Test: Eine Woche mit den neuen iPods

Eine Woche ist eine lange Zeit. Zumindest wenn man diese Woche damit verbringt die neuen iPods zu testen. Ohne das Fazit vorweg nehmen zu wollen: Wir werden die Player wohl behalten. Aber sie haben auch ihre Schwächen.

Wir begnügen uns an dieser Stelle mit einem kurzen Abriss der jeweiligen Tests. Falls ihr den ausführlichen Text sucht, findet ihr diesen auf der Webseite unserer US-Kollegen.

iPod Touch: Multimedialer Lebensbegleiter

Es ist natürlich leicht zu behaupten, dass dieser iPod Touch der beste iPod Touch aller Zeiten ist. Das ist er natürlich auch. Schließlich ist er der neueste iPod Touch. Er ist unglaublich dünn. So dünn, dass man erstmal Luft holen muss, wenn man ihn zum ersten Mal in der Hand hält. Die geschwungene Chrom-Rückseite lässt das Gerät noch dünner wirken und es fühlt sich fast so an als würde man auf einen Bildschirm starren, der vor deinen Augen zu schweben scheint. Das Gerät ist fast surreal. Das ist zumindest solange der Fall, bis man die ersten Kratzer, Beulen und Fingerabdrücke sieht.

Eigentlich werden einem die wahren Dimensionen des neuen iPods nur dann bewusst, wenn man ihn zum aller ersten Mal am Dock ansteckt. Er ist nämlich gerade dick genug, um den Dock-Connector und die Kopfhörer-Klinke zu beherbergen.

Der Preis für die Unsichtbarkeit ist ein teurer. Die Lautstärkebuttons und der Bildschirm-Lock sind kaum wahrnehmbar. Auch der Anschluss für eine Fernbedienung und ein Mikrophon wurde aus dem Klinkenanschluss entfernt. Das geschah wohl einfach aus Kostengründen. Ein wirklich winziger Unterschied. Die Funktion mit aufzunehmen wäre sicherlich kein Beinbruch für Apple. Der Verzicht ist jedoch symbolisch dafür, wie Apple das wahre Potential des iPod Touch bewusst sabotiert.

Mehr dazu in dem ausführlichen Test (Englisch).

iPod Nano: Guter Player mit viel Potential

Der iPod Nano 2010 ist ein guter MP3-Player – keine Zweifel. Er ist winzig, der Akku scheint ewig zu halten und das Userinterface ist großartig.

Das hier ist der beste Musik-Player, den es im Moment gibt. Zumindest wenn es rein darum geht, Musik zu hören. Dafür verantwortlich ist eine geschickte Kombination aus Performance und dem Userinterface. Er mag zwar nicht der schönste Player sein und erinnert ein wenig an billige chinesische MP3-Player, aber dafür ist er eine sehr gelungene Hard-/Software-Kombination. Jeder der einen einfachen, sehr kompakten und übersichtlichen Player sucht und auf Apps und Spiele verzichten kann, wird mit dem iPod Nano glücklich – vor allem Sportler.

Dieses Ding ist winzig und erstaunlich leicht. Gerade groß genug um ohne Mühe per Touchscreen bedient zu werden, aber nur 8,89 mm dick – mit Clip – und nur knapp 21 Gramm schwer. Im Test haben wir oft vergessen, dass er überhaupt noch irgendwo an der Kleidung hängt. Zumindest solange, bis man die Playlist wechseln möchte.

Der Akku reicht dabei locker für drei Tage, ohne dass man ihn neu aufladen muss.

Mehr dazu in dem ausführlichen Test (Englisch).

Der neue Shuffle: Ein Kontrollfreak

Es ist niemals leicht sich einzugestehen, dass man falsch lag. Erst recht für ein Unternehmen und ganz besonders für Apple. Der 2010er iPod Shuffle beweist, dass Apple mit seinem Plan einen iPod ohne Bildschirm und Tasten zu entwickeln gescheitert ist. Deswegen lehnt sich der neue iPod, was die Bedienelemente angeht, an der vorletzten Generation an.

Der neue Shuffle ist klein und leicht und ist sowohl Rückzug als auch Evolution. Das Feuerzeug-Design des direkten Vorgängers ist weg. Stattdessen sieht der neue Shuffle aus wie der Player aus dem Jahre 2006.

