Mann kauft virtuellen Nachtclub für 260.000 Euro

clubneverdie

Vor einer Woche verkaufte ein Mitspieler im Online-SciFi-Game Entropia Universe seinen virtuellen Nachtclub für echte 335.000 US-Dollar, umgerechnet 260.000 Euro. Forbes hat den Käufer ausfindig gemacht und zu seinen Beweggründen interviewt.

Yan Panasjuk bezahlte 260.000 Euro für Jon Jacobs Club Neverdie. Mit sieben Bio-Domes, einem Stadion, einem Nachtclub und einer Mall kostet dieser Pixelhaufen in etwa so viel wie ein hübsches Häuschen in nicht allzu stadtkernferner Randlage. Der 35jährige Bostoner, der das Spiel seit zehn Jahren spielt, erklärte seinen Kauf wie folgt:

„Als Spielfilme entstanden, sagten viele Kritiker, dass dies zu nichts führe und dass sich damit auch kein Geld verdienen ließe, wenn sich der Neuigkeitswert erst einmal verbraucht habe. Als ich das letzte Mal nachsahe hatte Avatar 2,7 Milliarden Dollar umgesetzt. Und dann wären da noch MTV und das Internet. Wenn man diese Geschichten kennt, dann ist das virtuelle Universum der logische nächste Schritt in der Welt der Unterhaltung. Auch wenn es viele Kritiker gibt und viele den Kopf schütteln – das virtuelle Universum bleibt uns erhalten und wird sich großartig entwickeln.“

Bisher hat Panasjuk dem Spiel 10 bis 20 Wochenstunden gewidmet. Jetzt, wo er groß eingestiegen ist, will er seine Arbeit als Software-Entwickler aber reduzieren und 40 bis 60 Wochenstunden spielen. Es braucht eben jeder Mann seine Aufgabe. [Kat Hannaford / Tim Kaufmann]

[Via Forbes]

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  1. Er hat ja nicht Unrecht mit der jungen Filmbranche usw. Nur was er da macht ist ja eher so, als ob jemand damals die Kulissen der Stummfilme gekauft hätte.

  2. Und was macht er wenn das Spiel morgen offline geht? Ist keine sichere Investition. Zumal der Driss schon 10 Jahre alt ist und ich noch nie davon gehört hab.

  3. ja second-life rockt ja auch ohne ende :) und der „pixelhaufen“ wird in zehn jaren wahrscheinlich das 2,6 millionen wert sein. vielleicht sollte er lieber jetzt für 2,7 milliarden avatar kaufen, die bringen wohl noch ne blueray von dem film raus. rofl ich glaub der gute junge hetzt etwas hinterher…

  4. „Als ich das letzte Mal nachsahe“
    Eine kreative Übersetzung von „last time I checked“, oder? Ich würde es mit „soweit ich weiss hat Avatar bis jetzt…“ übersetzen.

  5. Solche Investitionen sind bei Entropia keine Seltenheit und mit Blick auf die Vergangenheit sehr gut angelegt. Das Spiel hat eine sehr aktive Community, es wird wahnsinnig viel Geld umgesetzt und einige Spieler sind dadurch schon zu $Millionären geworden, u.a. indem sie Land verpachten oder Schürf- oder Jagdrechte verkaufen.

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