Ungarns Chemieunfall vom All aus gesehen

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Während in Ungarn Arbeiter verzweifelt versuchen, einen Not-Damm zu bauen, um eine zweite Katastrophe abzuwenden, zeigen Satellitenbilder der NASA die unglaublichen Ausmaße der giftigen Brühe, die acht Menschen tötete und drei Dörfer überflutete.

Die Bilder wurden am 9. Oktober 2010 vom Advanced Land Imager über den NASA-Satellit Earth Observing-1 gemacht. Die Fabrik des Aluminiumherstellers ist auf beiden Fotos auf der rechten Bildseite zu sehen. Dazu gehören auch die blauen und braunen Auffangbecken. Die aufgerissene Stelle kann man in der Vergrößerung gut sehen. Die Flut hat sich ihren Weg durch den nordwestlichen Teil des Reservoirs gebahnt und ist über die angrenzenden Felder gelaufen.

Der rot-orangene Streifen der westlich der Fabrik verläuft, ist der giftige Abfall. Er ist mehrere Kilometer lang und geht Richtung Westen zu einem Fluss. Die BBC berichtete, dass die Behörden versuchten, mit Barrieren im Fluss Marcal zu verhindern, dass das Gift in die Donau läuft. Das ließ sich leider nicht verhindern. Tests ergaben jedoch, dass die Verschmutzung von Europas zweitgrößtem Fluss weit geringer ausfiel als ursprünglich befürchtet. Es droht aber ein weitere Flut und der langsam trocknende Schlamm setzt giftigen Staub frei. Es gibt also noch eine Menge Schäden zu beseitigen. [Kyle VanHemert / Andreas Donath]

[Via NASA, CNN]

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