Wenn man beide Geräte direkt nebeneinander hält, merkt man erst den Unterschied. Der neue Player fühlt sich allgemein etwas leichter an. So leicht, dass man oft vergisst, dass man ihn noch dabei hat. Zu oft.

Mehr dazu in dem ausführlichen Test (Englisch).

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  1. ‚ Auch der Anschluss für eine Fernbedienung und ein Mikrophon wurde aus dem Klinkenanschluss entfernt. Das geschah wohl einfach aus Kostengründen.‘

    wie viel cent pro ipod würde es apple wohl kosten diese funktionen einzubauen?
    echt ne frechheit wie dem kunden mit absicht fähigkeiten des gatgets vorenthalten werden, nur damit man es nächstes jahr beim neuen ipod wieder einbaut und es dann magic nennt.

  2. Ich glaube eher, der Anschluss verschwand, weil es zu viele Beschwerden gab.
    Meine Fernbedienung funktionierte ein halbes Jahr lang, dann hat sie dauernd lauter leiser gemacht, dann Lieder gewechselt ohne mein Zutuen.
    Dann funktionierten die Tasten nicht mehr.
    Eingeschickt, mir wurde gesagt, es wäre Wasser in die Fernbedienung gekommen, was Blödsinn ist, da ich weder Sport mit diesem Gerät gemacht habe, noch großartig im Regen getanzt hab.

  3. „Das hier ist der beste Musik-Player, den es im Moment gibt“

    Wisst ihr eigentlich wie stark lächerlich ihr euch mit solchen schlicht falschen Aussagen macht ?
    Es ist vlt. der beste iPod wenns einfach nur ums Musik hören geht, das bedeutet aber noch lange nicht, dass er annähernd an die Qualitäten andrer Player kommt (Beispielsweise die von Cowon…).

    mfg

    1. Fällt jetzt unter Ansichtssache würd ich sagen.

      Gibt auch Leute die kommen mit Cowon nicht klar.
      andere nicht mit Apple.
      und keiner mit Zune :P

      Soll doch einfach jeder den kaufen, der seiner Meinung nach am besten ist.
      Damit würde sich auch die ewige Diskussion erledigen…

      1. Der alte Zune vllt., der Zune HD ist wie ich finde, extrem stylisch und das Interface sehr gelungen. Aber Microsoft macht ja eh nur Müll…

        1. Naja, Microsoft macht fast brauchbare Sachen, wenn sie lange genug Zeit hatten abzukupfern. Ich kenne keine brauchbare Inovation, die von Microsoft kommt.

    2. sehe ich auch so. Wenn man solche Aussagen macht dann muss man das auch beweisen können und das Ding, vor allem im Bezug auf Klangqualität, mit anderen Playern anderer Hersteller vergleichen.
      Aber die iWasauchimmer-Geräte sind per Defintion ja immer die besten Geräte die es gibt. Das nervt!

        1. Exakt. Leider gilt man hier als „Senior“ oder etwas zurückgeblieben, wenn man von einem Interface einfache und intuitive Benutzerführung erwartet.
          Schnell heißt es dann auch wieder „für Kinder“ oder „Grobmotoriker“, oder süffisant „für Leute, die sich für Technik nicht interessieren oder damit auskennen“.
          Eines muss man den i-Produkten lassen: die Mensch-Maschinenschnittstelle ist so gut gelöst, dass man keine Bedienungsanleitung braucht.

        2. mag ja sein. aber schaut mal über den Tellerrand. Für die Bedienung der Geräte der Konkurenz muss man auch kein Quantenphysiker sein…

        3. @ho
          Über welchen Tellerrand soll ich denn schauen? Ich hab gar keinen iPod, aber ich kenne die Teile, da u.a. meine Tochter einen Nano hatte. Ich bin jetzt nach meinem Zen Stone bei Philips gelandet. Und ja: die sind alle nicht schlecht. Behauptet ja auch niemand. Aber die Menüführung bei den iPods bleibt trotzdem gut.
          Mich nervt übrigens deine subliminale Unterstellerei, dass jeder der das Wort Apple mal positiv besetzt einen an der Waffel hat.

