Loch im Glas sorgt für mehr Spaß am Whisky

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Für seine "L'Art de la Dégustation" genannten Whisky-Gläser hat sich Designer Kacper Hamilton etwas ganz besonderes einfallen lassen: Ein Loch im Glas.

Die Idee dahinter ist, dass das Whisky-Trinken so mehr Spaß machen soll. Man kann den Whisky leicht schwenken, so dass er um das Loch herum kreiselt. Ob sich die zusätzliche Belüftung auch auf den Geschmack auswirkt, das muss erst noch bewiesen werden. Zum Einschenken lässt sich das Loch übrigens mit einer Metallkappe verschließen.

Und wenn mir jetzt noch einer kommt von wegen „Dann passt ja gar kein Eis mehr ins Glas“, der wird gelynched. Nur schlechte Whiskys muss man mit Eis trinken, um den Geschmack abzutöten. [Casey Chan / Tim Kaufmann]

[Via Kacper Hamilton, The Awesomer]

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  1. Die Sache mit dem Whisky und dem Eis ist und bleibt wohl ne Streitfrage. Hab letztens erst in einem Bericht den Chef einer guten Destillerie sagen hören, dass sich der Geschmacht erst durch ein wenig Eis richtig entfalten kann.
    ES IST EBEN GESCHMACKSSACHE.
    Schöne Gläser sind es auf jeden Fall!!

  2. Kommt auch auf den Whisky an, wenn der Alkoholgehalt sehr hoch ist, dann ist ein bisschen Eis schon nicht verkehrt, denn durch das schmilzende Eis und den dadurch sinkenden Alkoholgehalt werden weitere Aromen freigesetzt, die vorher durch den Alkohol nicht zu schmecken waren.

  3. Äm… und dass sich jemand bei Gizmodo so mit Whiskey auskennt, dass er nen guten degustieren kann – das sollen wir euch glauben?

  4. Das ist leider alles falsch, definitiv. Ist auch keine Streitfrage, es ist einfach so:

    1. Whisky und Eis: Eis kommt eigentlich nie in guten Single Malt Scotch. Die Kälte lässt den Whisky bitter werden und verändert den Geschmack komplett (in 99.9% der Fälle zum negativen). Die Aromen eines Whiskys entfalten sich mit der Wärme, er sollte leicht kühl/zimmerwarm (so wie er ist wenn er in einer schattigen Ecke steht) bis handwarm (wie man ihn in einem Nosingglas erwärmt) getrunken werden.

    Whisky und Wasser: Das ist jetzt nochmal was neues. Ein wenig Wasser in Whisky ist durchaus eine legitime Methode. Jedoch sollte man es hier bei ein paar Tropfen bis MAXIMAL einem Drittel der Menge des Whiskys belassen und vor allem ein stilles, mineralarmes Wasser verwenden (Evian und Konsorten). Durch die Reaktion des Wassers mit dem Ethanol im Whisky entsteht Wärme die den Geschmack fördert und teilweise bei manchen Whisky komplett neue Geschmacksrichtungen offen legt, was es sehr interessant macht damit zu experimentieren. Auch um fassstarke Whikys auf Normalniveau (40-45%0) herunterzubringen kann man das Wasser verwenden.

    2. Whisky „schwenken“: Grade vom Rotwein bekannt, beim Whisky aber eine Todsünde! Whisky sollte so wenig wie möglich Kontakt mit der Luft haben, da die Aromen durch den hohen Alkohol-Gehalt extrem flüchtig sind. Anstatt dem Whisky hiermit was gutes zu tun macht man nur seine Aromen kaputt. Beim Wein herrschen völlig andere Beweggründe dazu, darauf soll jetzt aber nicht weiter eingegangen werden, die wird wohl jeder kennen. Wie gesagt, nicht schwenken, macht man nicht!

    Aber mal abgesehen davon, ausgehend vom abgebildeten Whisky ist sich der Erfinder des Glases dessen wahrscheinlich nicht bewusst. Zumal das Loch in der Mitte dazu führt, das man überhaupt nicht mehr an Whiskys riechen kann, wobei man wissen muss dass der Geruchssinn egal was wir grade zu uns nehmen immer auch den Geschmack beeinflusst und er GRADE bei einem guten Scotch extrem interessant und wichtig ist. Bei Tumblern ists ja schon schwieriger noch Geschmacksnoten rauszubekommen, hier würde ichs aber als fast unmöglich titulieren. Von daher wären die schonmal nichts für mich… auch wenn das Prinzip schon witzig ist.

    1. Danke für den Beitrag. – In etwa Zimmertemperatur, etwas stilles Wasser, um von Faß- auf Trinkstärke zu kommen und ein handelsübliches Nosing-Glas, mehr brauche ich nicht für einen Single Malt.

      Das gezeigte Glas ist bestenfalls ein Design-Experiment und von fragwürdigem praktischen Nutzen. Der daneben abgebildete, preiswerte Blended Whisky kennzeichnet daher womöglich auch den angepeilten Verwendungszweck.

      1. eben genau die nicht!
        wie face schon so schoen lang ausfuehrte: die dinger hat ein designer mit viel gefuehl fuer stil und 0% ahnung von whisky ersonnen… also voellig daneben die dinger. und den ballantines daneben zu legen ist ungefaehr so als ob eine restaurant kette ein edel gedecktes tischlein mit dreissigfach gefalteten stoff servietten vorm kaminfeuer als werbung nutzt, auf dem ein spender fuer macdonalds ketchup paekchen steht…

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