Darum wird 3D nie funktionieren

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Es sind nicht die blöden Brillen oder das Fehlen von 3D-Inhalten. Laut Oscar-Preisträger Walter Murch macht die Evolution dem Thema 3D den Garaus.

In einem Brief an den bekannten Film-Kritiker und bekennenden 3D-Gegner Roger Ebert schrieb Murch, dass 3D einfach nicht zu unseren Augen passen, speziell nicht dazu, wie sie Dinge fokussieren:

„Das größte Problem mit 3D möchte ich als das ‚Konvergenz/Fokus‘-Problem bezeichnen. Das Auge muss sich auf eine Entfernung von – sagen wir – 20 Metern fokussieren. Diese Entfernung bleibt immer gleich. Aber die Augen müssen auf ständig wechselnde Entfernungen konvergieren, mal auf drei Meter, dann auf 6 Meter, dann auf 40 Meter und so weiter – je nachdem, welche Illusion gerade erzeugt wird. 3D verlangt uns also ab, auf eine Entfernung scharf zu stellen und auf eine andere zu konvergieren. Das ist eine Aufgabe, der wir uns in 600 Millionen Jahren Evolutionsgeschichte nie stellen mussten. Alle Lebewesen haben stets auf den selben Punkt fokussiert und konvergiert.“

Das bedeutet nicht, dass wir das nicht könnten. Wir können uns ja auch gleichzeitig vor den Kopf klopfen, den Bauch aber reiben. Murch geht es darum, wie schwer die Erledigung dieser Aufgabe dem Auge fällt. Jedes Mal, wenn wir einen 3D-Effekt sehen, muss sich unser Gehirn darauf einstellen. Und wieder und wieder und wieder. Für jede einzelne Einstellung eines Films, bis Augen und Hirn völlig platt sind.

Murch ist nicht irgendwer. Er ist der einzige Editor, der jemals für Arbeiten auf vier verschiedenen Schnittsystemen für einen Oscar nominiert wurde und hat an Filmen wie Apocalypse now und Der englische Patient gearbeitet. Auch hat er einen 3D-Film geschnitten. Und ich persönlich muss sagen: Ich finde 3D äußerst anstrengend und habe nun eine plausible Erklärung dafür gefunden. [Brian Barrett / Tim Kaufmann]

[Via Ebert]

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  1. Ist auch im Wesentlichen der Grund warum manche Leute 3D so schlecht vertragen. Wird auch nicht so schnell gelöst werden, außer jemand erfindet rasch eine Brille die ihre Stärke automatisch auf das fokussierte Ziel ausrichtet. Kann mir aber schwer vorstellen das Leute dann eine Brille wie ein Nachtsichtgerät auf dem Kopf tragen will.
    Oder es wird noch was mit den holographischen Projektoren in nächster Zeit ;)

  2. ….stimme ich zu, so toll 3D aus sein mag bevorzuge ich das Klassische Bild.
    Hab vor Jahren schon bei der RIVA TNT Ära die Shutterbrillen getestet.
    *TRÄNENENDE AUGEN nach 60min Quake 3 Arena*

    Egal ob Hochauflösend oder DVD Standart. Ich würde mir eher wünschen das wieder Kameraszenen eingeführt werden die länger als 3sek dauern.

    1. Das mit den 3s seh ich genauso. Mag sein, dass ich zur aussterbenden Generation gehörem, aber ich hasse Filme im MTV-Schnitt. Leider sind viel zu viele Filme heute nur noch auf Effekte ausgelegt, statt sich mal um Inhalt zu kümmern. 3D macht da keinen Unterschied, auch hier ist kaum was auf dem Markt, was man sich nicht nur wegen der Effekthascherei anschauen könnte.

  3. so ein schwachsinn. beim normalen filmen müssen sich die augen auch jeweils auf ferne oder nähe einstellen.
    wer 3D nicht verträgt soll die technik nicht kritisieren sondern einfach nichts in 3D schauen oder spielen.
    mir gefällt es in 3D zu spielen und am 3d lcd filme zu schauen.

    1. beim normalen film schaut man auf die kinoleinwand oder den fernseher
      da wird während des films weder groß konvergiert oder fokusiert. außer vielleicht aufs knabberzeug oder das getränk..

      nur so viel dazu

    2. „wer 3D nicht verträgt soll die technik nicht kritisieren sondern einfach nichts in 3D schauen oder spielen.“

      Erkennste den logischen Fehler?

  4. @elmex:
    Und du hast keine Ahnung wovon du redest, also solltest du lieber den Mund halten, bevor du dich hier weiter blamierst!

    Die Entfernung bei einem 2D-Film bleibt immer gleich, der Inhalt des Films ist hier irrelevant! Das Auge fokussiert nur eine Ebene an, im Gegensatz zu einem 3D-Film!

    1. und du hälts dich hier mal zurück mit deinen schimpfwörtern, denn eine spamschlacht würdest du verlieren.

      dann bin ich anscheinend imgegensatz zu dir in der evolution weiter, denn mir macht es in keinster weiße etwas aus.

      1. ich lach mich schlapp!

        Anscheinend konntest du den Artikel weder korrekt lesen, noch meinen vorigen Post, denn Schimpfwörter suche ich dort vergeblich.

        Und mit deiner Argumentation, dass du in der Evolution weiter bist, in ein klares Eigentor, wenn man bedenkt , welches primatenhafte Verhalten du an den Tag legst, indem du mit einer „Spamschlacht“ drohst.

        Außerdem hast du trotz deines sehr hohen Rosses, auf dem du sitzt, bis jetzt nicht geschafft, die Umschalttaste auf deiner Tastatur zu finden, oder du hast in der Grundschule nicht gelernt, dass man gewisse Wörter auch groß schreiben kann!

        Was noch erwähnt werden sollte: Wo habe ich behauptet, dass es mir etwas ausmacht?

        LOL!!!
        You made my day!

  5. 1. Und ich sage noch, mach lieber den Mund zu…
    2. hast du noch nicht einmal den Artikel verstanden
    3. hast du meinen Post nicht verstanden
    4. hab ich nie Schimpfwörter benutzt
    5. die Spamschlacht hast du schon verloren
    6. 3D macht mir auch nichts aus

    ..
    .

    Fortsetzung folgt? Ich hoffe für dich nicht!

  6. elmex, dass du was drauf hast, sieht man allein schon an deinen Rechtschreibkünsten. Geh lieber wieder zurück in die Grundschule, du Troll!

  7. Der Artikel erinnert mich ein wenig an Vorbehalte gegenüber der Eisenbahn und des Autos, da die Menschen die Geschwindigkeit nicht vertragen würden.
    Ich glaube an 3D.
    3D-Ulf

  8. das autofahren wurde dem menschlichen gehirn in 600millionen jahren evolution auch nich abverlangt, als die ersten loks gebaut wurden, wurde gemeint das die geschwindigkeit von 25km/h viel zu schnell wäre für das menschliche auge und probleme mit gehirn auftreten könnten.
    ich denke diese anstrengung des auges wird in den nächsten jahren noch ausgemerzt

  9. Ohje… so wie ich das hier lese verstehen manche nicht den Zusammenhang zwischen 2D/3D-Film und die Natur des menschlichen Auges nicht.

    Also Biologie: Das Auge hat im Innern eine flexieble Linse die sich je nach Entfernung anpasst um ein scharfes Bild auf der Retina zu projezieren.
    Damit das Gehirn einen realen Gegenstand als drei Dimensional wahrnimmt benötig man zwei Augen um die Tiefe des Gegenstands erfassen zu können. bei Entfernung/Annährung des Gegenstands fokusiert die Linse sich auf den Gegenstand, naheliegende, gleichbleibende Objekte werden daher unscharf. Um beide Augen auf ein näher kommendes/entfernendes Ziel zu fokusieren zu können müssen sich die Winkel zueinander, in Abhängigkeit zu der Entfernung des Gegenstands anpassen (bis hin zum typischen „Schielen“) was man als Konvergenz versteht (bitte in Wikipedia nachlesen – Link oben im Artikel)

    Also in „3D“Filmen passt man sich nicht an eine Entfernung, (wie es natürlich wäre ) sondern muss zu den Winkeln der einanderstehenden Filmobjekten schielen – kurzum – unser Augen/Gehirn wird verarscht

    1. Also seh ich das richtig das wir das problem mit „hologrammen“ nicht hätten weil die einen richtigen körper darstellen? Wenn dem so wäre könnten wir doch entspannen und die zehn jahre auch noch warten na und dann noch mal zwei bis man kein „flimmern“ oder „rauschen“ mehr sieht wie wir es auch schon von den glotzen kennen.
      Auch wenn ich vollkommen falsch liege einfach mal nicht aufregen und die grammatik ignorieren

  10. Das ist nichts neues und es ist der Grund, warum einige (auch ich) im 3D-Kino Kopfschmerzen bekommen. Aber ich denke, man sollte unsere Anpassungsfähigkeit nicht unterschätzen. Gut gemachte Stereoskopie funktioniert sehr gut. Der wahre Graus ist, wenn es schlecht gemacht wird. Shutterbrillen ertrage ich keine Minute wegen dem fürchterlichen Flimmern.
    Die 3D-Technik muss sich zwar noch deutlich verbessern aber ich glaube fest daran. Das Gehirn wird mit der Divergenz zwischen wahrgenommener und focusierter Entfernung schon arrangieren. Vor allem, wenn es schon früh und regelmäßig damit konfrontiert wird.

    1. Dem stimme ich voll und ganz zu. Ich persönlich halte Fokussieren und Konvergieren für zwei getrennte Aufgaben und ich finde, diese sollten nicht zu stark in Abhängigkeit gesetzt werden. Ich bin kurzsichtig und trage eine Brille und wenn ich auf einen Gegenstand gucke und dabei die Brille aufsetze, dann muss das Auge neu Fokussieren ohne dabei den Winkel der Augen zu verändern und es schafft dies ohne Probleme. Daher bin ich sehr optimistisch, dass das Auge (oder besser eigentlich das Gehirn) sich auch daran gewöhnen kann, neu zu Konvergieren ohne neu zu Fokussieren.

      Und anbei bemerkt halte ich das Evolutionsargument für extrem schwach, denn alles was wir von der Evolution gelernt haben, ist in der DNA mehr oder minder gespeichert. Das Gehirn hat aber in Größenordnungen mehr Neurone als die DNA Moleküle, wodurch klar sein sollte, dass viele Dinge, die das Gehirn leistet, keinen evolutionären Hintergrund haben.

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