Dichthalten ist nicht: Teenie verrät sein Passwort nicht und wird deswegen verurteilt

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Verkehrte Welt, könnte man meinen. Da wird ständig angemahnt, dass Passwort aus Sicherheitsgründen oft zu wechseln und es niemandem zu verraten. Doch wie verhält man sich, wenn die Polizei nach dem Passwort des Computers fragt? Wenn man zuvor wegen fragwürdigen Bildern bereits im Knast war, erscheint es als eine gute Idee, es den Beamten zu verraten.

Nachdem er sich weigerte, den Beamten sein 50 Zeichen umfassendes Passwort zu verraten, landete der 19-jährige Oliver Drage im Gefängnis. Nachdem er bereits zuvor wegen dem Besitz von expliziten Bildern Minderjähriger im Kittchen saß, steckte er nun in argen Schwierigkeiten.

Die richterliche Strafe für das Dichthalten: 16 Wochen soziale Dienste in einer Einrichtung für Minderjährige. Die Polizei versucht dem Bericht zufolge immer noch, das Passwort zu knacken. [Kat Hannaford/Jens-Ekkehard Bernerth]

[BBC via The Register]

Tags :
  1. „Landete schon wegen Fotos von Minderjährigen im Knast“ –
    und leistet Sozialstunden in einer Einrichtung für Minderjährige ab.

    HURRA!

  2. Man sperrt also zur Strafe den potentiellen Wolf zu den Schafen?

    Es scheint doch wohl so als ob er bei Herausgabe des Passwortes etwas schlimmeres als 4 Wochen
    Knast + 16 Wochen Sozialdienst erwarten würde.

  3. Dass er verdächtige Bilder auf dem Rechner hatte ist natürlich schlimm, aber seit wann muss ein Angeklagter bei der Aufklärung der Tat mitwirken?! Falls es bei der Strafe tatsächlich nur um das Passwort ging, find ich das Urteil sehr fragwürdig!

  4. Ganz einfach in England gibts seit 2002 ein Gesetz, mit dem Mann in Strafsachen die Herrausgabe der Passworts erzwingen kann.
    Geht bis 5 Jahre haft und darf die Haftzeit des Vorgeworfenen Verbrechenes nicht überschreiten.

    Nebenbei ist wie schon erwähnt der Kerl wegen Kinderpornographie vorbestraft.

  5. Es hat sich ein Inhaltlicher Fehler eingeschlichen.
    Im Originalartike heißt es: „Oliver Drage was ordered to serve 16 weeks at a young offenders institution on Monday“

    Mit anderen Worten 16 Wochen Haft in einem Jungendgefängnis und nicht „soziale Dienste in einer Einrichtung für Minderjährige“ was nach dem Fund von „expliziten Bildern Minderjähriger“ wirklich seltsam wäre. „Serve“ ist hier als „ableisten“ zu verstehen.

    (Wobei ich mich frage ob diese expliziten Bilder Minderjähriger nicht einfach Bilder von Mitschülerinnen waren, die sie selbst angefertigt haben. solche Fälle gabs bereits in den USA. Teilweise wurden dann die Schülerinnen selbst wegen herstellung von Kinderpornographie angeklagt x_x)

  6. Ist es nicht auch in Deutschland üblich Beugehaft anzuordnen? Geht doch in die gleiche Richtung, klingt jedenfalls arg nach Little Brother. Ich würds ihnen auch nicht geben, geht niemanden was an…

  7. Der „The Register“-Link: „has been sentenced to 16 weeks in a young offenders institution“
    Der kommt für 16 Wochen in den Jugendknast, der Typ betreut keine Kinder!!!

    1. Ich glaube, dass es nicht um ein Windows-Passwort geht, sondern dass er wahrscheinlich seine gesamte Festplatte verschlüsselt hat. Aber who knows…

  8. Und ich dachte immer, das man sich nicht selber beschuldigen muss…. Was er ja tun würde, wenn er sein Passwort verrät. Evtl. sollte die Polizei mal bei M$ nachfragen, wie die auf jeden PC kommt LOL.

  9. Das ist nicht das Windows Passwort um das es hier geht denn das wäre für die Polizei kein Hindernis! Die ganze Festplatte wurde verschlüsselt und ohne Passwort sieht man selbst bei ausgebauter Festplatte nur Datensalat also nichts! Ohne Schlüssel wird man da nicht so ohne weiteres rein kommen…

  10. Oh Gott. Ist das schlecht übersetzt. Kauft euch mal anständige Übersetzer ein. Das kriegt doch sogar ein 3-Sterne-Texter auf diversen Copy-Plattformen hin. PEINLICH!

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