Microsofts Kampf gegen Windmühlen

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Die New York Times berichtet in einem längeren Artikel über die konstante Bedrohung durch Softwarepiraten und Microsofts kontinuierlichen Kampf dagegen. Es ist eine schmutzige Geschichte über organisiertes Verbrechen, Milliarden US-Dollar, CSI-ähnliche Techniken und ausländische Regierungen.

Microsoft bildet Einsatzgruppen aus, welche die Rechte am geistigen Eigentum im Ausland wahren und den Hersteller im Kampf gegen Piraten unterstützen sollen. Zusammen versuchen sie das große Geschäft der Softwarepiraterie zu Fall zu bringen. Doch diese Jungs sind gut. Sie haben Fabriken, die hundertausende von Raubkopien produzieren und Microsofts Produkte so gut sie können. Da wird sogar das Hologram in China nahezu 1:1 nachgemacht, inklusive spezieller Schriftart.

Microsoft kämpft nahezu an allen Fronten. Wenn die Piraten nicht den klassischen Vertriebsweg wählen, verteilen sie Downloadlinks im Netz, wo die raubkopierte Software heruntergeladen werden kann. Nach Angaben von Microsoft gab es eine Zeit, in der sie im Monat 10.000 solcher Links entfernten. Heute sind es 800.000 im Monat.

Selbst das organisierte Verbrechen mischt heutzutage in der Softwarepiraterie mit. Interessanterweise sehen sie das als ein lohnenswertes, da höchst lukratives und wenig risikoreiches Betätigungsfeld, im Gegensatz zu KIdnapping oder Drogen. Einige sind sogar so dreist und drucken ihre Initialen auf das Cover, etwa FMM, was für Familia Morelia Michoacana steht.

Piraterie ist überall. Und es sieht so aus als ob Microsoft neue Wege entwickelt, sie zu bekämpfen. [Casey Chan/Jens-Ekkehard Bernerth]

[NY Times]

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