Ersteindruck: Nokia E7 – Die Wiedergeburt des Communicators

Der Nokia Communicator ist quasi der Vater aller Smartphones. Lange Zeit galt es als angesehen, wenn man sich mit einem der dicken, klobigen Geräte sehen ließ. Das E7 ist weder dick, noch klobig. Trotz Nokias Versprechen. Kann es trotzdem als Communicator überzeugen? Ich hab es mir angesehen.

Mein erster Eindruck war: Das hier ist nur ein übergroßes N8. In der Tat sehen sich die beiden Nokia-Geräte sehr ähnlich. Kein Wunder, schließlich sind sie Teil der gleichen Familie. Das E7 ist nur unwesentlich dicker als das N8 und das trotz Tastatur. Es ist auch nur unwesentlich schwerer als das N8. Dafür ist es größer und breiter. Der Bildschirm ist größer und dementsprechend auch alle Menüelemente.

Das Gerät liegt gut in der Hand und ist weder zu schwer, noch zu leicht – ganz im Gegensatz zu dem, ebenfalls heute vorgestellten, C7. Aber kommen wir mal auf das Highlight-Feature zu sprechen:

Der Slide-Screen

Ganz im Gegensatz zu anderen Geräten mit einem Slider, setzt Nokia bei dem E7 auf einen ausgeklügelten, neuen Mechanismus. Statt den Bildschirm zunächst nach oben zu schieben und dann zu kippen, wird er direkt gekippt aufgeschoben. Das kann man sich nur schwer vorstellen und muss es einmal mit eigenen Augen gesehen haben. Apropos schwer: Um den Screen hochzuschieben muss man erstaunlich viel Kraft aufwenden. Dafür scheint er einen Augenblick lang in der Luft zu schweben. Das sieht zwar cool aus, wirkt aber irgendwie besorgniserregend. Doch ich gehe mal davon aus, dass Nokia weiß, was Nokia tut und ausführliche Designtests zuvor durchgeführt wurden, um sicherzustellen, dass dort nichts abbricht.

Der Bildschirm versinkt, wenn man gerade die QWERTZ-Tastatur nicht benötigen sollte, komplett in dem Gerät. Auf den ersten Blick würde man niemals vermuten, dass das Handy überhaupt eine Tastatur hat. Alles wirkt nach Außen hin stimmig und bündig. Nicht ganz so stimmig ist die…

Performance

Egal ob man durch Bilder scrollt oder durch Albencover. Das E7 ist schnell. Einmal über den Bildschirm streichen und schon wird das nächste Menüelement angezeigt. So soll es eigentlich sein und in diesem Punkt steht das E7 dem N8 in Nichts nach. Einzig, wenn es darum geht den Bildschirminhalt vom horizontalen in den vertikalen Modus, und umgekehrt, zu wechseln, zeigt sich das E7 weitaus weniger performant. Es hängt gerne mal und so kann es durchaus mal passieren, dass man paar Sekunden warten muss, bis irgendwas geschieht. Dieser Effekt tritt übrigens auch bei manchen Menüoptionen auf oder bei dem Versuch eine Anwendung aus der Taskübersicht auszuwählen auf.

In einem Gespräch hat mir Nokia jedoch versichert, dass dies einzig daran liege, dass es sich bei dem E7 derzeit noch um einen Prototyp handele. Ob diese Fehler in der finalen Version behoben werden, kann ich jedoch nicht sagen. Zum Glück hat das E7 aber…

Einige praktische Funktionen

Alles was ich vom N8 kenne und liebe ist auch im E7 drin, von der Kamera mal abgesehen (die hat nur 8 Megapixel und auch der Bildsensor ist deutlich kleiner). Per eingebautem HDMI-Anschluss lassen sich Bildinhalte direkt vom E7 auf einen TV oder Monitor übertragen und auch 5.1. Surround-Sound wird geboten. Der Micro-USB-Port unterstützt, dank Zusatzkabel, jeden gewöhnlichen USB-Datenträger und auf diese Weise kann man sich das Ein-/ und Ausstecken der kleinen Micro-SD-Karten sparren und nebenbei auch etwas Geld. USB-Sticks hat ja schließlich jeder.

