Amerikanische Pfadfinder, Raubkopien und die Tugend

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Der Schreiberling von Amerikas "Scouting Magazin", dem offiziellen Magazin der dortigen Pfadfinder, empfiehlt, dass Eltern nur CDs hören sollten, die sie im Laden gekauft haben. Denn falls sie legal gekaufte MP3s hören, könnte das die armen Pfadfinderkinder verwirren.

Hier ist mal ein Zitat:

Wie kann ein Pfadfinder ethisches Verhalten in Sachen Musikdownloads vermitteln? Ein Weg: Ein gutes Vorbild sein. Wenn beispielsweise Pfadfinder herumgefahren werden, sollten im Auto nur CDs gespielt werden, die auch wirklich gekauft wurden. Das gilt auch für CDs, die gebrannt wurden (und vielleicht sogar legal sind) – Deine Pfadfinder werden den Unterschied zwischen legalen und raubkopierten CDs, die sie von Freunden bekommen haben, nicht erkennen.

Erste Sahne. Und weiter gehts:

Teil des Problems ist laut Arezt die Frei-für-alle-Natur des Internets, wo Nutzer so gut wie alles umsonst bekommen – etwa Tageszeitungsartikel, für die sie in der echten Welt hätten bezahlen müssen. Bands wie Radiohead haben die Situation noch verkompliziert, indem sie ihre Musik verschenkt oder aber „Zahl soviel Du willst“-Angebote gestartet haben.

Man könnte fast meinen, dass die Verantwortlichen ihre eigene Unfähigkeit auf die Kinder projezieren wollen. [Casey Chan/Jens-Ekkehard Bernerth]

[Scouting Magazine via Geekosystem]

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  1. Ich verstehe nicht, wie man an die Vernunft einer breiten masse appellieren kann. Selbst wenn einige den legalen Geschäften nachgehen, werden immer noch viele Musik runterladen. Es kauft ja auch nicht jeder bei fairtrade, weil es (wahrscheinlich) moralischer wäre (ich kaufe da auch nicht. Sollte nur ein Beispiel sein). Da kann man ja gleich mit Kommunismus kommen und hoffen, dass niemand dieses System für sich ausnutzen wird.

    1. soweit ich das verstehe gehts ja wohl darum das die amerikanischen Pfadfinder sogar zu dumm sind den Unterschied von runtergeladener Musik und runtergeladener Musik per Itunes etc. zu verstehen ^^

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