Neues Design für das Nutella-Glas. Und für Red-Bull.

minimalistnutella

Oft schreien Produktverpackungen einen förmlich an. Buzzwords, grelle Farben, Logos und Maskottchen - die volle Dröhnung. Aber warum sollte man nicht mal alles überflüssige weglassen und den Produktnamen für sich selbst sprechen lassen?

Diesen Weg ist die Design-Agentur A2591 gegangen. Sie hat die Verpackungen populärer Produkte auf minimalistische Art und Weise neu gestaltet. Dabei sind jeweils zwei neue Versionen entstanden. Bei der einen blieben noch einige wichtige Elemente des Originaldesigns übrig. Die zweite, die ich noch einen Tick lieber mag, verzichtet auf alles, was nicht unmittelbar zum Namen bzw. Logo gehört. Schöne Typografie, klare, kräftige Farben. Geschmackvoll. Ein bisschen wie Cornflakes ohne das dämliche Bild, bei dem sich ein Milchschwall in eine übergroße Schale Cornflakes ergießt. Schließlich wissen wir alle, was Cornflakes sind. Wir brauchen keine dämlichen Illustrationen.

Natürlich möchten die Hersteller, dass ihre Produkte größtmögliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen und gestalten die Verpackungen deshalb so aufdringlich. Aber ist es nicht schön, sich eine Welt vorzustellen, in der Supermarktregale ansprechend hübsch aussehen – und nicht, als ob sich eine Werbeagentur darauf übergeben hat? [Sam Biddle / Tim Kaufmann]

[Via A2591, The Daily What]

  1. Ich persönlich finde ein schlichtes Design edel.
    Die meisten Designklassiker zeichnen sich durch Schlichtheit aus.
    Meistens sind sie dementsprechend leider auch sauteuer.
    Aber das Ganze ist natürlich Geschmacksache!

  2. … Geht es textlich eigentlich auch mal niveauvoller bei Euch, Gizmodo? Die Ausdrucksweise in diesem und in so manch anderem Artikel von Euch lässt „infernal“ viel zu wünschen übrig…

      1. Auch Olaf Schubert fan?^^
        ich finde gut, dass Gizmodo nicht einfach staubtrockene Berichterstattung macht. Wem das nicht gefällt soll die FAZ lesen!

    1. ja UND nein!
      …soooo schlimm ist es nun auch wieder nicht, aber ich verstehe den einwand und teile deine meinung grundsätzlich. in zwei sätzen hintereinander das wort „dämlich“ zu verwenden, lässt eine gewisse wortschatzschwäche erahnen, liest sich unangenehm und wirft für mich wie so oft die frage auf: ist dämlich das gegenteil von herrlich?! ((kleiner scherz – aber auch eine ernsthafte frage!))

      reduktion im design ist und war schon immer ein thema der kunstwelt und im falle von markennamen, schriftzügen und logos zeigt sie ein starkes, presentes selbstverständnis – eine gewisse unummstößlichkeit und bestandteil des lebens der konumenten, zumindest in der zielgruppe. würde unter dem mcdonald’s M nicht „mcdonald’s“ stehen, wüssten wir dennoch alle worum es sich handelt. ebenso beim apfel von apple, microsofts windows und diverser automobil hersteller…

      spannendes thema!
      gruß aus wien, andreas

  3. es wird mal zeit das diese verpackungsscheisse endlich aufhört! meiner meinung nach ist das wesentlich schlimmer als die co2 verschmutzung und wesentlich leichter zu bekämpfen aber irgendwie interessiert es keinen das eine müllinsel im pazifik rumschwimmt.

  4. Ich denke namenhafte Produkte wie RedBull können es sich leicht leisten so ein Minimalistisches Design zu wählen.
    Doch unbekannte Artikel brauchen einfach Informationen auf der Verpackung, damit die Leute erkennen was sie denn da kaufen sollen.
    Vor allem das RedBull-Design finde ich echt klasse und würde es gerne in den Regalen sehen.

  5. in der dritten variante fehlt rot.

    naja, klar sind die minimalistischen designs gut. aber diese alten, etwas schrulligen designs gehören in manchen fällen einfach zur marke. und haben insofern auch einen wert.

  6. Gestern war hier ein Bericht von beknackten Folien zu lesen, mit denen man ein schickes Macbook Air (das original ein absolut klares Design hat) verschandeln kann. Und heute werbt Ihr für’s weglassen von schnick, schnack. Werdet euch mal einig…

  7. Das normale Red Bull-Design sieht am besten aus. Bei Nutella das zweite, oder auch das erste. Finde die ach so edlen, erfrischend minimalistischen hässliche.

  8. Interessante Arbeit! Wenn Red Bull die Dose ganz blau färbt, leidet der Wiederkennungswert. Für die einen sieht die schlichte Dose in blau „edel“ aus und für anderen nach billigem Dosenprosecco vom Discounter.

  9. Das dritte Nutella-Glas und die zweite und dritte Red-Bull-Dose sehen voll gut aus! Die Hersteller sollten sowas mal in echt machen! Findr die Produktw sehen so viel edler aus und ‚zwingen‘ mehr zum kauf! Ist ja oft so bei Designprodukten wie zB Apple, Bose und noch anderen Marken!

  10. Entsetzlicher Artikel. Der Author scheint keine eine Ahnung von Gestaltungsprinzipien und deren Überlegungen zu haben. Etiketten erfüllen einen Zweck, und sollen nicht ‚möglichst schön sein.‘ Reduzierte Verpackungen wirken immer ästhetischer, exlusiver und vor allem teurer. Etwa Discounter-Prospekte sehen nicht so aus, weil sich ‚Werbeagenturen darauf übergeben‘, sondern weil es billig aussehen >soll<. Das hat auch nichts mit den Fähigkeiten einzelner Grafiker zu tun, sondern mit der Unternehmenspersönlichkeit. Red Bull kann sich nicht einfach einen Wechsel der CD erlauben, das aktuelle Konzept hat sich bewährt und wird nicht geändert, weil es manche anders 'schicker finden.
    Fakt.

  11. Ich finde, dass das Design des schlichten Textes bei der Red Bull Dose an die Schwarze Dose erinnert.
    Aber das mit dem Nutella Glas find ich cool… Da wird man endlich nicht mehr mit allzuvielen bunten Bildern zugedröhnt

  12. Ich persönlich mag das minimalistische Design sehr gern. Allerdings stößt man hier fast immer auf die Guidelines des jeweiligen Corporate Designs. Aber gerade die ganz großen Marken, deren Marke schon zur eigentlichen Produktbezeichnung wurden (Beispiel Tempo oder eben Nutella), können einen Ausflug ins Minimalistische durchaus mal vertragen.
    Übrigens sind die neuen Pepsi-Dosen ganz stark auf dem Weg dorthin! Finde ich Klasse!

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