Ich habe es zwar nicht ausprobiert, aber ich gehe davon aus, dass das E7 auch Bluetooth-Peripherie unterstützt. Man wird also auch seine Maus an dem Gerät anschließen können.

Fazit

Das E7 macht einen guten ersten Eindruck. Die Tastatur und deren Druckpunkt fühlen sich gut an – ebenso wie der Rest des Gerätes. Der schwebende Bildschirm ist auch definitiv ein Hingucker. Auch wenn Nokia sich erneut entschlossen hat auf Meego, Android und Co. zu verzichten, ist Symbian 3 sicherlich kein Beinbruch.

Natürlich stehen für Symbian deutlich weniger Apps als für Android und iOS zur Verfügung, aber die meisten Apps benötigt man doch ehrlich gesagt sowieso nie. Essentielle Apps wie Angry Birds gibt es nämlich inzwischen auch für Symbian. Ich hätte zwar lieber auch Android auf dem E7 gesehen, aber das Gerät ist selbst ohne das Google-Betriebssystem gut. Einzig die Hänger und Wartezeiten müssten in der finalen Version noch ausgebessert werden. Dann steht einem erneuten Erfolg des Nokia Communicators eigentlich nichts mehr im Wege. [Maxim Roubintchik]

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  1. Im letzen Absatz erster Satz ist ein Fehler : „Natürlich stehen für Sybian deutlich weniger Apps als für Android und iOS zur Verfügung“. Es heisst Symbian, Sybian ist ein Sexspielzeug für Frauen (oder spezielle Männer :D ) http://de.wikipedia.org/wiki/Sybian

    Sonst guter und Objektiver Artikel.

  2. Der erste Eindruck auf mich ist, dass das Smartphone in sich nicht voll überzeugt.
    Ob Android als Betriebsystem besser wer, da lässt sich drüber streiten. Aber Probleme beim hin und her switchen zwischen vertikal und horizontal dürften bei einem solchen Gerät nicht auftreten.
    Außerdem macht das herausschiebbare „schwebende“ Display einen nicht allzu stabilen Eindruck und jede Schiebevorrichtung nutzt sich einmal ab. Das E7 wäre nicht mein Favorit,

    Grüße Jürgen

  3. Ich werde es mir auf jeden Fall kaufen. Ich hab so lange auf einen E90 Nachfolger gewartet, das wird ein Mega Gerät. Und wie es oben schon hies: Die ganzen Apps braucht kein Mensch. Ich nutze auf dem E72 2 bis 3 Programme und das wars auch schon, der Rest mit 3043 Apps ist nur Spielerei. Nokia, macht was draus

  4. das erste was ich dachte. nein.. blog´s lesen ist doof weil es einem die kaufentscheidung wieder schwerer fällen lässt. Ich selbst nutze auch noch mein E90 Commi. Aber was mich ganz und gar nicht überzeugt ist diese Doppelbelegung der Tastatur. Fand ich beim N97 schon extrem nervig und aufwendig wenn ich mal das Telefon meiner Freundin benutze. Qwertz Tastatur ist schon was sehr feines aber diese abgespeckten Tastaturen find ich leider ein wenig Sinnfrei. Symbian muss ich zugeben leider auch ein wenig überholt daher werd ich wohl doch meine Kaufentscheidung so abschließend fällen zum Galaxy S I9000 auch wenn da die Tastatur fehlt aber was solls.

    Interessante Beilagen beim E7 sind natürlich Anschlüsse mit dem USB Stick und dem Mini HDMI port aber wann benötigt man das ehrlich gesagt

  5. Nokia hat es immer noch nicht kapiert, was zählt ist klasse statt masse!
    Die sollten sich wenigstens mal für ein Betriebssystem entscheiden so wird das nichts.

