Wikileaks hat selbst eine undichte Stelle

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Wikileaks' Kronjuwelen - die 250.000 Geheimdokumente, die eigentlich nacheinander publik gemacht werden sollten - liegen einer norwegischen Tageszeitung vollständig vor. Bislang waren lediglich 2.000 Dokumente bekannt geworden.

Der norwegische Aftenposten berichtet, ihm läge die vollständige Datenbank in entschlüsselter Form vor. Das kommt einerseits überraschend, denn bislang erhielten nur der Guardian, Der Spiegel und El Pais Zugang zu den Informationen, nachdem sie strenge Verschwiegenheitserklärungen abgegeben hatten. Andererseits hatte der Guardian die Informationen bereits unter der Hand an die New York Times weitergegeben.

Nun war die Times fair genug, um nicht mehr zu verraten, als in den drei von Wikileaks ausgewählten Medien zu lesen war. Ob der Aftenposten genauso diskret sein wird ist unklar. Die erste Verlautbarung kann man so oder so verstehen: „Wir können mit diesen Dokumenten machen, was immer wir wollen“.

Delikat ist, dass der Aftenposten die Dokumente zu einem Zeitpunkt erhält, zu dem sich Wikileaks-Gründer Julian Assange mit dem Guardian wegen dessen Berichterstattung über das gegen Assange angestrenge Verfahren wegen angeblicher Vergewalting in den Haaren liegt. Ob Assange mit Kopien um sich wirft, um dem Guardian seine Exklusivität zu rauben? [John Cook / Tim Kaufmann]

[Via Gawker]

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  1. aber ich denke kaum, dass die Zeitung viel mehr berichtet als die anderen, wenn man bedenkt was mit wikileaks so alles abgeht, konten werden gepserrt, dem chef wird vergewaltigung vorgeworfen, …

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