Chinesische Twitterin wandert für Witz-Tweet in den Knast

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Chinesen dürfen nicht auf Twitter zugreifen, aber natürlich gibt es da ein paar Hintertüren, über die der Zugang doch klappt. Cheng Jianping und ihr Verlobter Hua Chunhui, sind durch solche Türchen spaziert. Für den per Twitter verschickten Witz ihres Verlobten wanderte Cheng nun in den Knast - am Hochzeitstag.

Als ob das nicht schon bitter genug wäre, ließ die Polizei die Familie und den Verlobten im Unklaren über die Verhaftung, was diese zu der Vermutung veranlasste, dass sie der Typ von Braut ist, der sich nicht traut. Und das alles wegen folgender Nachricht: „Anti-Japanische Demonstrationen, bei denen japanische Produkte vernichtet werden – das hat Guo Quan schon vor Jahren gemacht. Also kein neuer Trick. Wenn man das wirklich ein bisschen verschärfen wollte, dann würde man sofort nach Schanghai fliegen und den japanischen Expo-Pavillion einschlagen“.

Zu einem Witz wurde das ganze durch den Zusatz „Wütende Jugend, erhebe Dich“.

Für ihre Zeilen landete Cheng in einem Arbeitslager, wo sie sofort in einen Hunterstreik trat. Sie soll ein Jahr einsitzen, wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“. All das geschieht nur eine Woche nachdem der Ire Paul Chambers für einen Tweet gerichtlich verurteilt wurde. Tweeters, seid wachsam. [Kat Hannaford / Tim Kaufmann]

[Via Amnesty, CNET UK]

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    1. Hunterstreik… LOL
      mal im ernst, wenn Twitter eigentlich gesperrt ist und nur über Zusatzdienste erreichbar ist, wie kann man der guten Frau dann “Störung der öffentlichen Ordnung” vor werfen? Es bekommt ja „theoretisch“ kein Chinese zu Gesicht

  1. Also ich Glaube das es wesentlich schlimmere Tweets gab/gibt, aber man kann doch nicht jeden verhaften der etwas twittert, was jemand anders nicht passt.

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