        4. Also ich verstehe nicht, warum alle so auf dem angeblich so tollen Interface der iPods rumreiten. Mag ja sein, dass der Player einfach zu bedienen ist… dafür holt man sich mit iTunes aber die Pest ins Haus. Der ganze Store-Dreck lässt sich inzwischen nicht mehr ganz deaktivieren, das Teil ist langsam, bloated wie wie Pest, installiert zig Dienste mit und belegt damit Ressourcen selbst dann, wenn mans nicht braucht.

  4. Verstehe nicht, warum der Ipod Nano besonders gut für Sportler sein soll. Ein Player ohne Tasten, der nur per Touchscreen zu bedienen ist, soll beim Sport gut sein?? Ich stelle mir schon vor, wie ich bei Joggen anhalten und den Bildschirm aktivieren muss, nur um einen Track zu überspringen. Da passt schon eher der Shuffle.

    Euren Bericht finde ich etwas unsachlich. „Fast surreal“, „der beste Player“ – das klingt für mich etwas euphorisch und unbegründet. Frage mich, ob man sowas hier auch über Cowon-Player lesen würde.

  5. ^Dem muss ich wiedersprechen: ich habe einen Creative Zen XFi 2 mit Touchscreen, und zum Laufen lässt sich das doch ganz gut bedienen, allerdings hat man so ein Gerät im Sport die meißte Zeit laufen und schaltet das erst ab wenn man Fertig ist, aber wenn der Screen nicht zu sehr Verpatscht ist von den Fingern, lässt sich so ein Touchscreenplayer ganz gut bedienen, allerdings hab ich das bis jetzt nur einmal ausprobiert da ich den erst seit kurzem habe und in der Zeit nur einmal laufen gegangen bin..

    Allerdings nerft es mich auch das über all nur von Apple die rede ist, das nerft langsam.., egal ob im Fernsehen oder sonnst wo: wenn jemand bei einer Pseudowissenschaftlich Sendung eine Stopuhr benutz, nimmt er sein Iphone, als wenn eine stinknormale Stoppuhr, die man für 5€ im Sportgeschäft bekommt nicht aussreichen würde..

    Mir ist der Nano für seine gerade mal 16gigabyte mit 180€ viel zu teuer..

      1. Ich habe in meinem PC keine App für sowas…

        Außerdem hat doch alles gestimmt in meinem Kommentar.. (ich weiß schon warum ich hier normalerweise nichts poste..)

        Was ich damit sagen wollte ist: Touchscreenplayer kann man sehr wohl wunderbar beim Sport benutzen, mit etwas Übung geht alles, und ich benutze noch einen bei dem der hackelige Touchscreen ein Kritikpunkt ist..

        Allerdings sind Apple Player nur bedingt die besten die es gibt: sie sind ganz gut, aber für den Preis gibt es besseres..

        1. Fuer mich und meine Beduerfnisse sind sie die besten! Ausserdem verdiene ich mit dem App-Store auch noch Geld! Was will man mehr?

  6. „Auch der Anschluss für eine Fernbedienung und ein Mikrophon wurde aus dem Klinkenanschluss entfernt. Das geschah wohl einfach aus Kostengründen. Ein wirklich winziger Unterschied.“

    Das ist Falsch ich halte grade einen Ipod Touch 4G in der Hand und kann ihn sehr wohl mit denn Apple Kopfhörer mit Fernbedienung und Mikrofon bedienen !

    1. Wenn man auf der Seite von Apple schaut, steht da auch:

      Fernbedienung und Mikrofon werden … vom … iPod touch (2. Generation und neuer) … unterstützt.

  7. Will hier ganz und gar keine Lanze für Apple brechen…, aber:
    Es wird immer wieder vergessen, dass dieser eben nicht nur ein MP3-Player ist, sondern auch ein Minicomputer mit Anbindung an einen Store mit riesigem (Programm- bzw. App-)Angebot (verstehe ehrlich gesagt nicht, was man daran schlecht finden kann), Kleinfilmapparat etc. Benutze das Ding selbst hauptsächlich als Musik- und Podcastabspieler, Datensammler (Datenbank), EMail, … ja da kommt doch Einiges zusammen…

    Daher kann man die Geräte auch nur schlecht vergleichen, wenn der Bezug auf eine bestimmte Eigenschaft fehlt. Und es gibt überall Geräte, die in einzelnen Disziplinen besser sind als der iPod. Aber
    pauschale Urteile á la ‚der ist besser als der…‘ halte ich daher für völlig fehl am Platz und bringen niemendem etwas.

    Meine bescheidene Meinung.

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