Terrorpanik: Todesstoß für Internet in Flugzeugen?

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Dilettantische Terrorpläne sorgen häufig für erhöhte Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen. Die jüngsten Ereignisse könnten allerdings das geliebte WLAN an Bord von Flugzeugen begraben.

Die Tonerbomber setzten SIM-Karten und einige seltsame Verdrahtungen ein, die offenbar die Bombenfracht auslösen sollten. Nun sind einige Ermittlungsbehörden wohl ziemlich auf den Zug abgefahren und schlagen vor, einmal genau zu untersuchen, ob die Bord-Telefone und WLAN-Verbindungen nicht dafür sorgen könnten, ähnliche Bomben auszulösen.

Nach Informationen von Wired gibt es wenig Streit darüber, dass die Elektronik der Tonerbomben nicht mehr war als Zeitzünder. Und nicht etwa anrufgesteuerte Bomben. Das verhinderte einfach die Entfernung zum Boden.

Anrufe waren nicht möglich, teilte Roger Cressey mit. Er ist ein ehemaliger Terrorbekämpfer, der während der Regierungszeit von Clinton und George W. Bush aktiv war und nun für Goodharbor Consulting arbeitet. Sollten die Terroristen geplant habe, die Bomben aus größerer Entfernung per Telefonanruf hochgehen zu lassen, hätten sie sie unter Umständen nicht erreicht. Ummöglich wäre es nicht gewesen, vor allem beim Start und bei der Landung.

Roland Alford von der auf Sprengstoffe spezialisierten Firma Alford Technologies gab allerdings zu bedenken, dass Telefone und die WLAN-Internetverbindung an Bord der Flugzeuge durchaus eine Möglichkeit bieten würden, die Distanz zu überwinden.

Vor allem die WLAN-Funktion könnte Terroristen zahlreiche Möglichkeiten eröffnen, die Bomben an Bord zu zünden. Sollten sie in der Lage sein, über das Internet Geräte an Bord zu erreichen, wäre das schon erschreckend.

Diese Möglichkeit könnte bald dafür sorgen, dass Internetverbindungen an Bord nicht mehr erlaubt sind. [Rosa Golijan / Andreas Donath / mr]

[Via Wired]

Illustration: Sam Spratt

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  1. Gute Idee. Von solch einem Verbot werden sich Selbstmördattentäter, die versuchen einen Zünder aus dem Flugzeug heraus auszulösen, natürlich auch abhalten lassen. Man will ja schließlich nicht riskieren im Paradies mit den 72 Jungfrauen durch eine Klage der Fluggesellschaft gestört zu werden.

  2. Der nächste schritt muß und kann nur sein alle uhren weltweit zu verbieten, außerdem sollten alle erstgeborenen getötet werden……

  3. ich glaub dass man, wenn man ein flugzeug sprengen will, es trotz allen sicherheitsvorschriften machen kann.. ich selbst hatte mal einfach ein feuerzeug in der hosentasche und das wurde nicht entdeckt, ebenso wenig wie gras im geldbeutel (nicht meins= und ein haarspray im 2. gepaeckstueck als handgepaeck. und das in einem flugzeug das vom jfk gestartet ist.

  4. was soll denn der tolle vorteil voninternet sein? was nen terroristen interessiert, dürfte wohl ort und zeit sein.
    Ne terror app ist also bei nem i phone gut denkbar.
    ist doch alles drin: uhr, gps und beschleunigungssensor.
    Smartphones sind ein Blumenstrauß an Möglichkeiten.
    Der gute alte Trick: erst hören obs tickt und dann schüttlen bringt wohl nix.

    Was spricht eigentlich dagegen, dass terroristen dronen mit rc modellen und Agumented Reality – Smartphones bauen?

  5. Hach ja, wann checken die Behörden eigentlich, dass es beim Terror nicht mehr darum geht, ein Flugzeug in die Luft zu sprengen, sondern vielmehr darum, Terror durch die dadurch restriktiver werden Risikobeherrschungsmaßnahmen ausüben zu lassen.

    In Wahrheit gehts aber wahrscheinlich nur darum, dass durch jede Briefbombe im Flieger die Versicherungspolicen steigen, wenn sich die Airlines nicht dagegen wappnen ;)

  6. Bei jeden Flug ein Neues Wlan Password Per Display im Flugzeug anzeigen, Problem gelöst. Automatische Bomben finden kein Wlan mehr, also keine Gefahr.
    Oder anders. Wlan zugänge namentlich registrieren.
    Oder Frachtraum von Wlan und GPRS oder sämlichen Funk abschirmen.

    Dazu dann bitte noch Ginko Tee Trinken und ein beruhigungs Zäpfen einführen.
    Ansonsten Haben Terroristen nämlich ihr sekundär Ziel erreicht, uns das Leben schwer zu machen.
    Scheiss auf den Terror, ich will meine eigene Cola im Flugzeug trinken.

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