Konkursmasse: Spendet Satelliten-Internet für die dritte Welt

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In der Weihnachtszeit juckt Euch Eure soziale Ader und ihr würdet ganz gerne was Gutes tun. Eine Spende für Brot für die Welt? Misereor? Gute Taten, kein Zweifel. Aber echte Geeks tun sich zusammen, um einen herrenlosen Satelliten zu kaufen, der die Internet-Versorgung der dritten Welt verbessert.

Der Terrestar-1 genannte Satellit hat in etwa die Größe eines Schulbusses und ist insofern herrenlos, als sein bisheriger Betreiber pleite ist. Die wohltätige Organisation Buy This Satellite geht davon aus, dass 150.000 US-Dollar ausreichen, um den Satelliten in einer Erdumlaufbahn zu positionieren, aus der heraus er eine noch zu bestimmende Gegend mit Gratis-Internet versorgt. Zum Beispiel könnte Papua Neu-Guinea (derzeit mit Internet versorgter Bevölkerungsanteil: 2,1%) einen orbitalen Slot freimachen, in den Terrestar-1 einziehen könnte.

Nun macht ein Satellit noch kein Internet. Deshalb plant Buy This Satellite die Produktion günstiger Satellitenmodems, mit denen die lokale Bevölkerung versorgt werden soll. Natürlich ist das keine Aktion, die man mal eben so stemmt, aber der Plan klingt meiner Meinung nach so gut, dass man ihn unterstützen sollte. [Sam Biddle / Tim Kaufmann]

[Via Buy This Satellite, Boing Boing]

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  1. Jungs ihr habt ja mal echt keine Ahnung. Das Internet ist essentiell für diese Menschen – und dabei geht es nicht um Youtube. Ferndiagnose von Krankheitsbildern wenn der nächste Arzt unerreichbar weit weg ist, der genaue Wetterbericht für Bauern, Weltmarktpreise für ihre Waren nachschauen und vieles mehr! Da geht es doch nicht darum, dass die bisal zocken wollen sondern um Informationen, zu denen sie sonst keinen Zugang haben.

    1. ich find die idee eig ganz gut, aber die meisten, bei denen ein arzt so weit weg is oder aehnliches ham doch nichmal einen computer…

  2. Realist hat recht und auch ejjib hat recht.
    Aber man fängt halt nicht wie bei uns mit einem GamerPC pro Nase sonder einer abgelegten Kiste mit Browser pro Dorf an. Die steht dann wo es Strom gibt z.B. beim „Dorfvorsteher“ der das auch bedinen kann und schon können Informationen, Wissen, Bildung auch in den letzten Winkel gebracht werden. Nicht unwissend halten und nur füttern denn dann ist das ein Fass ohne Boden wie in der Vergangenheit.
    Gib einem Bauern einen Sack Reis und er wird seinen Hunger stillen können, bring im bei wie man damit wirtschaftet und er kann ein ganzes Dorf ernähren.

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