Schweizer Tunnel ist der längste der Welt

Switzerland World's Longest Tunnel

Nach zwanzigjähriger Buddelarbeit, die von über 2.500 Arbeitern geleistet wurde, haben die Schweizer die letzten Meter Fels gesprengt, die dem neuen Gotthardtunnel noch zu seiner Vollendung fehlten. Selbst hartgesottene Bergarbeiter sollen mit den Freudentränen gekämpft haben.

Der Tunnel, der sich über eine Strecke von 57 Kilometern erstreckt, wurde bereits 1947 konzipiert , um Waren effizienter transportieren können, insbesondere auf der Strecke zwischen den Hafenstädten Genua und Rotterdam. Unter dem Jubel, Feuerwerk und Trompeten durchstieß der Bohrer Sissi die letzten zwei Meter Fels. Eduard Bär, der Vorarbeiter, sagte dazu: „Das war der wunderbarste Moment meiner 36jährigen Karriere im Tunnelbau“.

Peter Fueglistaler, der Leiter der zuständigen Schweizer Behörde, gab sich überschwänglich, als er die Bedeutung des Tunnels für sein Land beschrieb: „Wir sind keine besonders emotionalen Menschen, aber den längsten Tunnel der Welt zu besitzen, das ist auch für uns etwas ganz, ganz besonderes.“

Die Schweizer haben allen Grund, stolz zu sein. Der Spiegel schreibt über die technischen Hürden, die es zu überwinden galt: „Weil sie mit zwei sogenannten Zwischenangriffen zusätzliche Fronten aufmachten, konnten die Bauleute bis zu acht riesige, rund 3000 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschinen gleichzeitig zum Einsatz bringen – und so dramatisch an Zeit gewinnen. „Außergewöhnliche logistische Konzepte“ seien nötig gewesen, sagt Fachmann Thewes. So mussten Spezialisten bei Sedrun einen riesigen senkrechten Stollen in den Berg schneiden, um die Bauarbeiten auch in der Mitte des Tunnels starten zu können – 800 Meter fraßen sie sich dazu senkrecht in den Fels.

Wo die schweren Tunnelbaumaschinen nicht zum Einsatz kommen konnten, wo das Gestein bröckelig war, arbeiteten die Mineure mit konventioneller Sprengtechnik. Problematisch waren zum Beispiel die Zonen aus Kakirit. Das ist ein ursprünglich festes Material, das aber bei der Faltung der Alpen zermahlen wurde. Die Untertage-Profis hatten damit zum Beispiel im Bereich des sogenannten Tavetscher Zwischenmassivs zu tun.

„Niemand hat je in solch einer Tiefe in diesem Gestein gebaut“, sagt der Geotechniker Georgios Anagnostou von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. „

Wenn der Tunnel 2017 fertiggestellt wird, können Passagiere und Güter mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h durch die Alpen sausen. [Kyle VanHemert / Tim Kaufmann]

[Via Yahoo!, Der Spiegel]

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  1. und weiter? Das war ja nun wirklich auf jeder Nachrichtenseite zu lesen. Wenn Ihr nun schon Allerweltnews bringt, dann doch bitte zeithnah und aktuell und nicht zig Tage später.

  2. „Wenn der Tunnel 2017 fertiggestellt wird, können Passagiere und Güter mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h durch die Alpen sausen.“ Mir ist nicht bekannt, dass man in der Schweiz überhaupt so schnell fahren darf. Darüber hinaus handelt es sich hier um einen Autobahntunnel, für welche ebenfalls besondere Geschwindigkeitslimits gelten. Ich halte also diese Angabe für ein wenig überzogen.

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