Google will JPEGs durch das neue WebP ersetzen

webpcompare

Diese Bilder sehen identisch aus, aber sie sind es nicht. Denn das Schild auf der rechten Seite braucht nur 40 Prozent des Speicherplatzes von der linken Version. Es wurde nämlich im WebP-Format gespeichert, mit dem Google die Übertragung von Bildern beschleunigen will.

WebP ist ein neues Bilddateiformat, das zwar wie JPEG verlustbehaftet komprimiert, dabei aber wesentlich effizienter zu Werke geht. Laut Google basiert die Komprimierung auf der selben Technik, die auch beim von Google geförderten Video-Codec namens VP8 zum Einsatz kommt. Teile der Intraframe-Komprimierung wurden mit einem schlanken Container-Format verheiratet, das seinerseits auf RIFF basiert. Letzteres trage mit lediglich 20 Byte zum Dateivolumen bei, biete aber genügend Flexibilität zur Speicherung beliebiger Metadaten, so Google.

Weiter führt Google aus, dass 65 Prozent der heute im Netz übertragenen Bytes aus Bildmaterial bestehen. Jeder Ansatz der dabei hilft, das Volumen von Bildern zu reduzieren, würde die gigantische Netzlast, die auf Googles Schultern ruht, mindern. Der raschen Verbreitung von WebP steht die Tatsache entgegen, dass kein Browser das Format unterstützt. Deswegen ist unser Beispiel oben auch tatsächlich nur das – ein Beispiel. Dass WebP achtmal mehr Zeit beim Encoden eines Bildes verbraucht als JPEG dürfte sich da schon eher verschmerzen lassen.

Andererseits dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis WebP in Chrome und in der Folge dann auch in anderen WebKit-Browsern aufschlägt, darunter Safari. Ein neues Dateiformat zu etablieren ist keine leichte Aufgabe. Aber wenn jemand die Macht hat, das zu tun, dann ist es wohl Google. [Brian Barrett / Tim Kaufmann]

[Via Chromium Blog, CNET]

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    1. Oder auch nicht.

      Ich meine nämlich, die hatten versucht, mit ihren iPods Firewire zu etablieren.
      Hmmm…welche Kabel liegen jetzt dem iPhone/iPod/iPad dabei? Ich glaube irgend eine Universelle, Serielle Schnittstelle…aber welche war das bloß… :-/

    1. CHuck Norris guckt auch BluRays auf dem C64 und kopiert sie, indem er einen Rohling mit dem gewünschten Filmtitel mit einem Filzstift beschreibt.

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