Experiment: Die falsche Marslandung

img_1242

Es gibt ein relativ unbekanntes Experiment, bei dem eine internationale Crew in 500 Tagen Isolation den Flug zum Mars, die Landung und die Heimkehr simuliert. Aber die Fotos von der Landung verheißen nichts Gutes. Wir haben ein Video davon.

Wenn ich eines der Mars500-Crewmitglieder wäre, die 250 Tage in einem Raum saßen, während draußen ein Team von Experten der European Space Agency die Marsoberfläche zusammenbauten, wäre ich nun richtig sauer. Der Fake-Mars sieht aus, als hätten ihn ein paar Kids mit Sandschaufeln zusammen gebastelt. Dazu kommen noch ein paar lächerliche Sterne als Leuchtpunkte in der Wand.

Ach so – und das Beste kommt ja noch. Nach diesem Supererlebnis dürfen die Marsastronauten nun wieder ungefähr 200 Tage in der isolierenden Raumkapsel sitzen. Bis zur simulierten Landung auf der Erde.

Im Experiment werden unter anderem psychologische Effekte, die körperlichen Auswirkungen der Langzeitisolation und der Einfluss von Fertigfutter auf die Gesundheit der Astronauten erforscht. Zu diesen hochtrabenden Plänen passen irgendwie die Besucher im Hintergrund des Bildes nicht, die die Marsastronauten von einer Tür aus beobachten. [Adrian Covert / Andreas Donath]

[Via ESA, PopSci, Dvice]

YouTube Preview Image
Tags :
  1. Nehmt euch ein Vorbild an Engadget.de… Nachrichten, welche ihr bringt haben Sie bereits 8h im Netz und dann noch Informativer.

  2. Naja, relativ unbekannt stimmt schon aber gut das ich mir das alles schon bei ARTE und 3Sat genau angesehen habe. Und ja, die Mars Simulation an sich ist sicher nicht gerade der Brenner aber Hallo. Das ist nur ne rote große Wüste. Hier geht es wie ihr schon so ganz beiläufig erklärt mehr um die psyschischen Belastungen. Und diese spielen eine sehr große Rolle. Solche Experimente sind mehr als nur ein wenig wichtig. Daneben spielt der rote Buddelkasten kaum eine Rolle. Wenn die Crew schon vorher ausflippt und wegen sozialen Konflikten das nicht packt würde sie bis zum Buddelkasten gar nicht kommen.

  3. Unbekannt.. Na ja.. Shreib ich al nix dazu, aber wenn man bedenkt das die Spiel Atronauten für jeden Tag Ihr Gehalt kassieren und dabei eigentlich nix tun, ist das doch schon eher ein Schwachfug der da durchgeführt wird.

  4. Ich glaube hier ist nicht allen der Unterschied zwischen einem wissenschaftlichen Experiment und einer Fernsehshow klar. Die Ausstattung des Experiments orientiert sich wahrscheinlich eher daran, was unverzichtbar für ein brauchbares Versuchsergebnis ist. Wer ernsthaft glaubt die Wissenschaftler würden für 500 Tage Nichtstun bezahlt kann ja mal versuchen einen dieser vermeintlich lockeren Jobs zu bekommen. Ich jedenfalls würde nicht tauschen wollen.

  5. Unbekannt? Nannte sich das auf RTL/RTL2 nicht Big Brother? Die Gesellschaft ein Jahr vor ein paar Bekloppten schützen und den finanziellen Aufwand mittels Ausstrahlung wieder reinholen – eine sozial wertvolle und gerechte Massnahme (hier wohl eher Marsnahme…)! :D

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising