Sushi Restaurants kürzen ihre Kosten mit Sushi Robotern

Kura, eine Restaurantkette für Sushi, ist stets darauf fokussiert schneller und effizienter zu arbeiten, um mehr Gewinn zu erwirtschaften. Sie meinen es so ernst, dass sie ihr Sushi nicht mehr von traditionellen Chefköchen machen lassen, sondern nur noch von Sushi Robotern.

Zusätzlich haben sie sich der meisten Geschäftsleiter und Kellner entledigt. An deren Stelle kamen nun Kontrollanlagen mit Videoüberwachung und Beförderungsbänder, die das Essen von A nach B transportieren.

Als das erste Kura Restaurant 1995 eröffnet wurde, wurden gleich von Beginn an die Beförderungsbänder eingesetzt, damals jedoch aufgrund des Arbeitskräftemangels – so der Gastroshop. Nachdem der Start gut anlief und das Restaurant an Beliebtheit zunahm, entschied sich der Inhaber für einen noch effizienteren Weg und brachte seine Geschäftsleiter statt in einzelnen Restaurants in sogenannten Überwachungszentren unter.

Auf diese Art konnte eine kleine Gruppe von Leuten von einem zentralen Ort aus beobachten, was sich in den einzelnen Lokalen abspielt.

Nun geht der Besitzer nochmal eine Schritt weiter und automatisiert nahezu alles im Restaurant:

„Die Kunden können sich ihr gewünschtes Essen auf einem Touch Panel aussuchen und bestellen. Dieses wird dann von einem Beförderungsband direkt zu ihnen gebracht. In der Küche sind währenddessen Roboter dabei kleine Reishäppchen bereitzustellen, die mit frischen und auf den Gramm genau geschnittenen Fischstücken belegt werden.

Nach dem Essen stellen die Kunden ihr Tablett in einer dafür vorgesehenen Ablage ab, in der automatisch die Rechnung errechnet wird. Danach wird das Tablett mit dem Geschirr zurück in die Küche befördert und direkt gespült.“

Dieses Vorgehen hat sich bisher sehr positiv auf das Feedback der Besucher ausgewirkt und dadurch auch auf den Gewinn des Restaurants. [Casey Chan/Helene Gunin]

[via NYTimes]

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  1. aus der Sicht des Unternehmers, toll
    aus der Sicht der jetzt Arbeitlos, nicht so toll.

    Aber in Zukunft werden wir sowieso nicht mehr alle Leute arbeiten können.
    Vielleicht wenn wir statt 8 Stunden nur noch 4 Stunden täglich arbeiten müssten oder 2,5 Tage die Woche. Bei vollen Lohn natürlich …

    1. da hast du recht, in naher Zukunft wird es nicht mehr genug Arbeit geben. Denn die Manneskraft wird durch Maschinenkraft ersetzt, dabei bleibt die Produktivität die selbe oder steigt sogar noch. Dadurch entsteht ein paradox in unserem System, die Ware (Quantität) bleibt bestehen aber die nachfrage sinkt aufgrund der fehlenden Arbeit (und dem damit verbundenen fehlenden lohn).

      spätestens jetzt sollte jeder begreifen das der Kapitalismus allmählich versagt!

    2. leider ist der kapitalismus nicht so idealistisch wie du hoffst ;-) die wenigen, die produktionsmittel besitzen, werden reicher, die anderen bleiben auf der strecke…

      1. also kurz- bis mittelfristig wird es so sein, dass einige Wenige sehr viel haben. ISt ja jetzt schon fast so.

        Wenn man sich heutzutage so die Durschnittsgehälter der sog. Mittelschicht anguckt und vergleicht mit denen vor rund 20-30 Jahren…
        Aber nicht mehr lang, dann wird sich Herr Eigentümer von Kura u.ä. wundern, warum der Laden trotz allg. Beliebtheit so leer bleibt.
        Hier die Antwort für die Kapitalisten:
        Weil es sich niemand mehr leisten kann!
        Tja, spätestens dann sind auch deren Einnahmen im Keller.
        Aber die bekommen dann bestimmt staatliche Unterstützung.

        Bin schon gespannt was dann kommt

  2. Wer in so einem Schuppen isst, ist selbst schuld. Wer meint, er muss ein Touch Panel und Förderband einer sympathischen Bedienung vorziehen, ist eh ein Depp.

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