Test: Dragon Dictation – E-Mails und Notizen sprechen

Die kostenlose App Dragon Dictation möchte iPhone-Usern das oft lästige Tippen auf der viel zu kleinen Bildschirmtastatur ersparen und erlaubt es, Texte einfach zu diktieren.

Die App ist ziemlich einfach gestrickt: Sie besitzt einen roten Aufnahmebutton und lauscht nach dem Drücken den Worten des Anwenders, um sein Diktat sogleich als Transkript anzuzeigen. Über die Zwischenablage können die Texte praktisch überall eingesetzt werden: in E-Mails, SMS, Word-Dokumenten, Statusupdates in sozialen Netzwerken und so weiter.

Soweit die Theorie. Wie funktioniert die App in der Praxis? Machen wir es kurz und schmerzlos: Besch… eiden. Die Spracherkennung schafft es nicht, einen einzigen vernünftigen Satz zu erkennen, obwohl wir extra klar und deutlich, dialektfrei und ohne zu Nuscheln mit dem iPhone sprechen. Wir probieren es auch mit einem guten Headset – kaum eine Verbesserung. Wir switchen zu US-Englisch und probieren es nochmal – aber auch da ist das Ergebnis traurig.

Die Texte lesen sich wie die berüchtigten automatischen Übersetzungen und ergeben absolut keinen Sinn. Die App lässt viele Wörter einfach unter den Tisch fallen und entstellt die Sätze dadurch noch mehr. Man kann diesen Schwachsinn auf keinen Fall per Mail senden oder in seinen Twitter-Account posten. Selbst als Grundlage für eine Nachbearbeitung taugt das Dragon-Diktat nichts. Man fummelt später noch länger dran herum, als man gebraucht hätte, um den Text gleich anständig mit der iPhone-Tastatur zu schreiben.

Fazit
In der Beschreibung klang die App noch gut, leider funktioniert sie absolut nicht. Geschenkt ist für diese Zeitverschwendung noch zu teuer. Wirklich schade. [Jacqueline Pohl] [Im App Store herunterladen]

kann deutsche und englische Sprache (GB und US) erkennen

stellt das Transkript der Texte über die Zwischenablage in jeder Anwendung bereit

erkennt Namen aus dem Adressbuch

in allen Tests miserable Erkennungsrate, auch mit externem Mikro

produziert fürchterliches Kauderwelsch

erkennt weder deutsche noch englische Sprache annähernd richtig

benötigt eine WLAN- oder Mobilfunkverbindung, weil die Verarbeitung auf den Servern des Herstellers erfolgt

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  1. sorry aber ich weiss ja nicht was ihr da gemacht habe, ich diktiere mit dragon dictation mehrere sätze am stück und zwar mit satzzeichen. Fehlerlos! Man muss schon sehr deutlich und langsam sprechen (auch die Satzzeichen) aber dann funktioniert es einwandfrei.

    1. Ich glaube ihr habt nicht mitbekommen, dass man Punkte und Kommata mitdiktieren muss. Dragon versucht dadurch einen vernünftigen Satz zu bilden. PS: Dieser Kommentar wurde mit Dragon Dictation erstellt ;)

  2. Ich verwende Dragon Naturally Speaking 10.1 zusammen mit einem Olympus 7800PC, drinnen verwende ich das interne Mikro, draußen das externe mit extra Rauschunterdrückung. Ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden. Man braucht ca. 30 Minuten, um das einzurichten, zu trainieren und wenn sich daran gewöhnt hat, auch Satzzeichen und Absätze mitzudiktieren, funktioniert das wirklich gut, ich muss etwa jedes 20. bis 25. Wort korrigieren, was ich für eine gute Erkennungsrate halte, zumal ich viele Fachbegriffe verwende (auf die sich DNS aber trainieren lässt).

    Dass Smartphones, was solche rechenintensive und Spezialhardware erfordernde Aufgaben anbetrifft, nichts taugen, sieht man schon, wenn man mal ein Diktiergerät mit dem Telefon vergleicht. Mein Diktiergerät verfügt über spezielle Mikrofone, diverse Filtereinstellungen und Mikrofoneinstellungen, mit der sich das Gerät an die Umweltanforderungen anpassen lässt (z.B. wenn eine Klimaanlage im Hintergrund rauscht). Auch rein äußerlich lässt sich schon erkennen, dass ein Dikta-Mikrophon ganz anders gestaltet ist als eins für Telefone.

    Lange Rede kurzer Sinn: Wer schon mit der Erwartung rangeht, dass ein Telefon solche spezialsierte Tätigkeiten beherrscht, ist einfach naiv und muss zwangsläufig und völlig zu recht enttäuscht werden. Kein halbwegs intelligenter Mensch würde erwarten, dass jemand auf nem Campingkocher ein Vier-Sterne-Menü zaubern kann.

    1. Lieber Peter (nicht Pan):

      um es mit Dieter Nuhr zu sagen: »Wenn man keine Ahnung hat … einfach mal die Fr*e halten«.

      es ist nicht das Smartphone das für die Texterkennung zuständig ist, sondern ein externer Server an den die Spracheingaben übermittelt werden. Das ist auch oben unter dem Minus (die Wertung teile ich übrigens, weniger wegen der notwendigen Verbindung als wegen der Übermittlung meiner Daten an Dritte) so erwähnt!

      Ansonsten kann ich den Test nicht nachvollziehen. Ich nutze das Teil höchst selten, bekomme dann aber immer sehr brauchbare Ergebnisse. Fixer kann ich keine SMS tippen!

      1. Das Kompliment kann ich nur zurückgeben.

        Lies noch einmal, was ich schrieb und achte besonders auf die Passagen, wo es um die Hardware geht, die das erzeugt, was dann an den Server von Dragon geht.

