Was der Nachname über das Konsumverhalten sagt

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Menschen, die in Schlangen warten, um das neueste Gadget als erste kaufen zu können, heißen überwiegend Zimmermann, Wummelsmaier oder Xanthener. Diesen Verdacht legt eine neue und ziemlich bizarre Studie nahe, der zufolge Lehrer, die die alphabetische Ordnung allzu oft verwenden, Mitschuld am späteren Konsumverhalten ihrer Schüler tragen. Ansonsten geht's aber noch.

Die Forscher, die die Studie verantworten, haben das Konsumverhalten in verschiedenen Situationen beobachtet. Sie kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Menschen, deren Nachname mit einem der hinteren Buchstaben des Alphabets beginnt, neue Produkte mit höherer Wahrscheinlichkeit sehr schnell kaufen. Dieser Effekt verstärkt sich, je weiter im Alphabet man nach hinten gelangt.

Bei verheirateten Frauen entscheidet der Geburtsname über das Konsumverhalten. Daraus schließen die Forscher, dass die Grundlage für das Verhalten früh im Leben gelegt wird. Über die zugrundeliegende Ursache können die Forscher nur spekulieren: „Kinder, die im Alphabet weit hinten stehen, handeln in Situationen schnell, in denen der Nachname keine Rolle spielt – sie kaufen ‚früh‘. Umgekehrt sind die Menschen, die aufgrund ihres Nachnamens im Alphabet weit vorne stehen, so daran gewöhnt, zu den ersten zu gehören, dass sie individuelle Gelegenheiten zu einem Kauf nicht so wichtig nehmen – sie kaufen ‚spät'“.

Das ist so eine Art von Studie, die zwar einen interessanten Gedanken liefert, aber noch ziemlich viel Forschung benötigt, um belastbare Ergebnisse zu liefern. Mein Nachname beginnt zum Beispiel mit W und ich erinnere mich daran, dass ich deswegen in der Schule immer ziemlich lange warten musste. Mein Kaufverhalten ist trotzdem völlig normal. Und jetzt Schluss – gegenüber beginnt gerade ein Ausverkauf! Ich bin weg. [Alasdair Wilkins / Tim Kaufmann]

[Via Journal of Consumer Research; Bild via Flickr]

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  1. Also ich kann´s nur bedingt bestätigen.
    Mein Nachname beginnt mit B und wenn ich etwas brauche, kauf ich´s mir dann wann ich es benötige. Da ist mir der „Releasetermin“ relativ egal. Allerdings war´s beim iPhone 4 so, dass ich mich wohl von der mega Werbewelle hab mitreissen lassen und wollte es unbedingt zuerst haben.
    Ich stand in keiner reihe war aber einer der ersten in der 2. Auslieferungswelle der Telekom die eins erhalten haben.

  2. Hm da bin ich skeptisch, mein Nachname beginnt auch mit einem „W“ aber deswegen habe ich in der Schule nie länger warten müssen weder beim Gedicht aufsagen noch beim Nachsitzen. Mein Kaufverhalten ist eher normal oder wie ich sagen würde, kontrolliert.
    Ich würde nie bei Version 1 zu schlagen, da dies aus Erfahrung und Berichten immer mit Kinderfehler behaftet ist.

    Und die zweite Frage die wesentlich interessanter ist, kauft Proband immer noch „früher“ wenn er sich dieser Studie bewusst ist ????

  3. Mein Nachname beginnt mit „B“ und ich bin im der ersten bei neuen Produkten. Ausserdem kaufe entweder wie ich schon sagte oder ich kaufe das entspreche überhaupt nicht! Komisch…

  4. Nachname beginnt mit G. Ich informier mich meist lang vorm Erscheinen eines Artikels und kaufe ihn desöfteren aber später, wenn ich weiß, dass es bald zu Preisabfällen kommt.

  5. Es ging bei der Studie nicht um „neue Produkte“ oder Gadgets, sondern um Sonderangebote/Schnäppchen.

    Wenn man das so geschrieben hätte, dann wäre natürlich kein Platz für die Apple-Schleichwerbung gewesen. Insofern verstehe ich vollkommen, dass ihr die Studie missinterpretiert.

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