Russischer Knast wird mit Klapp-Karibik aufgemotzt

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Im berüchtigten Moskauer Butyrka-Gefängnis haben sie alle gesessen - von Alexander Solschenizyn bis hin zu Hitlers Neffe. Noch bevor das Jahr um ist werden die Insassen ihren Knast von einer ganz neuen, karibischen Seite kennenlernen. Sonnenbänke für Alle!

Die Entscheidung kommt kurz nachdem der prominente Anwalt Sergei Magnitsky im Butyrka verstarb, und wer weiß wieviele unbekannte Insassen noch. Die russischen Gefängnisse beherbergen durchschnittlich anderthalbmal so viele Häftlinge wie sie eigentlich aufnehmen dürften. HIV und Tuberkulose sind weit verbreitete Krankheiten.

Merkwürdig, dass angesichts dieser Zustände ausgerechnet die Klapp-Karibik unter dem Vorwand der Gesundheitsvorsorge in den Knast einzieht. Die gleichzeitig versprochenen Ultraschallgeräte scheinen da schon eher angemessen zu sein. Außerdem gibt’s künftig Skype-Kontakt zur Außenwelt. Auch über die Einführung von Schlammbädern denken die Behörden derzeit nach. Gut für die Knastbrüder, dass die Grenze zwischen Vorsorge und Luxus offensichtlich fließend ist. [Brian Barrett / Tim Kaufmann]

[Via Reuters, The Daily What]

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  1. Weitere Ideen

    Damit die Häftlinge sich später besser in die Gesellschaft eingliedern können, entweder Bewerbungsgespräche mit der Mafia oder “BWL“-Studium einführen.
    Ein Pornokino kann auch nicht schaden oder gar ein Knast-“Strich“, vielleicht entdecken manche für sich einen neuen Berufszweig, Stricher oder Zuhälter. Und da Alkohol bekanntlich die Stimmung hebt, eine Schnapsbrennerei für das Gefängnis.

  2. @marCH1LLL: Dein Kommentar ist zwar nicht witzig, aber dafür ist er wenigstens…..ne doch nicht, ist einfach nur nicht witzig. ^^

  3. Man muss unterscheiden was versprochen wird und was tatsächlich umgesetzt wird. Ich glaub die wären schon glücklich, wenn im Winter geheizt wird und wenn das Zwischenleben menschlich ist. Anders als in den USA gibt es in Russland keine Einzelzellen, was das Zusammenleben erschwert.

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