Virusforschung könnte Schnupfen den Garaus machen

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Forscher der Universität Cambridge haben herausgefunden, dass unsere Immunabwehr Viren nicht nur außerhalb der Zellen sondern auch innerhalb der Zellen bekämpfen kann. Diese Entdeckung ist ihren Angaben nach bahnbrechend und könnte Millionen von Leben retten und ganz nebenbei dem Schnupfen auslöschen.

Viren sind für mehr Tote verantwortlich als Krebs. Sie können sehr schlecht durch Medikamente bekämpft werden. Bislang besagte die Theorie, dass eine infizierte Zelle vom Immunsystem des Körpers nicht mehr geheilt werden kann, ohne sie gleich umzubringen.

Ein Forscherteam der Molekularbiologie an der Uni Cambridge fand heraus, dass das so nicht stimmt. Ein natürlich vorkommendes Protein namens TRIM21, das in die Zelle eindringt, kann sich dort ab den Virus anheften. Das Immunsystem bekämpft darauf hin das Virus auch in der Zelle, die es infizierte. Das dauert unter Umständen nur zwei Stunden. Die Vorstellung ist, dass man dieses Protein künftig als Medikament benutzt so wie Antibiotika gegen Bakterien.

Bislang wurde nur an Zellen von Tieren und Menschen im Reagenzglas geforscht. Tierversuche sollen bald folgen. Wenn diese erfolgreich sind, könnten weitergehende Tests erfolgen, die vielleicht in Medikamenten münden, mit denen Viruserkrankungen bekämpft werden könnten. Wer jetzt an einem Schnupfen leidet, wird nichts mehr davon haben, aber für die Zukunft kann man zumindest hoffen. [Andreas Donath / Kyle VanHemert]

[Via BBC, Independent]

Foto: Ed Uthman

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