B&W Nautilus-Lautsprecher in 400 Stunden nachgebaut

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Lluis Pujol hat über 400 Stunden an einem Paar Lautsprecher gearbeitet. Inspiriert haben ihn die Nautilus-Lautsprecher von Bowers & Wilkins, die rund 60.000 US-Dollar (ca. 43.000 Euro) kosten. Ein Fototagebuch zeigt jeden der einzelnen Arbeitsschritte.

Pujol hat ein elfseitiges Tutorial veröffentlicht, die die Entstehungsgeschichte seiner schneckenförmigen Lautsprecher zeigt. Von der Kontruktion des Gerippe, der Bespannung, der Lackierung bis hin zur Produktion der Ständer und der Elektrifizierung ist alles fein säuberlich abgelichtet worden.

400 Stunden hört sich viel an – das sind immerhin 50 Tage zu je acht Stunden. Aber verglichen mit den 60.000 US-Dollar, die das „Original“ kostet, war das doch noch recht günstig. Das wäre rechnerisch ein Stundenlohn von 150 US-Dollar. Nicht schlecht, oder? [Kat Hannaford / Andreas Donath]

[Via Mundo Hi-Fi, HackNMod, Technabob]

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  1. So sehr ich die handwerkliche Arbeit und die Fähigkeiten des Mannes auch bewundere, die Lautsprecher sind in meinen Augen hässlich wie die Nacht. Aber das ist ja Geschmackssache.

  2. Über Geschmack streitet man ja nicht, aber mir gefallen die auch nicht unbedingt. Aber, daß was der Herr da geleistet hat, verdient respekt. Toll gemacht.

  3. Und was hat er für Elektronikkomponenten benutzt?
    „Nur“ das Gehäuse nachzubauen ist eine Sache, aber wenn dann nur Bauteile benutzt sind so dii solala sind, dann lieber ein paar gescheite kaufen. Es müssen ja keine sein fpr 60000€ ;)
    Das hier hat ungefähr das gleiche Niveau wie iphone nachbauten aus China. Sehen genauso aus, aber drinnen steckt low-tech.

    Wobei ich in dem Fall das Handwerkliche Geschick des Erbauers durchaus sehe und respektiere.
    Hätte er aber was eigenes gemacht , wäre es besser gewesen.

  4. OK, das Design wurde gut nachgebildet. Ich finde es hässlich aber das ist ja Geschmackssache.
    Es gibt da aber einen sehr großen Haken: hier wurden nicht die gleichen Treiber wie im Original eingesetzt. Dadurch passen Gehäuse und Treiber nicht zusammen wodurch das Klangergebnis leidet. Auch sonst unterscheiden sich Technik und Materialien. Der Nachbau ist zwar vermutlich ganz gut aber er kann nie und nimmer auch nur ansatzweise mit dem Original mithalten.

  5. Ich glaube hier muss man erstmal die Spreu vom Weizen trennen.
    Jeder, der sich für Boxenbau interessiert wird wissen, dass der Treiber zuerst da sein muss und dass man dann für DEN Treiber das beste Gehäuse baut und nicht andersrum. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass in den Boxen Spitzen-Treiber stecken und die sehr wahrscheinlich den teuersten Teil an den Boxen ausmachen.
    Zur Form sei gesagt, dass für jemanden, der sowas baut, der Klang im Vordergrund stehen dürfte und der sieht nunmal für einen Bass-Treiber einen endlosen Schallraum als optimal vor.
    Ein gefaltetes Horn kommt dem schon nahe, aber ein Schneckengehäuse schafft das meisterhaft.
    Das Design ergibt sich also zwangsläufig so und wem’s nicht gefällt, der muss es ja nicht nachbauen.
    Also von mir bekommt das Meisterwerk von Herrn Lluis Pujol fünf Sterne *****.

    1. Das Volumen für den Bass muss da sein. Egal welche Form! Oder warum sehen Subwoofer so quadratisch aus? ;) Und das Volumen muss zum Treiber berechnet sein.
      Die Schneckenform ist wohl nur optisch… wem’s gefällt xD

      1. Das kann nur einer sagen, der sich damit noch nicht wirklich auseinander gesetzt hat. Es gibt tatsächlich Boxenformen, und ganz wichtig dabei ist das Innenleben, die für den Treiber ein viel größeres Volumen erzeugen, als die Box letztendlich real hat. Aus solchen Boxen kommen dann auch die tiefsten Töne klar und kräftig ohne große Treiberauslenkung.
        Subwoofer sehen nur deswegen „so quadratisch“ aus, weil das die herstellergünstigste Variante ist, die den meisten Profit abwirft. Abgesehen davon ist die Quaderform schon deswegen nicht optimal, weil es darin immerhin 3 parallele Wändepaare gibt, die schöne Interferenzen erzeugen. Das Problem gibts in der Schnecke sicher nicht.
        Boxenbau ist nix für Möchtegerns, da gehören schon gescheite Grundlagen dazu.
        Und wegen Rechte … solange er’s nicht in Serie fertigt und verkauft dürfte das B&W wurscht sein.

  6. Tolle Sache, und Glück für ihn, daß er sich keine verrückte Firma ausgesucht hat, die ihm seine Anwälte wg. unautorisierten Nachbaus o. dgl. schickt. Wäre mal ein Tip für B&W (und andere), die Lautsprecher als Bausatz anzubieten

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