    1. Also ich finde Pluralismus im eigenen Haus gar nicht verkehrt. Die meisten negativen Aussagen, die ich bisher als negative Aussagen zu Nokia-Telefonen gehört haben, waren keine Kritik, sondern nur Geschmacksfragen („Symbian OS ist doof“, „Sieht hässlich aus“).

  6. Was hat denn das Teil bitte mit nem Communicator gemein, bzw. wie kommt jemand darauf das dieses Teil dessen Nachfolger sein soll? Nur wegen dem E in der Typenbezeichnung?

    Das Teil ist eher Nachfolger vom N97mini bzw N97…mMn.
    Von dort haben sie auch den Mechanismus kopiert.

    Symbian^3, hat sich schon lange selbst beerdigt. Was will man mit einer fest definierten Anzahl (drei, siehe Bild oben) von möglichen Homescreens. Da könnte sich Symbian was von Android abschneiden.
    Das Symbian mittlerweile Multitouch können soll ist ja auch mehr als überfällig. Warum dies das X6 nicht kann bleibt wohl ein Geheimnis von Nokia. (Ist wohl als Kaufanreiz für Symbian^3 konzipiert.)

    Weiterhin frage ich mich schon sehr lange, warum Nokia noch ARM11 mit <700Mhz einsetzt!
    Da braucht es wirklich niemanden wundern wenn da was ruckelt, besonders wenn das OS dann auch schlecht/wenig optimiert ist!
    Das Nokia E7-00 (und auch C7-00) z.B. nur einen ARM11 mit 680 Mhz…wenn man das mit dem Snapdragon (1 Ghz) vergleicht, ohje…
    Die ARM11 gehen sogar bis 1 Ghz, doch warum Nokia sowas nicht verbaut bleibt mir ein Rätsel.
    Natürlich sind die schnellen CPUs teurer, jedoch sind die Nokia schon lange keine Schnäppchen mehr und man sollte doch etwas mehr Rechenleistung für sein Geld erwarten können.

    Natürlich verbraucht die schnellere CPU mehr Strom, aber bei normalen Gebrauch zeigen sich die aktuellen Nokias auch nicht als Langläufer. Das Nokia nun festverbaute Akkus benutzt ist ja auch ein riesiger Nachteil…die machen doch auch nur das Schlechte von Apple nach!

    Ich bin kein Android-Fanboy, aber die Geräte haben wenigstens ne adequate Hardware.

    Ich selbst benutze derzeit mein altes E90 und ein N97 (Fehlkauf) und habe seit 1998 schon diverse Nokia's gehabt, angefangen von einem Nokia 8110.
    Das N97 (mein zweites, da Erstgerät weit mehr verbugt war) ist aber wirklich zum Abgewöhnen…

    Nokia? Nein Danke!

    Grüße

  7. Ich kann nur sagen das ich mit dem gerrät sehr zufrieden bin.
    Das gewicht ist auch perfeckt denn diese ich wiege 20gramm handys liegen einfachn nicht gut in der hand
    die w-lan suchreichweite ist größer als die von meinem laptop und die apps von apple loder android lassen sich auch ganz einfach mit ner emulatorähnlichem app einfach und ohne fehler installieren und aufrufen
    die kamera hat eine sehr gute gesichtserkennung und das herausschiebbare tastenfeld ist echt klasse und stabil gebaut… die meißten handys die ich kenne leiern da sehr schnell aus was hier nicht der fall ist
    der input für ein HDMI fernsehergerrät ist auch ein großeß pluss in der ganzen bewertung…
    Ich kann nur sagen das ist es mir echt wert gewesen
    ich würds mir auch gleich nochmal kaufen
    ^^

    MFG Bertil

    1. Super Smartphone!
      Aber Neuauflage zwingend notwendig! Dann aber mit Autofokus/Macro-Kamera, Speichererweiterung, wechselbarem Akku sowie eine zweite Ladebuchse !!!! Denn Zielgruppe sind Businessleute, da ist eine Macro-Kamera zum schnellen Abfotografieren von Dokumenten, Visitenkarten etc. zwingend notwendig, gleichfalls für die Barcode- Verwendung.

