Elektronisches Papier als Wegwerfartikel

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Das Kindle von Amazon verwendet elektronisches Papier zur Darstellung von E-Books. Ein Kindle kostet im Gegensatz zu einem Buch oder eine Zeitung aber deutlich mehr - und dürfte so kaum als Wegwerfartikel gelten. Mit einer neuen Produktionsmethode für elektronisches, farbiges "E-Paper" könnte sich das ändern.

Professor Andrew Steckl von der Universität Cincinnati hat demonstriert, wie man Papier mit einer flüssigen Displayschicht überziehen könnte, die ähnlich funktioniert wie bei den aktuellen E-Paper-Displays aus Glas. Die Methode nennt sich in beiden Fällen Elektrobenetzung. Das Ergebnis von Steckls Verfahren soll sich anfühlen wie eine Buchseite und lässt sich auch aufrollen.

Steckl gab an, dass seine Produktionsmethode sehr preiswert ist und sogar die Herstellung von farbigem E-Paper ermöglicht. Außerdem soll der Bildwechsel sehr schnell gehen, was bei monochromem E-Paper mit Glasträger derzeit nicht möglich ist. Beim Kindle dauert es einige Sekundenbruchteile, bis eine neue Seite aufgebaut ist.

Das E-Papier von Steckl preiswert genug sei, um es wie normales Papier wegzuwerfen oder zu recyceln. Bei letzterer Behauptung und vor allem bei der Frage nach der Umweltfreundlichkeit des Papiers bin ich allerdings nur verhalten optimistisch. In drei oder vier Jahren könnte das Elektropapier auf dem Markt sein. [Kat Hannaford / Andreas Donath]

[Via TG Daily, SlashGear]

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  1. Es wäre doch großartig, wenn man eine ganze Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung auf nur einem DIN A4 Blatt am Bahnhof kaufen könnte – bloß müsste dann noch ein Speicher verbaut sein.

      1. Was meinst Du mit „App ziehen“?
        Ich meinte: Es wäre wahnsinnig praktisch, wenn ich ohne elektronischem Zubehör einfach ein DIN A4 Blatt kaufe, welches mir sämtliche Inhalte eine Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bietet.

        Das hätte gegenüber „App ziehen“ eine Menge Vorteile:
        1. Es ist viel größer als ein Handy oder Tablet
        2. Ich kann es auch dann nutzen, wenn ich kein Handy oder Tablet dabei habe
        3. Auch mein Opa kann auf diese Art seine Zeitung lesen
        usw.

    1. wär echt cool sowas.
      Dann könnte man Zeitungsautomaten aufstellen, die mit dem „E-Paper“ gefühlt sind, man wählt die gewünschte Zeitung aus, der Automat speichert die gewünschte Zeitung, oder sogar mehrere Zeitungen auf einen kleine Chip am papier, „E-paper“ wird ausgege, man ließt die Zeitung(en)

      und warum dann eigentlich wegschmeißen??? sind die dinger einweg? wiederverwendbar wär doch klasse, vlt mit pfand und man gibts dann wieder in so einen automaten zurück, wo die zeitungen, dann gelöscht werden und das papier geladen.

      oder jeder hat einfach ein epaper und man muss es nur noch beschreiben lassen. vlt sogar übers smartphone. online zeitung kaufen und per bluetooth auf epaper anzeigen lassen.

      1. Die E-Paper-Displays sind kein Einweg – aber da ihr Trägermaterial nun einmal Papier ist, werden sie nicht ewig leben. Die Idee ist, sie dann wirklich wegzuwerfen bzw. dem Recycling zuzuführen.

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