Google: „Wir sind gescheitert, wenn Chrome OS Cloud Computing nicht zur Norm macht“

Google steckt eine ganze Menge Herzblut in sein Chrome OS. So viel, dass Google sich einen Paradigmenwechsel bei der Computerbenutzung zum Mindestziel gesetzt hat.

SerchEngineLand führte ein Interview mit Caesar Sengupta, Googles Produktmanager für Chrome OS:

Denken Sie wirklich, dass solche Cloud-Geräte PCs und Macs ersetzen werden?

Ich glaube, das kommt ganz auf den Nutzer und sein Verhalten an. Auf lange Sicht gesehen gehe ich davon aus. Wir sind gescheitert, wenn diese Art der Computerbenutzung nicht zur Normalität wird. Im Moment gibt es Millionen Menschen, die im Web leben. Für diese Menschen könnten Cloud-Geräte zu einem echten Ersatz für ihre derzeitigen PCs und Macs werden, vor allem weil Web-Apps immer besser werden.

Das dürfte den Markt für Web-Apps nochmal ordentlich ankurbeln. [Klaus Deja / Adrian Covert]

[via SearchEngineLand, Silicon Valley Insider]

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  1. Ich finde googles Net/Notebook wirklich schick, dennoch möchte ich nicht alles
    in die Cloud verchieben. Ich will auch autark ohne webzugang meine Daten bearbeiten und zeigen können.

  2. Wie der Google CEO mal sagte:
    „If you have something that you don’t want anyone to know, maybe you shouldn’t be doing it in the first place.“

    Und diesem Arschloch soll ich meine Daten anvertrauen??? Finger weg!

    1. Das „Arschloch“, wie Du ihn so schön nennst, bezog sich damit nicht auf persönliche Inhalte im Netz (Deine Daten in der Cloud), sondern auf von irgendwem öffentlich eingestellte Inhalte.

      Wenn ich mich korrekt erinnere, ging es en detail darum, dass Photos von Saufgelagen, die auf irgendeiner offen zugänglichen Plattform im Netz, wie z.B. Facebook hochgeladen werden, zu Problemen bei Bewerbungsgesprächen führen können.

      Und ich muss ihm da zustimmen. Wenn Du (also Du nur beispielhaft, hoffe, dass Du das Problem nicht hast) nicht möchtest, dass jemand sieht, dass Du Dich auf Parties abschießt, solltest Du Dich vielleicht von vornherein nicht abschießen.

      Denn Du hast das Problem mit Deinem neuen Arbeitgeber nicht, weil er das Photo auf Facebook gesehen hat. Oder weil Du oder ein anderer Partygast das Photo hochgeladen hat. Oder weil Facebook ein Sicherheitssieb ist.

      Der einzige Grund für das Problem ist, dass Du Dich abgeschossen hast.

      Und wenn Du mal ehrlich bist, weisst Du das auch. Sonst würdest Du Dich nämlich nicht so darüber aufregen, dass dieses Photo verfügbar ist. Denn der Grund, weswegen der Arbeitgeber Dich nicht einstellt, ist nicht, dass Dein Photo bei Facebook ist, sondern dass er davon ausgeht, dass Du Dich auf Parties abschießt. (Wobei es auch Arbeitgeber gibt, die Dich schon für einen Account bei Facebook nicht mehr einstellen würden, da sie das als Indiz für mangelnde Einsicht beim Umgang mit Daten betrachten. ;) )

      M.E. wird sich dieses Problem aber erledigen. Je mehr Teile unseres Lebens öffentlich werden, desto weniger wird das stören. Man wird darauf „reduziert“ werden, was man wirklich tut. Gibt es ein Photo von einer Party mit einem Bierglas in der Hand, dann ist es normal, gibt es wöchentlich neue Photos, auf denen man im eigenen Erbrochenen liegt, wird das dort photographierte soziale Problem auch als problematisch angesehen.

      Zum Artikel selbst:
      Die Überschrift ergibt sich in keinster Weise auf dem zitierten Text. Der Erfolg von Cloud Computing wird nicht wirklich an Chrome OS gekoppelt. Chrome OS ist nur einer der Wege.

  3. Ich finde Chrome Os überflüssig, da keine normalen Programme mehr funktinieren und damit Arbeiten damit nur sehr eingschränkt möglich ist. Höchstens für unterwegs als kleines Netbook kann es praktisch sein. Ansonsten ist es absolut überflüssig, mal abgesehen davon, dass ich meine Daten nie Google anvertrauen würde.

  4. In nächster Zeit wirds nicks mit dem Vorhaben Cloud-Computing als Normalität. Denn erstens: wenn knapp 2 Milliarden Menschen auf Chrome OS setzen würden, müsste Google viele neue Server, die die Daten der User speichern, anschaffen, was bekanntlich viel Geld kostet. Und wie will Google Geld mit einem kostenlosen OS verdienen, um diese Server zu bezahlen, zu warten und mit Strom zu versorgen?
    Zweitens wird es für Cracker doch ein VIEL besseres und klareres Ziel geben. Wenn erstmal in einem Serverzentrum, das angenommen 1 Million Nutzer mit täglich OS-Nutzung versorgt geknackt wird… Den Rest der Geschichte kann man sich ja zusammenreimen.
    Und Drittens: Chrome OS zielt ja auf den Netbook-Bereich. Das ist ein Segment, in dem Mobilität wichtig ist. Ich bin mir sicher, dass keiner gerne nur um kurz einen Text fertigzuschreiben, ins Internet will (was mobil ja KOSTET). Und außerdem: Was nützt einem ein PC, der ein Cloud-OS hat, wenn man keine Mobil-Internet-Kosten zahlen will, und trotzdem etwas irgendwo, wo kein kostenloses Internet verfügbar ist, seinen PC braucht?

  5. Norm ist etwas anderes als Normalität.
    Normalität heißt, dass sich niemand wundert, wenn du Chrome OS benutzt.
    Norm heißt, dass ein Großteil der Menschen Chrome OS benutzt.

  6. Was kann man denn großartig in der Cloud, bisschen Texte schreiben und verschieben?

    Toll, genau die Zielgruppe die so technikversiert ist, sich Windows abzugewöhnen.

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