      Bei längeren Präsentationen mit dem E7 braucht man viel Strom, und den könnte man durch die zweite Micro-Ladebuchse (wie z.B. beim N8) auf Dauer sicherstellen, bei gleichzeitiger Nutzung einer mobilen Festplatte oder eines Speichersticks (worauf z.B. Präsentationen gespeichert sind) über den USB-Anschluss „OTG“(on the go).

      Geschäftsleute sind viel auf Reisen, nicht immer ist ein Steckdose in der Nähe, deshalb ist ein wechselbarer Akku ein absolutes MUST!

      Steckplatz für Speicherkarten – ein wichtiges Element, da oft unterschiedliche Informationen, Daten etc. auf verschiedenen Speicherkarten abgespeichert werden.

      Also Nokia, Businessleute sind ja auch bereit einen hohen Preis zu zahlen, macht das E7 zu einem vollständigen Business-Smartphone für den realen Praxiseinsatz.

      Dann ist/wird Nokia im Businessbereich UNSCHLAGBAR, weder HTC, Apple, LG, RIM …etc. reichen dann an einem solchen Super-Smartphone heran!!!

      Ja, Symbian ist im Vergleich zu anderen Systemen nicht ganz so flott unterwegs und auch wesentlich komplexer in seinen Einstellungen…… aber mit unschlagbaren Vorteilen, dass man ALLES unter Kontrolle hat. Sie allein bestimmen, was das Gerät darf und nicht darf. Kaum ein anderes Betriebssystem läßt sich so gut kontrollieren, was Datenabfrage, Datenaustausch/PC, Internetverbindugen, Protokolle etc. angeht.

      MfG
      Bernd

  8. Also bevor man als selbsternannter „Tester“ sowas ins Internet reinschreibt sollte man mal ordentlich recherchieren! Natürlich hat das E7 Bluetooth! Es hat sogar Superbluetooth für externen Modus, aber ich bezweifle daß der Verfasser des Headers weiß was das ist wenn er die Einstellung dafür gar nicht findet! Was Android betrifft: Ich habe keinerlei Erfahrung damit, jedoch hätte ich es im mom ganz gerne um Poker bei Facebook spielen zu können. Das Display geht super auf! Mit beiden Daumen, man muß nur mal den Dreh raus haben. Über die Jahre wirds eh leichter… Was die Aufhänger betrifft: Die habe ich auch erlebt solang ich das Ding wie ein Handy behandelt habe. Seit ich damit umgehe wie mit meinem PC läuft es ausgezeichnet! Einziges auffälliges Manko das ich bemerkt habe: Die Beschichtung des Rückens ist seeehr heikel und bekommt leicht Kratzer! Ich hab einfach den Rücken etwas unorthodox mit 4 Hansaplastpunkten abgeklebt gg. Das sieht niemand und ich kanns überall hinlegen, wenn die Strips zu schmutzig sind geb ich neue drauf. Das hat auch noch einen anderen Vorteil: Der Lautsprecher ist auf der Rückseite! Durch die Strips „schwebt“ das E7 1mm in der Luft und die Musik hört sich besser an. Apropos Musik: Zwei Lautsprecher links und rechts wären super, aber der Klang am Headset ist phänomenal. Apropos Kabel: Es war alles dabei! Für ein GalaxyS muß man alles extra nachkaufen. Dafür ist das Streaming von Youtube am Galaxy ein Traum, beim E7 jedoch enttäuschend… Trotzdem liebe ich das E7, dieses Klappdisplay ist ein echter Blickfänger in Gesellschaft, das hat keiner. Immer wieder geil anzusehen wie sie alle über Genickschmerzen jammern weil sie ihr Ding nur flach hinlegen können und ich stell meins auf wie an Laptop hahaaaa

  9. ja, ich habe auch das E7…und jetzt kommts.ich habe auf arbeit n hdmi Ferneher angeschlossen plus ne usb tastatur und ne blue tooth maus..und es ging alles..hab quasi n kleinen pc dabei….und die hd spiele gehen auch über den fernseher auch die filme und office.

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