Die Welt in Relation

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Einen sehr genauen Blick auf das Wesentliche ermöglicht das Video "Powers of 10".

Es beginnt mit einem 1-Meter großen Quadrat. Alle zehn Sekunden zoomt der Bildausschnitt um ein Zehnfaches Heraus. Also 10 hoch 1, 10², 10³ etc., bis irgendwann mal 10 hoch 24 erreicht ist, die maximal beobachtbare Größe des Universums. Dann gehts wieder zurück und ins Detail. Sehr ins Detail…

Am Ende des Streifens ist der Betrachter nicht nur wieder am Ausgangspunkt des Films, sondern auch eine Erfahrung reicher, wie die Welt im Großen als auch im Kleinen aussieht auf Quarks-, Protonen- und Atomebene.

Unglaublich inspirierend, nicht wahr?

Der Film wurde 1968 von Charles and Ray Eames gedreht und wird am 10.10.10 entsprechend weltweit gewürdigt. [Rosa Golijan/Jens-Ekkehard Bernerth]

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[Powers of 10 und FlavorPill]

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  1. Erinnert mich so ein bisschen an die Punschtorte-betriebene Maschine aus „Per Anhalter durch die Galaxis“, die einem die eigene Größe in Relation zum restlichen Universum zeigt und dabei den Geist zerstört oder so etwas…

  2. Also dafür das das Video einige Jahre auf dem Buckel hat erstaunt es mich wieviel man „damals“ schon wusste.

    Es erinnert einen gerne daran wie unwichtig man doch eigentlich ist. Wobei jeder Mensch und jedes andere Objekt ja quasi ein Universum für sich darstellt. Ich frage mich manchmal wie weit man noch rein oder rauszoomen könnte. Gibt es ein Ende? Und was wenn nicht?

    Mir ist aber mal was aufgefallen was die Größe in Relation zur Zeit betrifft und ich meine es gibt auch Abhandlungen davon:

    Warum können wir eine Fliege schlecht fangen? Weil ein Riese uns auch nicht mal eben packen könnte. Hier stelle ich aber mal nicht die Schwerkraft oder irgendeine Masse in den Raum sondern die These das die Zeit für größere Objekte langsamer abläuft und für kleinere Dinge schneller. Würde erklären warum Ameisen so rumwuseln, Fliegen so schnell sind aber ein Universum in unseren Augen quasi stillsteht. Das Licht woraus etwas Sichtbares entsteht bestimmt denke ich die Zeit und somit alle für uns wahrnehmbaren Bewegungsabläufe.

    Eine andere Sache die mich wurmt dabei ist noch folgendes: Wir sehen Sterne. Toll..aber wie kann das sein? Wenn ein Stern in alle Richtungen Licht aussendet, warum sehen wir dann nur quasi die 2D frontansicht des Sternes und nicht den Rest des Lichtes das in die anderen Richtungen geht. Theoretisch müsste doch inzwischen alles total überbelichtet sein wenn jeder Stern Licht abgibt, oder verschwinden Lichtpartikel nach einer gewissen Entfernung. Kann ja eigentlich nicht sein wenn wir Sterne sehen. Wenn ich also mit ner Taschenlampe in den Himmel leuchte dürften die Astronauten auf der ISS zwangsweise irgendwann mein Licht sehen wenn ich lang genug draufhalte ?! Fragen über Fragen =)

    lg,
    KJ

    1. Das Lichtproblem kann ich für dich lösen: Jedes Element welches im Licht steht, ob Planet oder Staubkorn, absorbiert einen Teil der Lichtenergie und wirft einen Teil zurück. Irgendwan ist einfach kein Licht mehr da ;-)

    2. Das Problem mit dem Licht von den Sternen ist schon früher aufgefallen und wird „Olberssches Paradoxon“ genannt.

      Ich zitiere zur Lösung mal Wikipedia: „Licht kann uns in endlicher Zeit, in der das Universum existiert, nur aus einem endlich großen Bereich erreichen, in dem sich nur endlich viele Sterne seit dem Urknall entwickelt haben. Außerdem besitzen Sterne nur eine endliche Lebensdauer, was die Anzahl der Sterne, deren Licht uns erreichen kann, weiter einschränkt. Durch interstellare Dunkelwolken wird die Helligkeit von dahinter liegenden Sternen zusätzlich reduziert.“

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