11-Zoll MacBook Air im Test – ein kleines Wunder

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Das 11 Zoll Air ist der portabelste Laptop, den Apple herstellt. Und auch wenn es vom Preis her eher dem kleinen MacBook ähnelt, so wird es in erster Linie dem iPad Kunden abgraben und alle die für sich gewinnen, die einen nahezu unsichtbaren Computer überall mithinnehmen möchten.

Der Unterschied ist aber auch, dass man sich mit dem iPad bequem auf die Couch lümmeln kann, während das Air ein produktiv nutzbarer Computer ist. Die Tasten sind von gescheiter Größe, das Trackpad ist groß genug und dank der Auflösung von 1.366 x 768 kann man auch auf dem verhältnismäßig kleinen Display gescheit arbeiten.

Was mir bei meiner Arbeit mit dem kleinen Air auffällt, das ist der himmelweite Unterschied zwischen dem, was die Benchmarks über das Gerät sagen und wie es sich in der Praxis anfühlt. Der vergleichsweise alte 1,4 GHz Core2Duo, 2 GB RAM und ein integrierter Grafikadapter schlagen sich in einem GeekBench Score von 2.253 nieder. Das 13er Air schafft es auf gut 3.000 Punkte und das 13er MacBook Pro sogar über 3.200. Anandtech berichten unterdessen davon, dass sich auch die SSD nicht gerade ein Bein ausreißt.

In der Praxis fühlt sich das Air aber an wie ein waschechter Mac. Ich habe es eine Woche lang als Ersatz für mein 15er MacBook Pro verwendet und es gleichzeitig mit mehr als zwanzig geöffneten Browser-Tabs, IM, Mail, iTunes, Text-Editor und Twitter strapaziert, ohne dass es in die Knie ging. Die schwache CPU macht sich nur dann bemerkbar, wenn man zum Beispiel Videos komprimiert oder Bilder bearbeitet und während man HD-Videos schaut kann man eben sonst nicht viel mit dem Air anfangen, was sich aber auch ein Stück weit durch das Display ergibt.

Im großen und ganzen hat Apple mit dem kleinen Air ein Stück Hardware entwickelt, das ultraportabel ist, uns Nerds aber kaum Kompromisse zumutet. Es gibt ein anständiges Display, ein Keyboard ausreichender Größe, USB-Ports. Andererseits ist der Akku ziemlich kurzlebig – ungefähr vier Stunden je Ladung. Zudem sind 64 Gigabyte SSD (von denen effektiv 48 nutzbar sind) knapp bemessener Speicherplatz – Cloud hin oder her.

Dennoch: Das 11-Zoll-Air könnte der erste Computer sein, den man wirklich überall mit hinnehmen kann, ohne dass man den leistungsfähigeren Kollegen aus dem Büro vermisst. Und die 1.000 Euro, die ich dafür hinblättern muss, tun nicht lange weh. Zumindest nicht, nachdem ich mein iPad verkauft habe. [Tim Kaufmann]

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  1. naja, der überschrift entsprechend ört sich dieser bericht ja nun garnicht an.
    „ein kleines Wunder“

    wo is denn das wunder nun?
    davon habe ich nix lesen können.
    hört sich für mich eher sogar sehr entäuschend an was da erwähnt wird.

  2. Vor allem ist ein 11,6″ weder neu noch besonders. Abgesehen von in der Leistung nicht vergleichbaren Netbooks gibt es schon länger Geräte wie das Acer Timeline 1810 oder inzwischen das 1830 (mit Core-i CPU) oder mit mattem Display das Travelmate 8172, die Akkulaufzeiten von 7-10 Stunden erreichen und auch sehr portabel sind, gleichwohl nur die Hälfte bis zwei Drittel kosten. Und im Preisbereich des Air gibt es noch portablere Alternativen von Sony mit nur knapp 800 Gramm Gewicht etc. etc. Das Air ist ein schönes Stück Technik, aber weder ein Wunder noch sonst so spektakulär wie häufig glauben zu machen versucht wird.

  3. ja, ich kann es nur bestätigen. das neue macbook air ist einfach magic und remarkable!
    ich habe mir schon zwei stück bestellt, falls mal eins kaputt gehen sollte!
    apple hat mal wieder eine neue geräteklasse erfunden. es ist ja schlieslich kein netbook, sondern ein macbook air!
    etwas zwischen ipad und macbook. freue mich was apple demnächst rausbringt. bräuchte noch etwas kleineres zwischen ipad und macbook, weil ein iphone schon viel zu klein ist.
    hoffe die bringen bald ein 5 oder 7 zoll ipad raus. das wäre perfekt!

    applepower!

  4. Wie kann man es wagen ein amazing product wie das neue Apple MacBook Air mit Benchmarks und Laufzeittests in Frage zu stellen? Wenn Apple ein Produkt wie das neue Apple MacBook Air auf den Markt bringt ist es das beste Notebook der Welt, ist doch klar! Einfach magisch! Und euer Autor wird in der iHölle schmoren dafür dass er dem iPad so grundlos den Rücken kehrt!

  5. Hahaha, all das, außer der display auflösung kann mein 400€ asus netbook auch, was ist denn nun das wunder???? Naja, das bildzeitungs niveau hier hat wenigstens großen unterhaltungsfaktor.

  6. Was mich interessieren würde: vermisst du die nicht vorhandene Tastaturbeleuchtung? Für mich momentan das wichtigste Kriterium für den Nicht-Kauf (und dass obwohl ich seit Monaten auf ein ebensolches Gerät gewartet habe)…

  7. ja so ein Wundergerät habe ich auch
    Nur das es nur 599 € kostet…
    der Akku 8 Std hält…
    und ein drehbares Display hat
    Acer 1825 PTZ
    Wer zahlt denn freiwillig 1.000 € für son angebissenen Apfel
    ;-)

    1. „ja so ein Wundergerät habe ich auch
      Nur das es nur 599 € kostet…
      der Akku 8 Std hält…
      und ein drehbares Display hat
      Acer 1825 PTZ
      Wer zahlt denn freiwillig 1.000 € für son angebissenen Apfel
      ;-)“

      Dafür ist dein Acer 1825 PTZ auch mal extrem hässlich ;)

  8. ich mag nichts mehr hören, davon wie günstig die Win / Linux Rechner gegenüber dem Mac sind.
    Es ist ein andere Plattform mit anderem Betriebssystem und wenn mir jemand mal ein Sony – denen trau ichs am ehesten zu – Netbook zeigt, das genauso dünn, stabil, schnell ist mit vergleichbarer Ausstattung, dann müssen wir uns nur noch über den Preis unterhalten.

    Die Netbooks, die ich bisher aus Kunststoff gesehen habe, waren nicht annähernd so leistungsfähig und so dünn.

    Wer ein Macbook haben möchte, weil er das Bestriebssystem besser findet bzw. andere Apples im Hause hat ist das eine Entscheidung.
    Ich würde zu meinen Apple-Geräten kein Windows-Notebook stellen. Genausowenig ist es sinnvoll, zu einer Farm von Win-PCs ein MacBook zu betreiben.

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