Wurde so Stonehenge errichtet?

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Eines der großen Mysterien unserer Zeit ist die Errichtung von Stonehenge, des prähistorischen Steinkreises in England. Bekannt ist, dass er vor 4500 Jahren errichtet wurde, und dass die Steine aus dem 250 Kilometer entfernten Wales kamen. Nur wie gelanten sie dort hin?

Damals war der Transport von schweren Gütern eine knifflige Angelegenheit, und 60 riesige Steine mit einem Gewicht zwischen zwei und vier Tonnen dürften die Leute damals vor große logistische Probleme gestellt haben. Diverse Theorien über den Transport wurden in den Jahren aufgestellt und widerlegt, und auch Merlins Magie galt irgendwann nicht mehr als plausible Erklärung.

Kürzlich wurde eine neue Theorie vom Ingenieur und ehemaligen BBC-Moderator Garry Lavin aufgestellt. Er glaubt, dass die Steine in Weidenkörbe umwickelt den Weg zu ihrem finalen Standort in Salisbury zurückgelegt haben. Um seine Theorie zu untermauern probierte er es gleich mal mit einem Tonnenschweren Steinklotz aus, der von mehreren Freunden bewegt wurde.

Lavin glaubt, dass die Menschen damals Ochsen als Zugtiere verwendet und den Lauf von Flüssen genutzt haben, indem sie die Steine flußabwärts getrieben haben könnten.

Derzeit arbeitet er an einem gigantischen Weidenkorb, um einen fünf Tonnen schweren Brocken transportieren zu können. [Kat Hannaford/Jens-Ekkehard Bernerth]

[Daily Mail]

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    1. vielleicht wurde alle 50km ein neuer Weidenkorb gebaut? Oder der Weidenkorb wurde auf dem Weg mehrmals repariert/Zweige ausgetauscht.
      Sieht man doch auf dem selbstgemalten Bild mitte links recht gut.

    2. Deine Frage hat so ein bisschen was von dem Witz mit dem Ölscheich, der sein Auto verschrotten lässt, weil der Aschenbecher voll ist. Wenn der Korb nicht hält, kann man den vermutlich reparieren, erneuern, ersetzen…?

  1. > Derzeit arbeitet er an einem gigantischen Weidenkorb,
    > um einen fünf Tonnen schweren Brocken transportieren zu können.

    Ähm… die größten Steine dort haben aber 50 Tonnen !!!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stonehenge#Stonehenge_3_II
    Und ein 5 Tonnen Sandstein ist nicht gigantisch, denn mit der Dichte von ca. 2.2 kg/dm3 ist das nur ein Würfel von 1,3 m Kantenlänge. Steine wie auf der Zeichnung (ca. 1x1x4 m) hätten demnach schon ein Gewicht von 8,8 Tonnen…
    Bevor das keiner mit dieser Methode und einem 50 Tonnen schweren Stein schafft, eine Distanz von 100 km „manuell“ in der freien Landschaft zu überwinden, ist diese Theorie hier nur eine lustige Spielerei für mich.

    Die Menschen damals hatte extrem viel mehr auf dem Kasten, als wir heute vermuten können.

  2. Und weils gerade so lustig ist lasst uns doch weiter rechnen… ;-)

    Menschen haben ca. 500N (entspricht dem Heben von ca. 50kg) Zugkraft, Ochsen ca. 5000N (entspricht dem Heben von ca. 500kg).
    Siehe http://www.ramses-tai.de/ramses-tai.de_steinverlad.html
    Sehen wir uns den keinen Hügel da auf der Zeichnung an, der hat eine Steigung von (gering geschätzt) vielleicht 10% (das sind 1m Höhenänderung auf 10m waagrechtem Weges).

    Um einen vereinfacht gesehen 8,8 Tonnen schweren Zylinder auf einer glatten 10% abschüssigen Flächen am Hinunterrollen zu hindern, muss man frei nach Pythagoras mit 8590N anziehen (entspricht dem Heben von ca. 876kg). Das sollten 1 Ochse und die 8 Männer oder gleich 2 Ochsen leicht schaffen.

    Nur ist die Fläche ja nicht glatt und wir wollen ja hinauf.
    Um zu sehen, wieviel Kraft man braucht, damit man diesen holzumwickelten Block als Zylinder auf einer Naturbahnschräge bergauf zun Rollen bringt und dann am Bergaufrollen hält, brauchen wir http://de.wikipedia.org/wiki/Haftreibung und http://de.wikipedia.org/wiki/Rollreibung – wählen wir als von dort die Reibungskoeffizienten, das sind dann 0,6 für die Haftreibung („Holz auf Stein“ kommt am ehesten hin) und 0,05 für die Rollreibung („Autoreifen auf Erdweg“ kommt am ehesten hin).

    Der alte Herr Pythagoras hilft schon wieder und so bekommt man heraus, dass man 60130N (entspricht dem Heben von 6130kg) benötigt, um das Ding nachdem es gestanden ist auf der Schräge bergauf zum Rollen zu bringen. Das schaffen nur 12 Ochsen und 3 Männer. Danach braucht man 12885N (entspricht dem Heben von 1313kg), um das Ding dann am Bergaufrollen zu halten, womit man das Hindernis überwindet. Das schaffen 2 Ochsen und 6 Männer oder gleich 3 Ochsen.

    Auf der Naturbahnebene braucht man dann 51540N (entspricht dem Heben von 5253kg), um das Ding zum Rollen zu bringen. Das schaffen nur 10 Ochsen und 3 Männer oder gleich 11 Ochsen.
    Um es dann am waagrechten Rollen zu halten, braucht man auf der Ebene nur 4295N (entspricht dem Heben von 438kg), dazu reicht nur 1 Ochse aus.

    Da solche Dinger in der landschaft öfters irgendwo steckenbleiben werden nehme ich an, dass jeder Block permanent ca. 6-8 Ochsen benötigen würde und dann als schnelle Eingreiftruppe immer ein 4er Gespann verfügbar sein müsste, das mit ein paar Männer dort aushilft, wo’s gerade bockt.

    So, und jetzt hol ich mir ein Bier… ;-)

    1. Und wie schaut das, wenn man Stämme zum überrollen nimmt? Jetzt nicht Quer, sondern längs, quasi wie eine Schiene. Haftreibung Stein/Erde hab ich da ja dann nicht, da Holz auf Holz. Wobei ich keine Ahnung habe, ob das von Vorteil oder Nachteil ist ;-) Die Auflagefläche aber wird kleiner, daher müßte ich doch weniger Rollwiderstand haben.

      1. ….dann nehmt doch einfach (??) Querstämme als „Rollen“ auf Längsstämmen als „Schienen“ – kann man dann auch schön von hinten nach vorne weiter verlegen.

  3. Ich denke das irgend ein Prophet einen Berg versetzt hat. Aus diesem Berg haben sie dann das Gebilde in einen Stück rausgehauen und die Reste geraucht.

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