100 Jahre lang versiegelte Villa ist jetzt ein Museum

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Als der Franzose Louis Mantin 1905 verstarb, ordnete er an, dass sein Haus für ein Jahrhundert zu schließen und dann als Museum wiedereröffnen zu sei. So wurde daraus eine Art Zeitkapsel, die jetzt jeder besichtigen kann, der es ins französische Moulins schafft.

Die französische Villa ist vollgestopft mit Artefakten und Stücken, die Mantin im Laufe seines Lebens zusammengetragen hat – Gemälde, Flinten, Wandteppiche, ägyptische Relikte und andere Stücke aus dem Mittelalter und der Neuzeit. Der BBC zufolge befindet sich die Villa in Moulins, einer Stadt im Herzen Frankreichs. Vor der Eröffnung wurde das neue Museum für 3,5 Millionen Euro saniert.

Mantin war dank Erbschaft ein vermögender Junggeselle, der sich Zeit seines Lebens intensiv mit seiner Sterblichkeit beschäftigte. Die BBC berichtet: „Mantin hatte nur wenige Jahre Zeit für seine ästhetischen Fantasien. Im Bewusstsein, dass sein Tod bevorsteht, stellte er sicher, dass sein geliebtes Haus fortdauern würde. In seinem Testament schrieb er, er wolle den Bürgern von Moulins in 100 Jahren einen Blick in das Leben eines kultivierten Gentleman seiner Zeit ermöglichen.“

Offensichtlich war es ihm gar nicht so wichtig, dass das Haus versiegelt würde. Ihm ging es einfach nur darum, dass es später zu einem Museum würde. Die Stadtväter von Moulins nahmen den Auftrag aber so ernst, dass sie die Villa verschlossen. [Adrian Covert / Tim Kaufmann]

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  1. Wenn man rechnen kann, wurde das Haus bereits vor 6 Jahren bereits geöffnet, wie viele Turis dann da schon reingehen konnten ist nicht bekannt. Aber es gab schon 2006 eine umfangreiche Dokumentation diese Hauses bei ARTE zu sehen („Das Geheimnis des Hauses Mantin“).

    Sehr interessante Geschichten die sich da um das Haus angesammelt haben.

    Ein paar wenige Bilder:
    http://www.lasemainedelallier.fr/actualite/100-ans-apres,-la-maison-Louis-Mantin-ouvre-ses-portes-a-Moulins-2424.html

  2. Das würde passen.. ägyptische Artefakte.. 2012 steht bevor.

    Da drin ist garantiert so ne alte Maske, Urne oder sonstwas, die uns noch mächtig Ärger machen wird.

    Klingt zumindest für´s Kino nach einer richtig schicken Gruselgeschichte. =)

    Für den Rest der kultivierten Welt: Ein schickes Museum. Najo man braucht immer hochgebildete Statisten die beim Museumsrundgang ihr Leben lassen werden..und einen Helden der alle rettet.

    Ich sollte mal meine Indy-Klamotten rauskramen und Urlaub beantragen..muha. *knall* ;-)

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