[MWC] Ersteindruck: HTC Flyer – Android-Tablet mit Cloud-Spielkonsole

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HTCs neues Tablet "Flyer" ist im Grunde genommen ein riesiges Smartphone. Wie bei früheren 7- Zoll-Tablets läuft auch dieses Modell nicht mit Android 3.0 Honeycomb, sondern mit Android Gingerbread und der HTC Sense-Software. Dafür gibt es einen hübschen 3D-Homescreen.

Das unserer Meinung nach interessanteste Feature ist die Anbindung an den Game-Streamingservice OnLive. Damit kann der Tabletbesitzer Konsolenspiele spielen, obwohl seine Hardware dafür gar nicht leistungsfähig genug ist. Das Ganze funktioniert über einen Streaming-Service. Die Spiele selbst laufen dabei auf den Servern von OnLive – Ihr seht nur das Video (samt Ton) davon und sendet die Steuerbefehle über das Tablet zurück.

Ich bin mir nicht sicher, ob man Konsolenspiele mit einem Stylus spielen will. Aber den legt HTC dem Gerät nun einmal bei. Dazu kommt eine Handschrifterkennung und eine Diktiergerätfunktion. Die nimmt beim Schreiben den Umgebungston auf. Wenn ihr später eure Notizen anklickt, wird dann der Ton synchron wieder abgespielt.

Das Tablet sieht übrigens sehr gut aus – dank seines Alugehäuses. Das Display ist 7 Zoll groß und kommt auf eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Dazu kommt eine 1,3 Megapixel-Kamera für Videochats und ein 5-Megapixel-Modell auf der Vorderseite. Das HTC Flyer ist mit einem 1,5-GHz-Prozessor, 1 GByte RAM und 32 GByte Hauptspeicher ausgerüstet. Dazu kommt ein MicroSD-Slot und ein HSPA+-Modul.

Leider ist die Akkulaufzeit ziemlich knapp bemessen. Mehr als vier Stunden Videowiedergabe ist nicht drin. Da nutzt auch die Standbyzeit von 1470 Stunden (61 Tage) nichts.

Einen Preis nannte HTC noch nicht – aber wir schätzen er liegt über 450 US-Dollar.

Auf dem Mobile World Congress durfte man den Flyer nicht slbst ausprobieren. Deshalb haben wir nur ein paar Fotos. Das Gerät ist übrigens 13,2 mm dick und wirkte bei der Demonstration relativ schnell. Auch wenn kein Dual-Core-Prozessor zum Einsatz kommt. HTC setzt ein Modell von Qualcomm ein. Dual-Core-Prozessoren würden derzeit bei Android keinen Sinn machen, da außer dem Browser selbst Android noch nicht Multi-Threading-fähig ist, meint HTC.

Webseiten können mit handschriftlichen Notizen versehen als Screenshots gespeichert und per E-Mail verschickt oder anderweitig verteilt werden. Der mitgelieferte Stylus kann übrigens nicht nur schreiben sondern wie ein Radiergummi auch Text löschen. Dazu sind zwei Knöpfe am Stylus angebracht. Die Schreibfunktion wird mit Hilfe eines Buttons aktiviert, der im Gehäuserand sitzt.

Das Display mit seiner Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln ist ganz ok. Ziemlich hell, farbenfroh und klar. Die 3D-Effekte auf dem Homescreen sind übrigens animiert. Dazu wird der Lagesensor des Tablets ausgelesen und je nachdem, wie das Gerät gehalten wird, verändert sich auch das Aussehen der 3D-Elemente. [Kat Hannaford / Andreas Donath]

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  1. „Das Display mit seiner Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln ist ganz ok. Ziemlich hell, farbenfroh und klar.“

    Was verdient denn dann bei euch das Prädikat gut oder sehr gut?

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