  3. Also sorry, aber bei mir wurden bisher ALLE Worte erkannt und korrekt geschrieben. Ich Frage mich, was ihr gemacht habt? Die Zunge während des Redens verschluckt? Das war die bisher beste Spracherkennung, die ich kenne. Das einzige was ich kritisieren kann, ist der Hang „nach Hause“ zu telefonieren, weil jede Aufnahme erst zu deren Server geschickt wird und dann in Textform wieder zur App. Sprecht mal deutlich und verwendet normales Deutsch. Und dann wäre eine Wiedergutmachung dieses völlig misslungenen Tests nötig.

  4. … wer derartige „Testberichte“ zu einer überaus gelungenen und gut funktionierenden App schreibt, der sollte sich besser anderweitige „Tätigkeiten“ zuwenden …

  5. Also die beste alternative und auch ohne WLAN voll funktionsfähig ist:

    SAY IT – MAIL IT

    Besser gehts nicht! Das einzige was das App nicht macht, ist das es das gesprochene in ein Textfile bringt….

    Aber um Audio-Diktiertes an andere zu schicken, ist das perfekt!

  6. Ich nutze Dragon Dictation beruflich und privat. Funktioniert bei mir einwandfrei und ist bei mir im App Ranking in kurzer Zeit zum Platz Nr. 2 direkt hinter Remember The Milk aufgestiegen. Ich kann den o. g. Test überhaupt nicht nachvollziehen. Die Seite von Gizmodo muss ich in Zukunft meiden, wenn solche ausgezeichneten Apps hier so schlecht bewertet werden. Bitte versucht es in Zukunft auf Deutsch. Eine schwäbische, bayrische … Variante wird es für Dragon Dictation wahrscheinlich nicht geben.

  7. hi,

    und ihr wollt wirklich dass alle eure texte (mails, suchanfragen, liebesbriefe, bestellungen etc.) bei dragon auf dem server liegen? eine lokale version direkt auf dem iphone hätte ich gut gefunden. das kann dann auch was kosten aber sowas muß nicht sein.
    ich bin immer wieder verwundert mit welcher gelassenheit die menscheit ihre daten preis gibt.

  8. @kuno: Das ist der Grund, wieso ich Dragon Dictation nur mal angetestet und wieder gelöscht habe. Die App sollte ohne Internetverbindung funktionieren, nativ auf dem iPhone. Aber die Trefferquote beim Diktieren lag bei mir bei 99%. Ich war sehr positiv überrascht!

  9. Mir wärs ebenfalls zu heikel, meine persönlichen Daten und Texte an irgendeine Klitsche im Netz übertragen zu lassen. Ich weiß, dass die meisten i-User keine Probleme damit haben, beliebige Apps auf ihre sensiblen persönlichen Daten zugreifen zu lassen – für mich jedenfalls ein nogo.

  10. Also ich hab nix zu verstecken.

    Ich lach mich immer wieder schepps wenn ich die Datenschutzfanatiker höre, wie rumgeheult wird wegen irgendwelcher versandter Daten aber dann auf großen Coomunities wie Fuckbook oder per Twitter den ganzen Tag reden schwingen. ^^

    Das ist wie im Restaurant die Omi die zur schwarzwälder Kirschtorte und ihrem Kaffee gerne den Süßstoff bestellt damit dieser nicht so viel Zucker hat.

    Aber okay jedem Tierchen sein Plaisirchen…

    1. ach dexterlein, eigentlich wollte ich jetzt wirklich auf deinen hohlbirnigen kommentar eingehen. aber das ist so platt, so dumm, so unreflektiert, so gänzlich ohne jede ahnung aber dafür mit umso mehr selbstherrlichkeit und arroganter verblasenheit geschrieben, dass ich dich lieber ein wenig beleidige. da haben wir dann beide was von!

    2. Dann haste ja sicher kein Problem damit, hier Schniedelfotos und Deinen Namen zu veröffentlichen! Also – Miss Dich an Deinen Maßstäben und her mit den Fotos! Wir wollen auch mal über Kleinigkeiten lachen :)

  11. Ich liebe diesen Forentroll.

    Ich glaub der ist extrem geltungsbedürftig und in Wirklichkeit n WoW zockendes PC Kiddie oder so.

    NERD

    Back to Topic:

    Dragon Dictation funktioniert eigentlich recht gut auch wenn ab und zu mal ein Wort nicht ganz dem entspricht was man diktiert hat.
    Wenn ich längere Texte tippen muss nutze ich es ab und an aber SMS schreibe ich einfach noch im alten Stil.
    Die herumkopiererei fordert auch ihre Zeit und da bin ich mit der normalen Eingabe einfach schneller.

  12. Diesen Testbericht kann ich nicht nachvollziehen, ich habe noch nie eine so gut funktionierende Diktiersoftware erlebt, habe mich nur noch nicht daran gewöhnt, sie auch wirklich statt der Tipperei einzusetzen.

  13. Toll. Ich hatte diese App wegen des Berichts hier nicht getestet und vergessen. Jetzt über eine gute Liste installiert und bin völlig begeistert. Gerade für SMS oder FB Einträge von unterwegs ist die App genial. Das Getippe entfällt völlig. Erkennung locker 99%.

    Und lokal auf dem iPhone denke ich, wäre die Hardware schlicht überfordert. Wer Google nutzt, braucht wohl vor Dragon keine Angst zu haben. Wer FB, VZ, WKW oder sonst eine Community nutzt erst Recht nicht.

    Also immer locker bleiben, so interessant wie ihr denkt seid ihr für andere nicht.

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