James Cameron: „3D-TV ohne Brille braucht noch 10 Jahre“

jamescameroncamerpic

Obwohl Toshiba in Japan bereits die ersten 3D-TV-Geräte ausliefert, für die man keine Brille mehr aufsetzen muss, geht Star-Regisseur James Cameron davon aus, dass es noch "acht bis zehn Jahre" dauern wird, bis solche autostereoskopischen Geräte so richtig abheben.

Das gab Cameron anlässlich einer Rede auf der Blu-Con 2010 zu Protokoll. Dabei ließ er sich auch über die Extended von Avatar aus. Jede der 16 zusätzlichen Minuten der verlängerten Version hat Fox eine Million Dollar gekostet, was schließlich zu der Entscheidung führte, diese Version noch mal in die Kinos zu bringen, damit sie dort etwas von diesem Geld wieder einspielen kann.

Erneut forderte Cameron, dass Studios mehr Filme direkt in 3D produzieren müssten, statt entsprechende Effekte erst in der Post-Production hinzuzufügen. Als Negativ-Beispiele nannte er Kampf der Titanen und den neusten Harry Potter Film: „Wie das schiefgehen kann, sieht man beim jüngsten Harry Potter Film, bei dem das selbe Studio den selben Fehler wiederholt hat – und diesmal richtig Prügel dafür bezieht, denn der Film wurde einfach nicht fertig. Man hat ihn als 3D-Film angekündigt, einiges an Geld investiert, um ihn in der Post-Production entsprechend aufzubereiten, es dann aber einfach nicht hinbekommen.“

Also ich finde den Grundgedanken hinter 3D ja nicht schlecht. Aber zum einen fehlt es mir an Content, zum anderen gucke ich nur ganz wenige Filme so aufmerksam, dass ich dafür eine Brille aufziehen würde. Meistens hat man ja doch den Laptop auf dem Schoß. 3D ohne Brille wäre für mich ein echter Killer. Und: Ich kann warten! [Kat Hannaford / Tim Kaufmann]

[BBC and TechRadar]

Tags :
  1. Interessant, genau ein Satz zum 3D-TV ohne Brille von Cameron und ein ganzer Abschnitt darüber, dass man Filme direkt in 3D drehen müsse.
    Die Überschrift ist demnach nicht gerechtfertigt.

  2. Bei diesem ganzen Kram stört mich ganz massiv eins: Da werden technische Feuerwerke aufgefahren und technischer kein Aufwand ist zu groß. Statt in Technik sollten die aber lieber mal in Drehbücher investieren. Hollywood produziert doch fast nur noch Filme, die sich mühsam von einem technischen Effekt zum anderen hangeln müssen, weil die Story dünner ist als die eines Dada-Gedichts.

  3. „Trotz aller Schwierigkeiten versprechen die Wissenschaftler, dass die von ihnen nun vorgestellte Technik in sieben bis zehn Jahren in den Wohnzimmern interessierter Kunden zu finden sein könnte.“
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,727044,00.html#ref=rss
    Da geht es um 3D-Hologramme. Da frage ich mich, wer nun recht hat? Haben wir in 8 bis 10 Jahren Hologramme bei uns zu Hause oder brillenlose 3D-Fernseher?
    @3D-Ulf: Ein Quantensprung ist doch eigentlich der kleinste Sprung, den man sich denken kann? Ich persönlich finde 3D zwar ganz nett, aber mehr auch nicht. Bei Spiele ist es für mich aber ein echter Mehrwert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising