Tim Kaufmann]

[Via PopSci]

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  1. Hab ich auch schon mal gemacht, aber nur mit einem Finger. Hat mich extreme Überwindung gekostet und länger als eine halbe Sekunde hat es wohl auch nicht gedauert. Kam mir dennoch wie eine Ewigkeit vor. Es funktioniert tatsächlich und der Finger ist danach auch nicht wirklich kälter geworden.
    Mit flüssigem Stickstoff kann man aber noch viel mehr Blödsinn anstellen. >:->

  2. geht übrigens auch umgekehrt mit zB. heißen, flüssigen Metall…
    man muss die finger nur vorher in wasser tunken (nicht vergessen Oo)

  3. Erinnert sich noch jemand an den Physik-Studenten der Flüssigen Stickstoff trank? der O.G. genannte effekt war ok, nur der Pförtner schloss sich, der Stickstoff dehnte sich um ein vielfaches aus. Rülpsen ging nicht Kopfstand machen auch nicht so schnell. Der Magen knallte. Sicher ein Fall für den Darwin-Award.

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